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Abrahams Heimspiel in der Tui-Arena

Boxkampf gegen Martin Murray Abrahams Heimspiel in der Tui-Arena

Arthur Abraham freut sich auf seinen Boxkampf in der hannoverschen Tui-Arena. „Ich habe viele Freunde und Verwandte in der Stadt, die mich unterstützen wollen“, sagte der 35-jährige Berliner. Der Box-Weltmeister rechnet mit viel Unterstützung bei seiner Titelverteidigung gegen den Briten Martin Murray. 

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Erster Ortstermin: Arthur Abraham (rechts) und Martin Murray ballen die Fäuste auf dem früheren Expo-Gelände.

Quelle: Petrow

Hannover. „Eine Zeit lang war ich alle drei Monate hier.“, sagt er. Abraham wird in der Halle auf dem früheren Expo-Gelände am 21. November in den Ring steigen. Dabei geht es um den Gürtel des Profiverbands WBO im Supermittelgewicht (Limit 76,203 Kilogramm). Der in Armenien geborene Weltmeister trifft wie berichtet in einer freiwilligen Titelverteidigung auf den Briten Martin Murray. Der 33-Jährige hat seine größten Erfolge im Mittelgewicht gefeiert, dort liegt die Gewichtsobergrenze bei 72,5 Kilogramm.

Murray gab sich auf der am Mittwoch Auftaktpressekonferenz zu diesem Kampf optimistisch. „Ich bin bereit, um den Titel mitzunehmen“, sagte er. Und sein Manager Eddie Hearn ergänzte: „Ich war schon überrascht, dass der Kampf zwischen Martin und Arthur zustande gekommen ist. Ich glaube, sie haben einen großen Fehler gemacht, weil wir gewinnen werden.“ Abraham konterte diese Aussagen martialisch: „Ich werde ihn für diese Worte im Ring bestrafen.“ Er sei noch nicht in Topform, ergänzte der 35-Jährige, aber er werde das bis zum 21. November schaffen. Er schätze Murray als guten Boxer, ergänzte der Berliner. „Aber es gibt bessere. Und keiner ist stärker als ich, wenn ich in den Ring steige.“

Der Boxstall Sauerland, dem Abraham angehört, freut sich laut Promoter Karl-Robin „Kalle“ Sauerland auf einen „großen Abend in Hannover. Die Stile beider Boxer passen gut zusammen.“ Trainer Georg Branowski, der im Augenblick mit Abraham als Vertreter des verletzten Hans-Ullrich „Ulli“ Wegner (Achillessehnenriss) arbeitet, erwartet einen spannenden Kampf. „Arthur hat Topwerte und ist in einem sehr guten Trainingszustand“, sagte er. Branowski zeigte aber auch deutlichen Respekt vor dem „kampfstarken“ Kontrahenten. Derweil versprach der auf der Pressekonferenz per Telefon zugeschaltete Wegner, in gut sechs Wochen in der
Tui-Arena dabei zu sein. „Wenn ich dann nicht auf den Beinen laufen kann, dann eben auf den Händen“, sagte der 73-jährige Sauerland-Cheftrainer.

Murray kassierte bei seinen bisherigen 35  Auftritten als Profi nur zwei Niederlagen, einmal boxte er remis. Bei aller Wertschätzung für den Briten ist zu berücksichtigen, dass er seine größten Kämpfe in einer leichteren Klasse bestritten hat. Er selbst gab am Mittwoch freimütig zu, dass es ihm leichter fällt, das höhere Limit im Supermittelgewicht zu erreichen. Erfahrung in dieser Klasse hat Murray aber kaum.

7000 Karten für Box-Spektakel

Die Ticketpreise liegen zwischen 30 und 400 Euro, der Veranstalter stellt zunächst 7000 Karten bereit. Der Kampfabend in der Tui-Arena beginnt um 18 Uhr, das Duell zwischen Abraham und Murray als Hauptereignis findet am späten Abend statt. Der Vorverkauf ist angelaufen über das Internetportal Tickethall sowie die Telefon-Hotline (0 18 06) 57  00 44. Die Kosten werden pro Gespräch abgerechnet.     

Die Boxer

Arthur Abraham begann seine Profikarriere im Mittelgewicht (bis 72,574  Kilogramm) und blieb in dieser Klasse ungeschlagen. 2009 wechselte der in Armenien geborene 35-Jährige, der seit 1995 in Deutschland lebt und seit 2006 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ins Supermittelgewicht (bis 76,203 Kilogramm). Er scheiterte aber im Super-Six-Turnier der besten Faustkämpfer im Halbfinale. Den WBO-Gürtel in dieser Gewichtsklasse holte er dann 2012 und 2014 gegen Robert Stieglitz, zwischendurch hatte er den Titel an den Magdeburger abgeben müssen. In diesem Jahr schlug Abraham im vierten WM-Duell Stieglitz sogar mit angebrochenem Kiefer.

