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Ziemer will zur WM
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Handball-Bundesliga Ziemer will zur WM

Nach dem Sieg gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke gehen die Profi der TSV Hannover-Burgdorf in den verdienten Urlaub. Aber nicht alle: Der TSV-Keeper, Morten Olsen und Tamás Mocsai wollen bei der WM in Spanien glänzen, und auch eine Reihe anderer Profis des Tabellenfünften stehen vor internationalen Einsätzen.

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„Seine Leistungen sprechen für ihn“: Martin Ziemer, Torwart der TSV Hannover-Burgdorf, träumt von einem Auftritt im deutschen Nationalteam bei den Welttitelkämpfen der Handballer.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Was für eine Schlussphase eines tollen Handballjahres für die TSV Hannover-Burgdorf! Sieben Spiele in 26 Tagen inklusive der Pokalpartie in Bietigheim haben der Mannschaft von Trainer Christopher Nordmeyer nicht nur alles abverlangt. Im „goldenen Dezember“, wie der Coach diese Saisonphase bezeichnete, hat die TSV auch siebenmal gewonnen und verbringt den wegen der WM spielfreien Januar auf einem Europapokalplatz. Verdientermaßen verabschieden sich die Profis nun in einen fast dreiwöchigen Urlaub. Aber nicht alle haben bis zum Trainingsstart am 14. Januar wirklich Pause. Ein TSV-Trio, angeführt vom deutschen Nationaltorwart Martin Ziemer, macht sich große Hoffnungen, beim WM-Turnier vom 11. bis 27. Januar in Spanien dabei zu sein.

Schon gestern traf sich das deutsche Team um Bundestrainer Martin Heuberger zum ersten von zwei Vorbereitungslehrgängen, an deren Ende Ziemers Nominierung stehen soll. „Es gibt eine Chance für mich. Wie groß sie ist, darüber möchte ich nicht spekulieren“, sagte der Torwart, der im vergangenen Sommer nach Hannover gewechselt war. „Seine Leistungen sprechen für ihn. Er ist ein wichtiger Teil in unserem Puzzle, das uns so erfolgreich gemacht hat“, hob Nordmeyer hevor.

„Ein Torwart muss über lange Phasen gute Leistungen zeigen. Ich denke, dass mir das hier gelungen ist. Der Rest ist nicht mehr meine Entscheidung“, sagte Ziemer, der vor einem Jahr als Letzter aus Heubergers damaligem EM-Kader gestrichen wurde. Diesmal werden ihm aber deutlich bessere Chancen gegenüber dem Lemgoer Carsten Lichtlein zugeschrieben. „Wenn er es schafft, freue ich mich für Martin. Wenn er es nicht schafft, freue ich mich für uns, denn ich habe noch viele Veränderungen für die Vorbereitung auf die Rückrunde geplant“, sagte Nordmeyer. Auf eine Nominierung für das dänische WM-Team hofft Spielmacher Morten Olsen. Einzig bereits sicher mit einer Teilnahme am Championat kann Tamás Mocsai planen, der als feste Größe im ungarischen Team gilt.

Auch andere TSV-Profis wie Malte Semisch (deutsche Juniorenauswahl) Aivis Jurdzs (Lettland), Mait Patrail (Estland), Csaba Szücs (Slowakei) und Joakim Hykkerud sind mit ihren Nationalteams unterwegs. Wobei der Norweger sogar den Trainingsstart verpassen wird. Zur Erholung verspricht Nordmeyer ihm „noch ein paar freie Tage“. Eher als New-York-Urlaub gilt die Reise von Lars Lehnhoff und Patrail zu einem Allstar-Spiel in der US-Metropole.

Insgesamt kann Nordmeyer in der Vorbereitung fast aus dem Vollen schöpfen, selbst die Rückkehr der Verletzten Mario Clößner und Nenad Puljezevic zieht der Trainer in Erwägung. Anstelle der Nationalspieler sollen Nachwuchsspieler wie Hendrik Pollex und Yannik Schilling wieder näher an den Stammkader herangeführt werden, kündigte der Trainer an, der selbst kaum wirklich Urlaub machen, sondern sich mit Planungen für die Rückrunde und die neue Saison beschäftigen wird. Neuverpflichtungen während des Winters erteilte er jedoch eine klare Absage. „Ich habe großes Vertrauen in diese Mannschaft“, sagt er. „Und wir haben in der Rückrunde noch einiges vor.“

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