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"Ein bisschen zu viel Adrenalin"
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Klippenspringen bei Schwimm-WM "Ein bisschen zu viel Adrenalin"

Klippenspringerin Anna Bader gewinnt bei der Schwimm-WM in Barcelona Bronze. Mit dem letzten Sprung büßte die Favoritin ihre Siegchance ein. Der erste Auftritt der Klippenspringer bei einer WM machte Lust auf mehr.

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Gold verpasst, Bronze geholt: Anna Bader.

Quelle: dpa

Mit der Bronzemedaille um den Hals posierte Klippenspringerin Anna Bader vor imposanter Bootskulisse am Hafen von Barcelona. Auf Gold hatte sie bei der WM-Premiere der waghalsigen Sportart gehofft, Rang drei war es geworden. "Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil ich natürlich lieber Gold gewonnen hätte. Aber gleichzeitig bin ich doch glücklich", schilderte die 29-Jährige ihre Gefühle nach einem Premieren-Wettkampf bei einer Schwimm-WM mit jeder Menge Nervenkitzel.

Gefeiert werden sollte bei "Paella und Sangria", wie sie mit einem Lächeln erzählte. Wenige Meter entfernt verfolgte Lutz Buschkow am Dienstag die Siegerehrung mit der deutschen Athletin auf Rang drei. "Anna hat im letzten Durchgang alles riskiert. Bei der ersten WM ist Platz drei ein tolles Ergebnis, darüber freuen wir uns natürlich sehr", sagte der DSV-Leistungssportdirektor und wies auf eine leichte Verletzung Baders hin.

Deswegen hatte sie auf das Einspringen verzichtet. Die siebenmalige Europameisterin bescherte dem Deutschen Schwimm-Verband bei den Titelkämpfen in Spanien aber immerhin die neunte Medaille.

"Fantastisch und superschön"

Bader musste sich der amerikanischen Siegerin Cesilie Carlton und deren Teamkollegin Ginger Huber geschlagen geben. Zur "vollsten Zufriedenheit" der Deutschen waren die beiden ersten der drei Durchgänge am Hafen von Barcelona mit atemberaubender Aussicht gewesen. Im dritten Versuch, so mutmaßte Bader, "habe ich vielleicht ein bisschen zu viel Adrenalin gehabt, vielleicht ein bisschen zu viel gewollt". Bronze baumelte um ihren Hals, in der rechten Hand hielt sie Blumenstrauß und WM-Maskottchen. Mit der linken Hand erklärte sie wiederholt den Fehler beim Eintauchen nach dem letzten Sprung.

Der schwierigste Sprung der Konkurrenz hatte im finalen Durchgang nicht wie gewünscht geklappt. Wegen des suboptimalen Eintauchens aus 20 Metern Höhe zogen die Wertungsrichter zu viele Punkte ab und Bader fiel noch vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Doch positiv war der WM-Tag für die Mainzerin dennoch. "Es war fantastisch und superschön, hier dabei zu sein, vor der Kulisse und mit dem Ambiente, mit dem Publikum. Ich hoffe, dass es der Kickstart war und es dann hoffentlich bald eine Revanche gibt", sagte Bader und hofft. "Eine Olympiateilnahme, wow, das wäre natürlich auch die Krönung."

Rund 70 Stufen mussten die Springerinnen auf dem Stahlgerüst vor jedem Satz erklimmen. Atemberaubend war dort oben in 20 Metern Höhe die Aussicht über die katalanische Metropole. Mehrere tausend Zuschauer, einige auf ihren Segel-Yachten im Hafen in der Sonne liegend, betrachteten das Spektakel mit nur sechs Sportlerinnen. Und als sich die Athletinnen bei je einem Pflichtsprung und zwei Kürsprüngen in die Tiefe stürzten, wurde es immer ziemlich still in der mitbangenden Fangemeinde. Im Wasser warteten drei Taucher, die gleich nach dem Sprung nach den WM-Teilnehmerinnen schauten. Bader wirkt in Macau beim ehemaligen Cirque-du-Soleil-Regisseur Franco Dragone in einer millionenschweren Aquatic Show mit. Sie liebt die Gunst der Zuschauer - das war ihr auch in Spanien wichtig. "Ich versuche deswegen auch so schön und ästhetisch wie möglich zu springen, damit man das genießen kann." Das konnten die Fans - und der erste Auftritt im High Diving weckte bei vielen von ihnen Lust auf weitere WM-Auflagen.

dpa

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