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20 Jahre Hannover-Marathon

Kenianer gehen beim Hannover Marathon wieder auf Rekordjagd

Von Carsten Schmidt

Hungrig auf Bestmarken – so heißt die Devise für das bevorstehende Läufer-Wochenende in Hannover. 14 048 Läufer, Inlineskater, Handbiker und Walker haben sich für die diversen Wettbewerbe des TUIfly-Marathons bisher angemeldet. „Damit bewegen wir uns auf dem Vorjahresniveau“, sagte Stefanie Eichel von der ausrichtenden Agentur eichels:Event.
John Kelai, Jason Mbote und Katharina Heinig (von links) freuen sich auf den Marathon.

John Kelai, Jason Mbote und Katharina Heinig (von links) freuen sich auf den Marathon.

© Florian Petrow

2010 gab es insgesamt 15 429 Startzusagen und damit die bisher höchste Zahl; die Organisationschefin hofft, dass mancher Kurzentschlossene aufgrund der günstigen Wetterprognose (trockenes, sonniges und mäßig warmes Frühlingswetter) zumindest auf den kürzeren Laufstrecken noch nachmeldet. Dies ist aber nur noch im Veranstaltungszentrum im Neuen Rathaus am Trammplatz möglich.

Eichel sieht in den Anmeldezahlen ihr Konzept einer breit aufgestellten Volkslaufveranstaltung mit einem eingebetteten Marathon bestätigt. Reine Stadtmarathon-Veranstalter wie Hamburg klagen über weniger Startzusagen, und Langlaufexperte Manfred Steffny sieht in der Marathon-Unlust und einer Neigung zu kürzeren Distanzen sogar einen Trend. „Wir sind von einer solchen Entwicklung nicht betroffen, weil sich unsere Angebote an die ganze Familie richten“, sagte Eichel und verweist auf den Kinderlauf morgen, der mit 1600 Anmeldungen schon lange ausgebucht ist. Zudem sind der Halbmarathon mit derzeit 5972 Startzusagen und der Zehn-Kilometer-Lauf (2972) wie in den Vorjahren die populärsten Rennen in der Landeshauptstadt. Auf der klassischen Distanz wollen sich am Sonntag 1902 Männer und Frauen versuchen.

Im Marathon soll indes sportlich die Post abgehen. Ein gutes Dutzend Afrikaner will die „schnelle und flache Strecke“ (Athleten-Verpflichter Christoph Kopp) zu Bestzeiten nutzen. Mit der besten Zeit (2:07:37 Stunden) ist Jason Mbote (Kenia) gemeldet, der 34-Jährige ist daher optimistisch, dass er den Hannover-Rekord (2:08:52) noch einmal verbessern und 3500 Euro Zusatzprämie einstreichen kann. Mbote baut dabei auf die Hilfe eines besonderen Tempomachers – seines acht Jahre jüngeren Bruder Charles.

Im Frauenfeld gibt es ein Favoritenquartett aus Kenia, das von Georgina Rono (2:30:55) angeführt wird. Dahinter peilt eine junge Deutsche mit großem Läufernamen einen Hausrekord an. Die 21-jährige Katharina Heinig aus Frankfurt, Tochter der Olympiadritten von 1988, Katrin Dörre-Heinig, will so „dicht wie möglich“ an die Marke von 2:40 Stunden heranlaufen.

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