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Birgit Kober kritisiert Bedingungen für Behindertensportler
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Paralympics-Siegerin Birgit Kober kritisiert Bedingungen für Behindertensportler

Die zweimalige Paralympics-Siegerin Birgit Kober hat die schwierigen Startbedingungen für ambitionierte Behindertensportler kritisiert. Vor allem die Vereine wüssten mit Behindertensportlern nicht viel anzufangen.

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Bei den paralympischen Spielen war sie ganz oben: Birgit Kober.

Quelle: dpa

Berlin.  „Es gibt sehr viel Unsicherheit. Verbände und Vereine wissen gar nicht, wie sie damit umgehen sollen“, sagte die 41 Jahre alte Leichtathletin in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe).

Viele Vereine „fürchten Kosten, die auf sie zukommen könnten“. In ihrem Fall, erklärte die für TSV Bayer 04 Leverkusen startende und in München trainierende Athletin, „hatten Trainer sogar Angst, dass sie womöglich ihre Trainerlizenz verlieren könnten, wenn sie mit mir arbeiten - Schwachsinn!“, kritisierte die „Behindertensportlerin des Jahres“. Kober hatte bei den diesjährigen Paralympics in London Gold im Kugelstoßen und Speerwerferin gewonnen - jeweils mit Weltrekord.

Als die Münchnerin im Jahr 2008 nach einem Klinik-Aufenthalt wieder mit dem Sport anfangen wollte, gab es in Bayern „keinen Verein, für den ich als Leichtathletin im Rollstuhl starten konnte“. Aus Berlin sei eine Absage gekommen. In Leverkusen hieß es, „mittrainieren wäre schwierig, weil man die Trainingsprogramme umstellen müsste“. Kober durfte für den Verein aber unter der Bedingung starten, „dass ich weiter in Bayern trainiere“.

dpa/sag

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