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Ein Rückschritt nach Hause
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Start in die neue Saison Ein Rückschritt nach Hause

Ein Spiel mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit steht in der 2. Basketball-Regionalliga an. Gleich am 1. Spieltag treffen im hannoverschen Duell der TKH und die Korbjäger Sonnabend in der Halle der Herschelschule am Großen Kolonnenweg aufeinander.

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Mit erfolgreichem Basketball und toller Stimmung wollen Steve Janzen und der UBC Hannover das Publikum begeistern.

Quelle: Petrow

Hannover. Als der offizielle Teil der Mannschaftspräsentation beendet war, lief Maurice Williams zur Höchstform auf. Der Amerikaner ist ja nicht nur Basketballer, sondern irgendwie auch Pausenclown des UBC Hannover. Also setzte sich Williams auf den Stuhl, auf dem es sich eben noch sein Trainer Michael Mai gemütlich gemacht hatte. Williams grinste zunächst, rührte dann kurz mit dem Löffel in seiner Kaffeetasse, und parodierte anschließend vergnügt seinen Trainer. Das kam gut an bei den Mannschaftskollegen, die ihrerseits zum Kugelschreiber griffen und spontan eine Pressekonferenz nachspielten.

Die Stimmung ist bestens bei den Hannoveranern, die am Sonnabend mit einem Heimspiel gegen die Herzöge Wolfenbüttel (Beginn ist um 19 Uhr) in die neue Saison der drittklassigen ProB starten. Für das Erreichen der sportlichen Ziele ist das natürlich schon einmal eine ganz gute Voraussetzung, Sportdirektor Michael Goch geht es jedoch um etwas anderes, wenn er von der „super Atmosphäre und der tollen Stimmung“ beim UBC spricht. Goch ist Geschäftsmann, und er weiß, dass das Produkt UBC Hannover in den vergangenen zwei Jahren die versprochene super Atmosphäre und die tolle Stimmung nicht immer geboten hat.

„Die Zuschauer sollen nach einem Spiel von uns mit einem guten Gefühl nach Hause gehen“, sagt Goch. Sie sollen es wieder. Denn in den vergangenen beiden Spielzeiten war das nur selten der Fall gewesen. Die AWD-Hall, in der der UBC seine Heimspiele in der 2. Bundesliga ProA ausgetragen hatte, war zu groß. Entsprechend schlecht war die Stimmung. In dieser Saison spielen die Hannoveraner nun wieder in der Universitätssporthalle am Moritzwinkel. Dort hatte der UBC nach seiner Gründung Sieg um Sieg, Aufstieg um Aufstieg gefeiert. Auch deshalb reden sie im Klub derzeit alle ein bisschen verträumt über die alte und neue Spielstätte, die wohl nur sie „UBC Dome“ nennen. „Wir gehen zurück nach Hause“, sagt Goch.

Gewiss, es ist tatsächlich eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Es ist aber auch ein sportlicher Rückschritt, der erste seit Gründung des Vereins im Jahr 2002. Nach zwischenzeitlichem Lizenzentzug, einem wochenlangen Rechtsstreit mit dem Ligaverband und finanziellen Problemen ist der UBC im Sommer aus der ProA in die ProB abgestiegen und will nun einen Neustart versuchen. „Die 1. Bundesliga bleibt aber weiterhin das Ziel“, sagt Goch. „Das Potenzial ist da, wir bieten ein gutes Nischenprodukt im Schatten der Fußballer von Hannover 96.“

Wie gut aber das neueste Modell ist, um in der Werbesprache zu bleiben, ist schwer zu sagen. Dazu gibt es zu viele offene Fragen: Welche Folgen hat der Rücktritt von Center David Arigbabu, zumal vorerst kein Ersatz verpflichtet werden soll? Wie gut sind die mit viel Tamtam präsentierten Neuzugänge Richie Williams und Jacob Doerksen? Und wie sehr wird der UBC von der Zusammenarbeit mit dem TK Hannover profitieren? Beim UBC tun sie sich entsprechend schwer, ein Saisonziel zu formulieren. Klar, die Play-offs, die K.-o.-Runde der besten acht Teams, soll es schon sein. Aber der sofortige Wiederaufstieg? Der ist offiziell noch kein Thema.

Zumal dafür auch erst einmal eine finanzielle Basis geschaffen werden müsste. Der UBC ist noch immer auf der Suche nach einem Trikotsponsor. Außerdem hat der Klub seine Lizenz nur mit der Auflage erhalten, in der Saison 2011/2012 einen Gewinn von 30 000 Euro zu erwirtschaften. „Das wird schwer“, sagt Goch, „aber wir werden das schon irgendwie hinbekommen.“ Sprach es und lachte demonstrativ in die Runde. Die gute Stimmung soll schließlich noch etwas anhalten.

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