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UBC Hannover gewinnt gegen Schwelm mit 94:85
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Basketball UBC Hannover gewinnt gegen Schwelm mit 94:85

Der Basketball-Drittligist UBC Hannover hat das erste Viertelfinalspiel gegen Schwelm mit 94:85 gewonnen. Nur der Auftakt macht Sorgen.

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Am Ende reichte es für den UBC zum verdienten Sieg.

Quelle: Ulrich zur Nieden

Hannover. Eine Minute vor Ende des Spiels hatte der Schwelmer Klappstuhl ausgedient. Das metallfarbene Sitzmöbel verschwand in einer Ecke der hannoverschen Universitätssporthalle , und wenn man so will, legten die Schwelmer Fans damit die Hoffnung auf einen Sieg ihrer Basketballmannschaft endgültig beiseite. Bis dahin hatten sie vor jedem Freiwurf der Hannoveraner für Radau gesorgt und unter anderem mit einem Klappstuhl geklappert, in der Hoffnung, dem Schützen würden die Nerven versagen. Als sich nun aber Richard Williams auf den Weg an die Freiwurflinie machte, war es still hinter dem Korb. Williams versenkte beide Würfe, und der 
UBC Hannover gewann das erste Spiel der Play-off-Viertelfinalserie gegen die Schwelmer Baskets mit 94:85 (44:40).

Williams traf am Sonnabend übrigens zehn von zehn Freiwürfen (erst mit und dann ohne Klappstuhlgeklapper), zudem erzielte er 17 Punkte aus dem Feld. Das allein ist schon stark, an solche Werte des Amerikaners hat man sich in Hannover allerdings längst gewöhnt. Neu dürfte den meisten Fans des UBC hingegen gewesen sein, dass der mit 178 Zentimeter Körperlänge eher kleine Basketballer auch ein richtig guter Rebounder ist. Gleich elf Korbabpraller landeten in den Händen von Williams, was viel über das Geschick des Spielmachers, aber noch ein bisschen mehr über die Spielintelligenz der hochgewachsenen Schwelmer aussagt.

Die hatten ihren Größenvorteil nämlich nur anfangs so richtig ausgenutzt. 30:23 führten die Gäste nach den ersten zehn Minuten, und neben Hannovers Trainer Michael Mai dürften sich auch die meisten der 722 Zuschauer an Spiel 1 der Achtelfinalserie gegen Breitengüßbach erinnert gefühlt haben. Das hatte der UBC bekanntlich nach einem ganz schwachen Start überraschend verloren. Und nun gegen Schwelm also wieder diese Probleme zu Beginn. „Ganz ehrlich“, sagte Mai später mit ein bisschen Abstand, „ich habe nach den ersten fünf Minuten wirklich angefangen, mir Sorgen zu machen.“

Auch das sagt viel aus über die Konkurrenten in der 3. Liga, die längst nicht mehr in Ehrfurcht erstarren, wenn sie bei den heimstarken Hannoveranern antreten. „Schwelm war am Brennen“, sagte UBC-Flügelspieler Tobias Welzel, was insofern eine nette Formulierung war, da die brennenden Schwelmer gleichzeitig eiskalt im Abschluss waren. „Wir haben am Anfang viel zu viele Punkte zugelassen“, sagte Mai, der seiner Mannschaft vor dem 2. Viertel bessere Verteidigungsarbeit predigte und damit offenbar Gehör bei den Spielern fand. Der UBC spielte fortan deutlich aggressiver, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive, und nach einem verwandelten „Dreier“ von Welzel knapp eine Minute vor dem Ende war die Partie dann entschieden.

Am kommenden Sonnabend reisen die Hannoveraner nun für das zweite Spiel nach Schwelm. Gewinnt der UBC dort, steht er vorzeitig im Halbfinale. Verliert er, gibt es am darauffolgenden Dienstag ein Entscheidungsspiel in Hannover. „Aber das wollen wir uns allen gerne ersparen“, sagte Welzel am Sonnabend kurz nach Spielende. Dem 22-Jährigen tropften dabei noch die Schweißperlen von der Stirn, und er hätte sich in diesem Moment sicher sehr gefreut, wenn ihm jemand aus dem Publikum einen Klappstuhl gereicht hätte.

Punkte für den UBC Hannover: Richard Williams (27), Doerksen, Prasuhn (jeweils 17), Welzel, Janzen (jeweils 11), Maurice Williams (7), Villarzu und Öhlmann (jeweils 2).

Das Play-off-Viertelfinale („Best of three“), 1. Spieltag: Hannover – Schwelm 94:85, Gotha – Braunschweig 83:60, Nördlingen – Vechta 101:96, Herten – Leipzig 95:86.

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Foto: Überragend beim Spiel: Richard Williams.

Am Sonnabend kassierte der UBC bei den Schwelmer Baskets eine 89:101-Niederlage, die fünfte im 20. Saisonspiel, und zum ersten Mal kam eine Mannschaft auf mehr als 100 Punkte gegen den Tabellenführer aus Hannover.

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