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Kanute Rauhe in zwei Sprint-Finals

Olympia aktuell Kanute Rauhe in zwei Sprint-Finals

Die olympische Premiere im Sprint endete für die deutschen Kanuten wie erwartet durchwachsen. Nur Ronald Rauhe im Einer-Kajak und der Zweier mit Rauhe und Partner Jonas Ems zogen in die Medaillenrennen ein. Olympiasieger Sebastian Brendel freut sich aufs B-Finale.

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Der deutsche Kanute Ronald Rauhe hat bei den Olympischen Spielen in London zwei Sprint-Finals erreicht.

Quelle: dpa

Eton. Sebastian Brendel nahm’s leicht. Das Halbfinal-Aus im Sprint bei den Olympischen Spielen von London kam für den Kanu-Recken nicht unerwartet. Zwei Tage nach seinem 1000-Meter-Olympiasieg verpasste der Potsdamer am Freitag auf dem Dorney Lake in Eton als Vierter des 200-Meter-Halbfinals das Medaillenrennen an diesem Samstag. Stattdessen paddelt der Canadier-Fahrer um Rang neun im B-Finale. „Dass es nicht geklappt hat, ist nicht so schlimm. Um die Medaillen hätte ich sowieso nicht mitfahren können“, sagte Brendel voller Vorfreude „auf nochmal ein schönes Rennen vor toller Kulisse“.

Gleich zwei Medaillenrennen erreichte dagegen Ronald Rauhe. Sowohl im Einer-Kajak als auch mit Partner Jonas Ems im Zweier fuhr der 31-Jährige über zwei Vorläufe und zwei Halbfinals in die Endläufe. „Für einen alten Mann wie mich ist das ganz schön hart, aber wir haben es uns so ausgesucht“, sagte der Potsdamer. Als zeitschnellste Sechste der Halbfinals erreichte Silke Hörmann aus Karlsruhe das B-Finale im Kajak.

„Die Erwartungen sind erfüllt worden. Für Ronny galt es, mit möglichst wenig Mühe in die Finals zu fahren. Bei den anderen wussten wir, dass es schwer wird“, bilanzierte Jens Kahl, Sportdirektor des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), die olympische Sprint-Premiere aus deutscher Sicht. Und er traut Rauhe und dessen Essener Partner Ems sogar einen Podestplatz zu. „Wie es aussieht, könnte der Zweier eine Medaille machen.“

Ronald Rauhe wurde im Zielraum mit einem Küsschen belohnt von Freundin Fanny Fischer. Die Vierer-Olympiasiegerin von 2008 ist als ARD-Expertin an der Regattastrecke. „Es ist mal was ganz Neues, mit einem Küsschen empfangen zu werden“, sagte der Zweier-Olympiasieger von 2004. Er traut sich und Ems durchaus eine Medaille zu. „Wir werden volles Risiko gehen. Man muss damit rechnen, dass wir keine Medaille machen, aber wir haben es drauf“, erklärte er.

Dann sollte ihnen aber ein ähnliches Missgeschick wie Jonas Ems jüngst erspart bleiben. Dem 25 Jahre alten Essener war im Training am Dienstag das Paddel gebrochen.

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