Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Biathlon

Neuner holte zweites Gold - Hauswald mit Bronze


Als Magdalena Neuner ihr zweites Olympiagold in der Tasche hatte, riss sie mit einem breiten Lächeln die Arme in die Höhe. Mit einer fulminanten Lauf-und Schussleistung erkämpfte sich das deutsche Glamour Girl im Massenstart-Rennen der Frauen ihren zweiten Olympiasieg und schwang sich damit endgültig zum Star dieser Winterspiele auf.
Magdalena Neuner

Magdalena Neuner

© dpa

Simone Hauswald mit Bronze komplettierte den großen deutschen Erfolg. Silber sicherte sich Olga Saizewa (Russland).

Drei Tage nach ihrem zehnten Platz in der Königsdisziplin über 15 Kilometer zeigte sich Neuner bei „Kaiserwetter“ in den Bergen von Whistler gut erholt. Der Akku war wieder aufgeladen, die sechsfache Weltmeisterin wirkte frisch und gelöst. Schon auf der ersten Runde übernahm die 23-Jährige die Spitze des 30 Athletinnen umfassenden Feldes. Auch die von einer leichten Erkältung geplagte Kati Wilhelm war bei ihrem letzten Olympia-Auftritt im Einzel von Anfang an vorne dabei. Der Traum vom krönenden Abschluss ihrer großen Karriere ließ das „Rotkäppchen“ von Beginn an die Flucht nach vorne antreten.

Unter genauer Beobachtung von DOSB-Präsident Thomas Bach leisteten sich Neuner und Wilhelm beim ersten Liegend-Schießen dann aber ebenso wie Andreas Henkel einen Patzer. Nur Simone Hauswald kam aus dem deutschen Quartett beim ersten Auftritt am Schießstand ohne Fehler durch und lag auf Rang drei. Neuner kehrte nach einer Strafrunde mit einem Rückstand von 20,9 Sekunden auf die Strecke zurück.

Beim zweiten Liegend-Anschlag blieb die Wallgauerin dann ohne Fahrkarte und war damit wieder mitten drin im Medaillen-Rennen, aus dem sich Wilhlem hingegen frühzeitig verabschiedete. Die dreimalige Olympiasiegerin hatte große Schwierigkeiten mit der Einstellung ihres Gewehres und schoss dreimal daneben - vorbei der Traum vom Edelmetall bei ihren letzten Winterspielen. Auch Wilhelms Einsatz in der Staffel am Dienstag scheint nach den Problemen nicht mehr gesichert.

Neben Neuner blieb Hauswald hingegen mit ihren zweiten fehlerfreien Schießen ebenfalls vorne dabei, auch Henkel kämpfte sich mit einem „glatten Fünfer“ zurück in die Spitzengruppe, die beim ersten Stehend-Anschlag noch breit gefächert war. Hauswald leistete sich dann aber zwei Patzer, auch Neuner musste ein weiteres Mal in die Strafrunde. Nur Henkel blieb fehlerfrei. Als Sechste, Siebte und Achte gingen Henkel, Hauswald und Neuner auf die vorletzte Runde - die dritte Einzelmedaille für die deutschen Frauen in Whistler war weiter möglich.

Die Entscheidung über die Medaillen im letzten Einzelrennen dieser Winterspiele fiel beim letzten Stehend-Schießen. Neuner und Hauswald blieben ebenso ohne Fehler wie Zaitschewa und gingen mit nur sieben Sekunden Rückstand auf die Schlussrunde.

dpa

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
Anzeige

Olympia: Die besten Sprüche

Die deutschen Favoriten

Snowboarderin Amelie Kober startete mit einem Sieg im Parallelslalom in die Saison. Sie will Gold in Vancouver.

Der DOSB schickt insgesamt 155 Sportler ins Rennen. In der ersten Runde wurden 44 Athleten in fünf der 15 Sportarten nominiert: Curling, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Rodeln und Shorttrack.

Die Sportstätten

Im BC Place Stadion in Vancouver findet die Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Spiele 2010 vor 55000 Zuschauern statt.

Vom 12. bis zum 28. Februar finden in Vancouver die Olympischen Winterspiele statt. Die Wettkampforte im Überblick.

2600 Sportler kämpfen in Vancouver und Whistler um die Medaillen

"Mit glühenden Herzen" heißt das Motto der 21. Olympischen Winterspiele im kanadischen Vancouver. Vom 12. bis 28. Februar kämpfen in der größten Stadt der Provinz British Columbia etwa 2600 aktive Sportler um die Medaillen. Nach Montreal (1976) und Calgary (1988) ist Vancouver die dritte kanadische Stadt, in der Olympische Spiele ausgetragen werden.

Unikat für die besten Sportler

Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver bekommen die besten Sportler erstmals diese wellenförmigen Medaillen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver erhält jeder Medaillengewinner erstmals ein Unikat. Die Medaillen sind nicht wie bisher bei Olympischen Spielen flach, sondern erstmals wellenförmig. Designer Omer Arbel will mit seiner Kreation die Idividualität jedes Sportlers hervorheben. So einzigartig wie die Geschichte jedes Athleten soll auch das Edelmetall sein.

Elfmal Gold für die Deutschen in Turin

Gewannen bei den Winterspielen in Turin 2006 die Goldmedaille bei der Vier-mal-7,5-Kilometer-Staffel: Die Biathleten Ricco Gross (von links), Michael Roesch, Sven Fischer and Michael Greis.

Elf Goldmedaillen, zwölfmal Silber und sechsmal Bronze: Bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 war die deutsche Mannschaft mit Abstand das erfolgreichste Team. Die meisten Medaillen holten die Biathleten – und die haben jetzt auch bei den Winterspielen in Vancouver große Chancen auf Edelmetall.



Top