Martin Murray ist eigentlich im Mittelgewicht zu Hause. Dort verschaffte sich der 33-Jährige Respekt, selbst wenn er nie einen WM-Gürtel gewinnen konnte. Bekannt wurde Murray in Deutschland durch den WBA-Titelkampf gegen Felix Sturm 2011 in Mannheim. Es gab ein Remis, obwohl manche Beobachter am Ring den Briten vorn gesehen hatten. Das WBC-WM-Duell gegen Sergio Martinez (Argentinien) verlor Murray umstritten nach Punkten. Klar war die Niederlage gegen den Kasachen Gennadi Golowkin durch K. o. in der 11. Runde. Doch auch in diesem WM-Kampf wurde Murray ein tapferer Auftritt bescheinigt.

Bisherige Weltmeisterschafts-Kämpfe in Hannover

Der „Tiger“ als Stammgast: Profiboxen in Hannover ist in der jüngeren Vergangenheit insbesondere mit dem Namen von Dariusz Michalczewski verbunden. Der Halbschwergewichtler, der 1968 in Danzig geboren wurde und 1988 in die Bundesrepublik flüchtete, bestritt allein vier Weltmeisterschaftskämpfe in der niedersächsischen Landeshauptstadt. In der Stadionsporthalle (heutiger Name Swiss-
Life-Hall) trat er dreimal in 18 Monaten an. Zunächst gewann er am 6. April 1996 gegen Asluddin Umarow aus Kasachstan durch technischen K. o. in der 5. Runde. Am 13. Dezember desselben Jahres schlug er den Franzosen Christophe Girard ebenfalls vorzeitig (technischer K. o. in der 8. Runde). Und am 4. Oktober 1997 bezwang er den Briten Nicky Piper (technischer K. o. in der 7. Runde). Den vierten Kampf in Hannover absolvierte Michalczewski in der Preussag-Arena (heute Tui-Arena) zu deren Eröffnung am 15. April 2000. Gegner war der Berliner Graciano Rocchigiani. Beide Boxer waren schon knapp vier Jahre zuvor im Wilhelm-Koch-Stadion am Hamburger Millerntor aufeinandergetroffen – der Kampf nahm ein umstrittenes Ende. Rocchigiani wurde disqualifiziert, weil er Michalczewski nach dem Trennkommando des Ringrichters getroffen hatte und dieser nicht mehr weiterkämpfen konnte. In Hannover dagegen war es wieder eine klare Angelegenheit für den „Tiger“ aus Danzig, „Rocky“ gab in der 9. Runde nach einem Niederschlag und deutlich zurückliegend auf.

Klitschkos schwarze Stunde: Es sollte eine Formsache werden. Wladimir Klitschko, damals 26 Jahre alt, traf am 8. März 2003 als WBO-Weltmeister im Schwergewicht auf den zehn Jahre älteren Südafrikaner Corrie Sanders. Der krasse Außenseiter zeigte aber wenig Respekt vor dem Ukrainer. Schon in der 1. Runde des Kampfes in der Preussag-Arena wurde Klitschko am Kinn getroffen. Er ging anschließend viermal zu Boden, sodass das Duell in der 2. Runde abgebrochen wurde – mit Sanders als Gewinner durch technischen K. o. Der jüngere Klitschko konnte erst drei Jahre später wieder einen WM-Gürtel erobern. Sanders dagegen legte wenig später den Titel nieder und versuchte auch Vitali Klitschko, Wladimirs Bruder zu bezwingen. Dieses Vorhaben ging aber im April 2004 schief.

Kurzauftritt des Riesen: Mit 2,13 Metern Körpergröße und drei Zentnern Gewicht war Nikolai Walujew der gewaltigste Schwergewichts-Weltmeister. Der Russe trat in der Tui-Arena zur ersten Titelverteidigung gegen den Jamaikaner Owen Beck an.Am 3. Juni 2006 gewann Walujew unspektakulär durch technischen K. o. in der 3. Runde.   

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Boxkampf in Hannover
Steigt in Hannover in den Ring: Profiboxer Arthur Abraham.

Box-Weltmeister Arthur Abraham verteidigt seinen WBO-Titel im Super-Mittelgewicht gegen den Engländer Martin Murray. Der Kampf geht am 21. November in der TUI-Arena in Hannover über die Bühne. 

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