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Lust statt Last

Löw verbreitet Optimismus vor dem Ghana-Spiel

Von Heiko Rehberg

Nervenprobe für die "jungen Wilden": Das letzte Gruppenspiel gegen Ghana darf die deutsche Nationalmannschaft nicht verlieren. Bundestrainer Joachim Löw ist dennoch entspannt - und kündigt Änderungen in der Startelf an.
Bundestrainer Joachim Löw vor dem entscheidenden Spiel gegen Ghana entspannt.

Bundestrainer Joachim Löw vor dem entscheidenden Spiel gegen Ghana entspannt.

© dpa

Am Mittwoch spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr entscheidendes Vorrundenspiel in Johannesburg gegen Ghana (20.30 Uhr, live in der ARD). Wenn sie verliert, wäre sie das erste Mal bei einer Weltmeisterschafts-Vorrunde gescheitert, das Wort Blamage wäre gewiss nicht zu klein für diesen Fall, und Joachim Löw stünde übermorgen mit großer Sicherheit ohne Job da. Und was macht der Bundestrainer einen Tag vor dieser Begegnung, von der er selbst sagt, dass „die ganze Welt darauf schaut“? Er ist die Ruhe selbst.

Löw wirkt entspannt, gelassen, einer, der solche Situationen mag. Im schwarzen Rollkragenpullover sitzt Löw in einem fensterlosen Raum des Loftus-Versfeld-Stadions in Pretoria und soll nach Johannesburg schauen, dorthin, wo seine Mannschaft heute mit einem Sieg gegen Ghana ins Achtelfinale vorrücken kann und bei einer Niederlage nach Hause fliegen müsste. Es ist eine Drucksituation, aber der 50-Jährige wirkt nicht, als würde ihn diese Belastung erdrücken. Löw ist konzentriert, wenn er etwas betonen möchte, dann wird er lauter. Er hat immer Druck oder macht sich welchen, wenn es zum Beispiel darum geht, aus seiner Mannschaft hier noch ein paar Prozente herauszukitzeln. Oder dort, wenn er nach einem 4:0 gegen Australien genau wie nach einem 0:1 gegen Serbien nach Schwachstellen fahndet, nach kleinen Haarrissen in der Struktur seiner Elf. Wer so denkt, der empfindet Druck anders, er kann dann auch Kitzel sein und Herausforderung oder beides. So wie für Löw.

Natürlich stehe er vor dem Ghana-Spiel unter „besonderer Spannung“, erzählte er, „das ist etwas anderes, als wenn wir gegen Liechtenstein oder Zypern spielen. Aber da ist auch eine große Vorfreude. Ich empfinde diese Anspannung nicht als Last. Ich habe mehr Freude als Angst.“

Eine junge Mannschaft wie die deutsche benötigt einen Trainer wie Löw, der in Alles-oder-nichts-Spielen ausstrahlt, was sie selbst braucht, am Mittwoch gegen Ghana, im Erfolgsfall in allen weiteren WM-Spielen: Ruhe und Mut. Niemand hätte Löw verübeln können, wenn er am Dienstag darauf hingewiesen hätte, dass seiner Mannschaft Michael Ballack fehlt, der erfahrene Spieler, der bei der EM vor zwei Jahren in einer ähnlichen Situation die Tür in die nächste Runde mit einem Freistoß in den Torwinkel gegen Österreich öffnete. Löw sagte lediglich: „Das Spiel wird kein Selbstläufer. Aber wir haben alles, was wir brauchen, um Ghana zu besiegen.“

Löw ist kein Trainerschauspieler, der Gelassenheit vorgibt, während ihm Ghana in Wahrheit den Schlaf raubt. Hinter seinem Glauben steckt die Überzeugung, dass seine Mannschaft besser ist, in den Gesprächen mit den Spielern „hatte ich nicht den Eindruck, dass sie nervös oder unsicher sind“. Überzeugung macht gelassen, bei Löw geht sie so weit, dass er sogar eine kleine Ausnahme macht von sonstigen Gepflogenheiten. Löw, der alte Geheimniskrämer, gibt den Reportern für das Basteln ihrer Aufstellung einen wichtigen Hinweis: „Im Moment tendiere ich gegen Ghana zu Cacau als Stürmer.“ Alles was dann folgt, freundliche Worte für Mario Gomez und Stefan Kießling („Sie drängen sich als Keilstürmer ebenfalls auf“) oder das Andeuten einiger Umbauarbeiten im Team („Es ist denkbar, die eine oder andere Position zu verändern“), sind dann wieder die üblichen Trainerspielchen.

Ein Spiel mit „hohem Tempo“ erwartet der Bundestrainer gegen Ghana. Und eines, „das uns nicht nur körperlich, sondern auch mental sehr fordern wird“. Dass seine Mannschaft am Mittwochabend in „Soccer City“ in Johannesburg diesen Anforderungen gewachsen sein wird, steht für ihn außer Zweifel.

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  • Autokorso Dirk – 23.06.10
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  • Ole Ole Hangtime – 23.06.10
    Lieber Dirk wenn ich Dir von meinen Problemen berichten soll, sag doch bescheid.Im Moment sitze ich hier gemütlich beim Frühstück mit meinen Afrikanischen Freunden.Mir tut es sehr leid für Dich das Du so ein armes Leben hast und Dich so äußern must. Komisch auch das Deine Kommentare von der Haz gelöscht werden. Schönes Spiel heut abend. Mein Tipp:3 zu 0 für Ghana.Black Power.Hangtime
  • Hangtime Dirk – 23.06.10
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  • Schwarze Teufel aus Deutschland Dirk – 23.06.10
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  • Teutonen Teutone – 23.06.10
    Mit teutonischen Qualitäten wie Kampf und Härte wird auch dieser Gegner in die Knie gezwungen werden. ;-)
    Dank mal an Herrn Rehberg für seine gute Berichterstattung aus Südafrika.
    Besonders sein WM-Tagebuch gefällt mir.
    Die Löschung von Beiträgen finde ich hier aber manchmal etwas vewunderlich.
  • Rassistische Äußerung Hangtime – 23.06.10
    Liebe Haz , hab hier gerad nen Kommentar gelesen was meiner meinung so gar nicht geht. (Dirk) Ich bitte um schnelle Entfernung .Danke Hangtime
  • Ahnung Dirk – 23.06.10
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  • Ghana -Deutschland Dirk – 23.06.10
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