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Thiele hört am Saisonende auf

Aligses Volleyball-Trainer Thiele hört am Saisonende auf

Nach fünf Aufstiegen in sechs Jahren hört Aligses Volleyballtrainer Harald Thiele nach elf Jahren zum Saisonende auf. Thiele hat das Team bis in die zweite Bundesliga geführt und war auch wegen seiner eindringlichen Motivationsreden bekannt.

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Quelle: Plümer

Aligse. An sein erstes Spiel als Trainer der SF Aligse kann sich Harald Thiele erinnern, als wäre es gestern gewesen. Dabei ist es bereits zehn Jahre her, dieses Auswärtsspiel in der Verbandsliga 3 beim SC Langenhagen. „Es war heiß, ich habe eine kurze Hose getragen, und ich habe meine Ansprache mit einem Stück Holz und einem Küchenmesser gehalten“, erinnert sich der 55-Jährige. Dieses Küchenmesser rammte er in das Holz, wollte damit verdeutlichen, dass man nicht nachlassen dürfe, wenn man seinen Fuß erstmal in der Tür hat. Zehn Jahre später kündigt Thiele an, dass er am Ende der laufenden Saison aufhören wird: „Mein Akku ist leer.“

„Die Bilder sind weg“

Die Geschichte vom Küchenmesser und dem Stück Holz ist inzwischen wie unzählige andere auch legendär. Sie wurde nicht nur bei Spase in Aligse immer wieder zum besten gegeben, bei zwei weiteren Spielen wiederholte Thiele diese Ansprache. Ohnehin war „Coach T“ bekannt dafür, für seine Ansprache vor und während der Spiele symbolische Bilder zu verwenden, die ihm meistens unter der Dusche eingefallen sind. Doch jetzt, zehn Jahre später, ist da keine Messer mehr, das er in ein Stück Holz rammt: „Diese Bilder sind weg. Und mir fällt auch in den Auszeiten nicht mehr viel ein. Das war vor drei Jahren noch anders.“

Bereits vor der laufenden Saison, der dritten Spielzeit in der 2. Bundesliga, hat Thiele mit sich gerungen. Der Mannschaft sagte er schließlich: „Ich bin zwar sehr müde, aber ich mache noch ein Jahr weiter.“ Zumal neben 50 bis 60 Trainingseinheiten pro Saison mit insgesamt 48 verschiedenen Spielern, wie Thiele ausgerechnet hat, bei den SFA viel Arbeit auf wenige Schultern verteilt ist. „Sponsoring, Organisation, Getränke, Gespräche mit der Stadt und so weiter“, zählt Coach T auf. Und arbeiten muss er ja quasi nebenbei auch noch.

Extra Motivation?

Als Nachfolger von Anne Warnecke hatte Thiele die Aligser Ende Mai 2006 übernommen. Mit keinem Namen ist die Erfolgsgeschichte der Sportfreunde in den letzten Jahren stärker verknüpft als mit seinem. Fünf Aufstiege in sechs Jahren, das etwas andere Spielsystem mit Angriffen über die Mitte, Emotionen, unzählige Auswärtsfahrten mit Parkplatzhopping, Derbys vor mehr als 1000 Zuschauern gegen den TSV Giesen – an schönen Erinnerungen mangelt es nicht. Doch jetzt ist Schluss. „Genug ist genug, und jetzt ist genug. Ich habe alles gehabt, was soll jetzt noch kommen?“

Und insofern ist seine Ankündigung, am Ende der Saison aufzuhören, durchaus auch als Motivation für seine Mannschaft zu verstehen. Seine letzte Spielzeit als Aligser Trainer soll am 22. April in Essen schließlich nicht so enden wie seine erste. Am Ende der Saison 2006/2007 stiegen die SFA als Schlusslicht mit 8:24 Punkten ab. Die Partie beim SCL ging vor zehn Jahren im Übrigen mit 2:3 verloren, Thieles letztes Heimspiel in Aligse wird am 8. April gegen den SV Lindow-Gransee über die Bühne gehen. Dann hat er schon bald Zeit für sich und seine Familie.

Christoph Hage

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