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Nie mehr 2. Liga!

Das Spiel - morgen geht's los

Von Der Platzwart

Finalabstiegsgipfelkrimiduell zwischen Hannover 96 und dem VfL Bochum. Wer verliert, spielt demnächst montags. Der Platzwart sagt in fünf Episoden, warum der Sieger nur Hannover heißen kann. Heute: die Trainer.

Dariusz Wosz und Mirko Slomka, zwei Trainer vor den schwersten Tagen ihrer noch jungen Karriere – dem kommenden Sonntag, dem Montag und dem Dienstag. Die ersten drei Tage sind immer die härtesten, wenn man nicht weiß, was man den Tag über so machen soll. Sagt TV- und Freizeitexperte Peter Neururer, und der muss es schließlich wissen. Wosz und Slomka – wen erwischt es?

Erst einmal sind beide Übungsleiter in ihren Vereinen das, was holziger Spargel auf dem Wochenmarkt ist: dritte Wahl. Wosz ist streng genommen sogar fünfte Wahl, denn nach dem Scheitern von Koller und dem Rausschmiss von Herrlich streckte die Bochumer Vereinsführung mutig ihre Fühler nach Arsene Wenger und Guus Hiddink aus. Warum man sich in Bochum dann für Wosz entschied, ist streng geheim.

In Hannover lief die Trainerkür ähnlich. Erst die Trennung von Hecking, der mit etwas Glück der erste Trainer der Bundesligageschichte werden könnte, der zwei Vereine in einer Saison versenkt hat, und der angeblich sogar über einen Blitzeigentransfer nach Berlin nachdenkt, um das Fass vollzumachen. Dann die Trennung von Bergmann, total in Freundschaft. Anschließend professionelle Neubesetzung der Sportlichen Leitung. Mourinho, Magath und Matthäus gehen nicht ans Telefon, Hans Meyer geht ans Telefon, lässt den 96-Anrufer aber nicht zu Wort kommen. Also Neururer oder Slomka. Für Slomka spricht, dass sein Trainerschein echt ist. Bingo.

Slomkas sportliche Bilanz: vier Siege und ein Unentschieden, der gesamte Rest fällt nicht mal erweitert unter Sport. Und was haben Trainer Wosz und sein 5-Sterne-Kotrainer Iraklis Metaxas vorzuweisen? 100 Prozent der Spiele vergeigt, mehr geht selbst in Bochum nicht. Und Mirko Slomka setzt nach. Macht Geheimtraining an einem selbst für Hanke geheim gehaltenen Tag und fährt zum Höhentraining nach Bad Harzburg. Dazu fieser Psychoterror: die Busfahrt nach Bochum als Blick in den Abgrund. Die von Slomka entwickelte Route führt durch Bielefeld, Osnabrück, Paderborn, Duisburg und Oberhausen. Spätestens in Duisburg wissen alle 96-Spieler, was die Stunde geschlagen hat. Es geht ums nackte Überleben.

Fazit: Im direkten Vergleich ist Slomka dem Bochumer Wosz um eine Nasenlänge voraus. Mindestens.

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