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„Wir haben viele gute Zutaten“

Interview mit Recken-Co Iker Romero „Wir haben viele gute Zutaten“

Die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf haben im sechsten Saisonspiel die erste Niederlage kassiert beim 23:25 in Leipzig. An der Tabellenspitze bleiben sie trotzdem – und über den Erwartungen der Experten ohnehin. Auch über den eigenen? Die NP sprach mit Co-Trainer Iker Romero.

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Gut drauf:Recken-Coach Carlos Ortega (links) und sein Co Iker Romero entspannen vorm Spiel in Leipzig.

Quelle: Fotostand

Hannover.  

Nach fünf Siegen in Serie gab’s die erste Niederlage. Wie ist die Stimmung?

Immer positiv! Wir haben die ersten fünf Spiele gewonnen, das war super. Es war klar, dass irgendwann eine Niederlage kommt. Wichtig ist, dass wir weiter kämpfen, Kopf hoch, hart trainieren. Die Spieler haben in Leipzig bis zur letzten Minute überragend gekämpft. Das ist das Wichtigste. Nur weil wir verloren haben, heißt das ja nicht, dass die Mannschaft nicht gut gespielt hat.

Trotzdem: Was lief in Leipzig nicht so gut wie zuvor?

Die Verletzungen von Pavel Atman und Mait Patrail ha­ben uns natürlich wehgetan. Wir hatten nur einen Halblinken und einen Mittelmann für die 60 Minuten. Alle ha­ben gekämpft, aber da muss man auch realistisch sein. Für uns war es auch das sechste Spiel in einem Mo­nat. Natürlich sind die Spieler ein bisschen müde. Und Leipzig war auch einfach super drauf. Gegen die auswärts zu gewinnen, ist schwer. Respekt an Leipzig, aber Respekt auch an unsere Spieler für ihren Kampf.

Hat Sie die Siegesserie zum Auftakt selbst überrascht?

Nein. Die Spieler in Hannover sind super, noch besser, als ich dachte, bevor ich hergekommen bin. Und sie haben gute Arbeit geleistet in der Vorbereitung, gut trainiert, gut gekämpft. Das ist der Lohn. Wir haben zehn Punkte in der stärksten Liga der Welt. Darum werden wir keine negativen Gedanken ha­ben wegen der einen Niederlage. Im Gegenteil: Wir haben 10:2 Punkte und Donnerstag die Chance, zwei weitere Punkte zu holen. Das ist überragend, einfach super!

Sie sind weiter Spitzenreiter. Müssen Ihre Recken das Saisonziel Top 10 schon nach oben korrigieren?

Das Ziel von Carlos Ortega und mir ist keine Nummer in der Tabelle. Unser Ziel ist nicht Platz acht, fünf oder drei, sondern in jedem Spiel zu kämpfen und den Willen zu zeigen, zu gewinnen. Wir wollen guten Handball spielen, auch für die Fans. Über den Tabellenplatz können wir uns vielleicht im April oder im Mai Gedanken machen. Nicht jetzt. Jetzt genießen wir einfach, wie gut es läuft.

Aber ist Europa zumindest perspektivisch das Ziel?

Keine Frage. Wenn wir jeden Tag trainieren, die Spieler jeden Tag und jedes Spiel alles geben, dann nicht nur, um immer nur Bundesliga zu spielen. Unser Ziel muss es sein, nach oben zu gucken. Und was ist da? Europa. Wann das klappt, spielt keine Rolle. Aber es wäre eine Lüge, zu sagen, dass wir die Recken nicht wieder nach Europa bringen möchten.

Erste Zwischenstation: Don- nerstag gegen Erlangen ...

Erlangen ist stark. Wenn wir uns nicht zu 100 Prozent konzentrieren, können wir verlieren. Aber wir haben zu Hause noch keine Punkte abgegeben, so soll es bleiben. Wir müssen gute Arbeit leisten für die zwei Punkte.

Wie viel von dem, was Sie taktisch ändern wollten, wurde schon umgesetzt?

Abwehr und Angriff sind ein anderes System. Aber das Team hat das sehr schnell angenommen. Es gibt natürlich immer noch mehr, was man machen kann.Wir haben richtig gute, schlaue Spieler.Wenn du viele gute Zutaten hast, kannst du immer neue leckere Gerichte kochen.

Haben Sie sich auch privat in Hannover eingelebt?

Eine Super-Stadt! Nicht zu groß, nicht zu klein. Du hast hier alles, die Natur, gute Restaurants. Alles ist nicht so weit weg voneinander. Ich bin aus einer kleinen Stadt im Norden von Spanien, ich mag das, das passt perfekt!

Sie sind Co-Trainer bei den Profis und Chef der A-Jugend. Haben Sie überhaupt Zeit, viel zu unternehmen?

(lacht) Da muss man schon gut organisieren, damit ich ein bisschen Freizeit habe und meine Frau sehen kann. Ich habe viel zu tun. Aber wenn du etwas machst, was dir Spaß macht, geht das gut. Und es macht mir richtig, richtig Spaß in Hannover!

Von Jonas Szemkus

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