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25. Spieltag

Mann des Monats

Von Der Platzwart

Hannover 96 hat vorzeitig entschieden: Mitarbeiter des Monats März ist der Freiburger Stürmer Papiss Demba Cissé. Seine Arbeitsbilanz vom Sonnabend: zwei Hundertprozentige vergeigt und ein Eigentor zum Endstand von 1:2. Eigentlich sollte der teuerste Einkauf der Freiburger Vereinsgeschichte vor allem Freiburg vor dem Abstieg retten und nicht auch Hannover.

Noch am Sonnabend hat Trainer Robin Dutt behutsam damit begonnen, dem sensiblen Senegalesen die Situation aus Freiburger Sicht darzulegen.

Was für Freiburg 96-artiges Pech, ist für 96 bayernartiger Dusel. Bleibt dieser den „Roten“ treu, holt die Mannschaft nach dem Freiburger Winnermärchen mit ihrer neuen Siegermentalität in den verbleibenden neun Spielen noch 27 Punkte, also insgesamt 47, das würde nach der momentanen Blitztabelle für die Europa League reichen - wenn alle anderen für 96 spielen. Oder gar nicht mehr. Hier zeigt sich auch die neue Qualität der Slomka-Truppe. Bis vor einer Woche hätte 96 auch gegen nicht angetretene Mannschaften Probleme bekommen. Jetzt würde sie auch solche Spiele locker 2:0 nach Hause schaukeln.
Vier Gründe sind entscheidend für die Trendwende.

Erstens: der Kader. In der 96-Krankenstation „Therapy Dome“ wird wieder Mikado gespielt. Nichts los, selbst Dauerpatienten lümmeln sich zu den üblichen Anwendungszeiten auf dem Fußballplatz herum. Hoffnung machte in Freiburg Jan Durica, der Altin Lala mit einem aufgesetzten Bauchschuss in die Knie zwang. Lala gab hinterher zu Protokoll, er hätte auch mit einem Durchschuss weitergespielt und sich einen Assistpunkt gutschreiben lassen. Leider war der Ball von seinem Bauch vor die Füße von Cissé geprallt.

Zweitens: die Afrikaner. Mit der Rückkehr von Didier Ya Konan stehen jetzt vier Afrikaner in der 96-Startelf, Menschen also, die sich bei Arschkälte Mitte März richtig wohlfühlen. Schließlich ist in Abidjan, der Heimatstadt der drei 96-Ivorer, der März auch der kälteste Monat (durchschnittliche Tageshöchsttemperatur: 32 Grad). Das Einbürgerungsverfahren von Gelegenheitselfe Jiri Stajner läuft bereits, er lernt fleißig Landessprachen wie Abé und Kulango. Vorher soll der Neuafrikaner gründlich untersucht werden, aber nicht im „Therapy Dome“, sondern in einer Skoda-Vertragswerkstatt.

Drittens: Arnold Bruggink. Er hat endlich den Rückrundenstart bemerkt.

Viertens: Dieter Hecking. 96 überholen und Bayern an die Spitze bringen: Dieter Hecking hat bei den 96-Fans wieder die Sympathiewerte der vergangenen Saison. Trotzdem alles Gute in der Relegation wünscht ...

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  • Champions League Schalalalaaaaa – 15.03.10
    Wenn 96 so spielen würde wie der Platzwart schreibt... wären die Roten längst in der Champions League!

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