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Silber und Bronze für Obergföll und Stahl

Speerwerfen Silber und Bronze für Obergföll und Stahl

Die deutschen Speerwerferinnen haben bei den Olympischen Spielen Silber und Bronze geholt. Christina Obergföllwurde Zweite hinter der Tschechin Barbora Spotakova, Linda Stahl belegte am Donnerstag in London Rang drei.

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Christina Obergföll (l.) und Linda Stahl bejubeln ihre Medaillen.

Quelle: dpa

London. Diesmal steht ihr Silber gut. Christina Obergfölljubelte lauthals. Die zweimalige Vize-Welt- und -Europameisterin aus Offenburg muss zwar weiter auf ihren ersten internationalen Titel warten. Aber bei den Olympischen Spielen konnte sich die „ewige Zweite“ am Donnerstag über ihre Platzierung freuen - und die Leverkusenerin Linda Stahl freute sich über Bronze und fiel ihr in die Arme. Beide hüllten sich in eine Deutschland-Fahne und klatschten sich strahlend mit Siegerin Barbora Spotakova ab. Danach ging es im Olympiastadion auf eine gemeinsame Ehrenrunde.

An die wurfgewaltige Weltrekordlerin aus Tschechien kamen die beiden deutschen Werferinnen bei weitem nicht heran: Spotakova wurde wie schon vor vier Jahren in Peking Olympiasiegerin mit 69,55 Metern. Obergföll kam auf 65,16 Meter, Stahl warf 64,91. Ihre Clubkollegin Katharina Molitor konnte als Sechste mit 62,89 Metern mehr als zufrieden sein.  Die russische Weltmeisterin Maria Abakumowa enttäuschte als Zehnte, auch die Weltjahresbeste Sunette Viljoen aus Südafrika ging als Vierte leer aus.

Obergfölls Karriere - die große Unvollendete? „Ich bin die letzten Jahre in den Finals immer unter meinen Möglichkeiten geblieben. Das gilt es klarzustellen. Ich bin mir da noch was schuldig“, hatte die Freundin des früheren Weltklasse-Werfers Boris Henry vor ihrem erfolgreichen Medaillenkampf angekündigt.

Für Gold muss man über 70 Meter werfen - prophezeite Obergföll. Das war ihr selbst schon zweimal gelungen: 70,03 warf sie 2007 bei der WM in Helsinki und 70,20 - den noch heute gültigen deutschen Rekord - 2007 beim Europacup in München. Aber das ist lange her.

„Für einen 70er muss bei mir alles passen“, hatte sie nach der locker überstandenen Qualifikation gesagt. Und an diesem Abend passte einiges, aber längst nicht alles bei der Mitfavoritin. Mit 65,16 Metern gelang Obergföll ein ansprechender erster Versuch. Sie konnte aber nicht mehr nachlegen. Spotakova fehlten nur 45 Zentimeter zu der 70-Meter-Marke.

Vor vier Jahren in Peking hatte Obergföll mit Bronze die einzige Medaille überhaupt für die deutsche Leichtathletik gewonnen. Aber 2009 bei der Heim-WM in Berlin erlebte die Studentin als Fünfte eine ganz bittere Stunde, als die Leverkusenerin Steffi Nerius zum Karriereende überraschend Gold gewann. Ein Jahr später schnappte ihr Nerius' Clubkollegin Linda Stahl den EM-Titel in Barcelona weg.

Immer wieder zählte Obergföll zu den Titelkandidatinnen, aber nie stand sie ganz oben auf dem Treppchen. Bei der WM 2011 in Daegu ging sie als Vierte leer aus. Und bei der Europameisterschaft im Juni in Helsinki verlor sie den Titel an die Ukrainerin Wira Rebryk. Da wirkte die ansonsten so fröhliche Obergföll erstmals resigniert und war den Tränen nahe. In London strahlte sie.

dpa

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