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Nie mehr 2. Liga!

Das Spiel - es ist so weit

Von Der Platzwart

Finalabstiegsgipfelkrimiduell zwischen Hannover 96 und dem VfL Bochum. Wer verliert, spielt demnächst montags. Der Platzwart sagt in fünf Episoden, warum der Sieger nur Hannover heißen kann. Heute: der Ernstfall.

Was wäre, wenn. Das letzte Spiel verlieren, in der Relegation scheitern. Abstieg. Was würde das bedeuteten, für Bochum, für Hannover?

In Bochum bliebe mit dem Abstieg in die 2. Liga alles weitgehend beim Alten, also bei VfL-Chef Werner Altegoer. Fans in Bochum sind von derart ausgeglichenem Gemüt, dass es ihnen überwiegend wumpe ist, in welcher Liga die Mannschaft gerade über den Rasen rumpelt. Hauptsache, es gibt lecker Fiege-Pils und billig Currywurst, die entsprechenden Buden hat der VfL vorsichtshalber diese Woche schon am Trainingsplatz aufgestellt. Man weiß ja nie.

Anders Hannover. Hier ist man ligafühlig, der Abstieg hätte gravierende Folgen. Ein Szenario. Der Verein – am Boden zerstört. 96 muss Zizzo und Hanke verkaufen und neue Leistungsträger suchen. Das Überleben des Vereins hängt vom neuen Sponsorentrio Karstadt, Herrenhäuser und Griechenland ab. 96-Chef Kind zieht die Option „Sofortiger Wiederausstieg“. Rainer Aulich übernimmt. Das 96-Stadion wird in „Haxenkessel“ umbenannt.

Hannover – am Boden zerstört. Exbischöfin Käßmann spricht den Menschen auf Großveranstaltungen Mut zu, die Zahl der Kircheneintritte steigt sprunghaft. Die traditionell selbstbewussten Hannoveraner schämen sich erstmals ihrer Herkunft. Auf die Frage nach ihrer Heimatstadt reagieren sie ausweichend, sprechen von Großraum Garbsen oder Nord-Laatzen. Dauerhochbetrieb am Institut für Emotionsverarbeitung (Jakobistraße 6-8), eilig angelernte Emotionsverarbeiter versuchen im Dreischichtbetrieb Wut und Trauer in Partystimmung und Polonaise zu verwandeln – sie scheitern.

Hannover 96 wird in den Folgejahren bis in die Bezirksliga durchgereicht und fusioniert 2017 mit dem FC Stern Misburg zu Misburg 96. Die Stadt Hannover, einst die schönste Stadt der Welt, verödet, verliert infolge der Bevölkerungsabwanderung ihre Stadtrechte, große Teile der Innenstadt werden zu Ackerland, Linden und Limmer an China verkauft, die restlichen Stadtteile schließen sich Misburg an. Was bleibt, sind die Umweltzone und Steve Cherundolo.

Fazit: Gemeinsam für die 1. Liga!

Bitte!

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  • @Hans Henker – 08.05.10
    Hallo Hans,

    Deine Gags sind ja fast besser als die des Platzwartes.
  • Platzwurst Hans – 08.05.10
    Ich habe schon echt witzige Sachen von Dir gelesen und mich noch nie genötigt gesehen zu kommentieren, sondern kaputtgelacht.
    Heute jedoch, sehe ich überhaupt nichts witzig an der Beschreibung des Zustandes der Stadt Hannover.
    Ich glaube kaum, dass da irgendwelche Verbindungen herzustellen sind.
    Für die meisten 96 Fans, die wie alle anderen Fans in Deutschland auch, mit und für den Verein leben, kann da etwas, teilweise stimmen.
    Sonst steht der normale Fan ganz real zu seinem Verein und der Stadt in der er lebt.
    Es wird kein Untergangsszenario geben.
    Für den Verein Hannover 96 jedoch wird der Untergang nachhaltig sein.
    Auch mit dem Rückenwind von über 10.000 Mitgliedern, wird der Verein es schwer haben wieder auf die Beine ( im Sinne von 1.Liga ) zu kommen.
    Begründung: Es gibt kein Präsidium und Management, das mit aller Gewalt versuchen wird wieder auf zu steigen.
    Es wird ein langes vor sich hin Plätschern ohne Geld und Fortune in Liga 2 geben, wenn nicht noch schlimmer.

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