25°/ 16° sonnig

Navigation:
Basketball-Rekordmeister Leverkusen zu Gast in Hannover
Mehr aus UBC Hannover Tigers

Geschrumpfte Riesen Basketball-Rekordmeister Leverkusen zu Gast in Hannover

Basketball-Rekordmeister Leverkusen ist nur noch Drittligist – und am Sonnabend zu Gast in Hannover. Die einstigen Giganten vom Rhein spielen um 19 Uhr gegen die UBC Tigers.

Voriger Artikel
UBC Hannover Tigers verteidigen Tabellenführung
Nächster Artikel
Fünfte Pleite für den UBC

Bilder aus besseren Tagen: Der Leverkusener Henning Harnisch zieht 1996 beim Pokalfinale gegen Ulm an Gegenspieler Stephen Arigbabu vorbei.

Quelle: Archivbild

Hannover. In Leverkusen erinnert nicht mehr viel an die großen Basketballzeiten. Nicht einmal das offizielle Briefpapier. Mitte der achtziger und Anfang der neunziger Jahre besaßen die Leverkusener eine Art Titelabonnement in der Bundesliga, mit insgesamt 14 Titelgewinnen ist der Klub noch immer deutscher Rekordmeister. Das stand bis vor Kurzem auch noch so im Briefkopf der Leverkusener, aber das haben sie entfernen lassen. In der 3. Liga, in der die Bayer Giants nach dem Rückzug aus der Bundesliga vor dreieinhalb Jahren spielen, und in der sie am Sonnabend beim UBC Hannover antreten (Universitätssporthalle Am Moritzwinkel, 19 Uhr), werben sie nun mit dem etwas beliebigen Slogan „Sport ist unsere Leidenschaft“ für sich.

Die einstigen Giganten vom Rhein, wie die Leverkusener Mannschaft zu Erstligazeiten genannt wurde, sind im deutschen Basketball tatsächlich nur noch eine beliebige, eine kleine Nummer. Im Sommer 2008 hatte sich der langjährige Großsponsor Bayer zurückgezogen. Der Klub musste die Bundesligalizenz daraufhin nach Düsseldorf verkaufen und stieg in die viertklassige Regionalliga West ab. Dort gelang zwar gleich im ersten Jahr der Aufstieg in die 3. Liga, doch in der fristen die Leverkusener seitdem gegen Mannschaften aus Dorsten, Wedel und Wolfenbüttel ihr Dasein.

„Es schmerzt zu sehen, was mit dem Verein passiert ist“, sagt Frank Rothweiler. Er ist Abteilungsleiter Basketball in Leverkusen. Rothweiler hat die glorreichen Jahre miterlebt, die zahlreichen Meisterschaftsfeiern, die legendären Europapokalspiele gegen Real Madrid; erst als junger Fan, dann als Gegenspieler im Trikot des damaligen Bundesligisten

FC Schalke 04 und später wieder als Fan. „Als Aktiver habe ich gegen Leverkusen immer verloren“, sagt Rothweiler.

Er würde sich sicher wünschen, diesen Satz häufiger auch mal von der Konkurrenz zu hören. Aber dafür spielt die junge Leverkusener Mannschaft in dieser Saison einfach zu unbeständig. Von 14 Spielen hat sie gerade einmal fünf gewonnen ist in der Tabelle auf dem drittletzten Platz, übrigens direkt vor einem weiteren Drittligisten mit bekanntem Namen: Alba Berlin. Allerdings messen sich die Leverkusener mittlerweile nur noch mit der Reservemannschaft des früheren Bundesligarivalen.

Und für mehr wird es wohl auch in den kommenden Jahren nicht reichen. Natürlich träumt auch Rothweiler davon, „mittelfristig wieder an der Tür zur Bundesliga zu klopfen“. Aber der aktuelle Saisonetat der Bayer Giants würde nicht einmal für die 2. Liga genügen. Deshalb stehen im Kader neben Schülern, Studenten und Lehrern auch nur zwei amerikanische Profis.

Rothweiler will aber trotz aller Probleme in den nächsten Jahren nichts unversucht lassen, um die Leverkusener Basketballer wieder nach oben zu führen. Dafür, sagt er, wirft er bei Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren sogar manchmal die Bezeichnung Rekordmeister in die Waagschale.

Voriger Artikel Voriger Artikel
Nächster Artikel Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Basketball
Foto: Am Ende reichte es für den UBC zum verdienten Sieg.

Der Basketball-Drittligist UBC Hannover hat das erste Viertelfinalspiel gegen Schwelm mit 94:85 gewonnen. Nur der Auftakt macht Sorgen.

mehr
Anzeige
Handball-Nationalspieler Michael Kraus droht Sperre

Der Handball-Verband hält zu Michael Kraus. Trotz seiner Vorstöße gegen Anti-Doping-Regeln soll er Nationalspieler bleiben. Allerdings könnte den Ex-Hamburger es teuer zu stehen kommen: Schlimmstenfalls drohen zwei Jahre Sperre. Der DHB kann diesen Fall nicht gebrauchen.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
23. Juli 2014 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Passender hätte der Tag kaum sein können: Draußen wird schon allein beim Zubinden der Laufschuhe geschwitzt, der geschätzte Kollege ist im Sommerurlaub – und wir haben das Ranking Nummer 19 auf dem Tisch liegen.

mehr
Anzeige