Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Ein Debütant ohne Lampenfieber

Alexander Zverev Ein Debütant ohne Lampenfieber

Alexander Zverev hat den Einstieg ins Profitennis mit beachtlichem Erfolg gemeistert. „Ich bin ein anderer Spieler als vor einem Jahr“, sagt er - und freut sich jetzt auf den Auftritt am Freitag beim Davis Cup in Hannover.

Voriger Artikel
Tschechen sehen sich nicht als Favoriten
Nächster Artikel
Kohlschreiber eröffnet im Davis Cup gegen Rosol

Alexander Zverev in Hannover.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Druck? Alexander Zverev schüttelte den Kopf. „Für manche mag es eine Belastung sein, vor heimischem Publikum zu spielen“, sagte der 18-jährige Tennisprofi gestern, als er auf sein mögliches Debüt im deutschen Davis- Cup-Team angesprochen wurde. „Ich komme aber ganz gut zurecht, das habe ich ja schon bewiesen.“

Der fast zwei Meter große Spieler fühlt sich in der Tat wohl auf den norddeutschen Courts. Vor knapp zwei Jahren gewann er das Finale des ATP-Challenger-Turniers in Braunschweig. Wenig später erreichte er beim ATP-Turnier am Rothenbaum das Halbfinale und bezwang auf dem Weg dorthin unter anderem den damaligen Top-20-Spieler Michail Juschny (Russland). Wenn das kein gutes Omen für den Auftritt in Hannover ist!

Das Selbstbewusstsein paart sich beim Hamburger aber auch mit einer Portion hanseatischer Bescheidenheit. „Ich weiß ja noch gar nicht, ob ich gegen Tschechien zum Einsatz komme, Dustin Brown trainiert auch sehr gut“, sagte Zverev mit Blick auf die Einzel am Freitag. Doch die Experten rechnen fest damit, dass der Teenager vermutlich gegen Tomas Berdych spielen wird, die Nummer 1 des Kontrahenten in der 1. Runde der Davis-Cup-Weltgruppe. Vor Kurzem in Marseille hat er die Nummer 7 der Weltrangliste über drei Sätze gefordert und knapp mit 3:6, 6:3, 5:7 verloren. „Da war ich etwas müde nach den vorangegangenen Turnieren“, sagte Zverev.

Verständlich angesichts der Jugend. Und Talente wie den Hamburger sollte der Deutsche Tennis Bund hegen. Zverev ist ohnehin schon der zweitjüngste Debütant im Davis Cup, nur der legendäre Boris Becker schlug schon mit 17 Jahren im wichtigsten Teamwettbewerb im Tennis auf. Und Parallelen zu dem gebürtigen Leimener muss sich Zverev spätestens seit seinem Sieg im Junioren-Einzel der Australian Open 2014 gefallen lassen.

Den Übergang zu den Erwachsenen hat der Jungprofi bisher gut gemeistert, das beweist auch der 56. Platz in der Weltrangliste. „Ich bin ein anderer Spieler als vor einem Jahr, ich bin physisch stärker“, sagte der Hamburger. Davon zeugen auch mittlerweile 86 Kilogramm Körpergewicht, Zverev ist nicht mehr jugendlich schlaksig.

Zverev ist auch mental gerüstet für den Davis Cup, den Einsatz dort empfindet er als „große Ehre“. Und er wirkt geerdet in seiner Familie - sein gleichnamiger Vater und Trainer trat im Davis Cup für die UdSSR an, Bruder Mischa, zehn Jahre älter, spielte in diesem Teamwettbewerb 2009 für Deutschland. Mischa muss übrigens aus der Ferne die Daumen drücken: Er bereitet sich in den USA auf eigene Turnierauftritte vor.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wie hat mein Verein gespielt

Von Kreisliga bis Bundesliga: Hier finden Sie alle Fußball-Ergebnisse.

Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.