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UBC Tigers wollen Güterbahnhof in Hannover nutzen

Heimspielstätte UBC Tigers wollen Güterbahnhof in Hannover nutzen

Die leere Halle des Hauptgüterbahnhofs in der Nordstadt von Hannover soll zur Heimspielstätte für den Basketball-Zweitligist UBC Tigers werden.

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Der Hauptgüterbahnhof am Weidendamm hat wieder eine Perspektive.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Seit Jahren steht der ehemalige Hauptgüterbahnhof in der Nordstadt nahezu leer, doch jetzt kommt Bewegung in die Verhandlungen um das Grundstück. Der Basketballverein UBC Tigers, der in der zweiten Bundesliga spielt, will einen Teil der riesigen Halle am Weidendamm zur Heimspielstätte umbauen. Entsprechende Pläne hat der Verein bereits dem Eigentümer der Immobilie, der ehemaligen Bahntochter Aurelis, vorgelegt. Auch habe man das Gelände schon gemeinsam in Augenschein genommen, bestätigt Raik Packeiser von der Agentur Insignis, die im Namen von Aurelis spricht. „Der Plan der Tigers ist durchaus eine interessante Option und wird weiterverfolgt“, sagt Packeiser. Aber das Konzept bedürfe einer Ergänzung, etwa durch Geschäfte, die sich ebenfalls unter dem Hallendach ansiedeln sollten.

Bisher trainieren die Basketballer in mehreren Hallen, die über das gesamte Stadtgebiet Hannovers verteilt sind. Ihre Heimspiele, die oft von mehr als 1000 Zuschauern besucht werden, richten sie derzeit in der AWD-Hall hinterm Stadion aus. Eine eigene Spielstätte im ehemaligen Güterbahnhof hätte den Vorteil, dass alle Mannschaften, von Kindern und Jugendlichen bis zu den Leistungssportlern, an einem gemeinsamen Stützpunkt trainieren. Auch könnte der Verein den Essens- und Getränkeverkauf bei den Heimspielen selbst übernehmen und dadurch zusätzliche Einnahmen erzielen.

Ratspolitiker unterstützen den Vorstoß der Basketballer. „Die Halle am Weidendamm liegt citynah und kann von Basketballfans, die mit dem Zug anreisen, gut erreicht werden“, sagt der Sportexperte der Grünen, Mark Bindert. Zudem, so ergänzt sein Fraktionskollege Michael Dette, werde der Güterbahnhof als Standort bekannter, sobald dort der Verein einzieht. „Wenn im Güterbahnhof Bundesligaspiele stattfinden, könnte das Impulse für eine weitere Nutzung des Geländes geben“, sagt Dette. Jetzt sei Aurelis am Zuge. Aber das Immobilienunternehmen will die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, denn die Frage der Finanzierung sei noch nicht geklärt, heißt es.

Seit 13 Jahren versuchen wechselnde Immobilienfirmen zusammen mit der Stadt das Areal zu vermarkten, mit geringem Erfolg. Lediglich die Post eröffnete 2008 in einem Neubau unter dem Hallendach ihren stadtweit größten Zustellpunkt und die größte Schließfach-Anlage niedersachsenweit. Doch die Poststelle füllt nur ein Siebtel der weitläufigen Bahnhalle. Einen weiteren Rückschlag mussten Stadt und Aurelis im vergangenen Jahr hinnehmen. Einem Antrag auf fast acht Millionen Euro Fördergeld aus Bundes- und Landeskassen wurde eine Absage erteilt. Da auch die Bausubstanz zu wünschen übrig lässt und Stützpfeiler vom Rost zerfressen werden, wie ein Gutachten feststellte, sah die Zukunft für den Güterbahnhof bisher düster aus. Das könnte sich jetzt ändern.

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