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Blamage für Bayer, Bremen, Wolfsburg und Freiburg

DFB-Pokal Blamage für Bayer, Bremen, Wolfsburg und Freiburg

Die Überraschungen in der ersten DFB-Pokalhauptrunde blieben auch in diesem Jahr nicht aus. Schalke, Paderborn und Greuther Fürth feierten Kantersiege. Leverkusen verspielte eine 3:0-Führung. Auch Wolfsburg, Werder und Freiburg sind draußen. Randale gab’s beim BFC Dynamo.

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Kölns Milivoje Novakovic (l) und der Wiedenbrücker Carsten Strickmann kämpfen um den Ball.

Quelle: dpa

Düsseldorf. Randale in Berlin, Feiertag für die Außenseiter, Blamage für die Favoriten. Gleich vier Bundesligaclubs schieden bereits in der ersten DFB-Pokalhauptrunde aus, drei Erstligisten kamen nur mit viel Dusel in der Verlängerung weiter. Zudem wurden einige Zweitligisten von unterklassigen Teams überrascht. Das peinlichste Pokal-Aus leistete sich Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen beim 3:4 in Dresden, doch auch Werder Bremen (1:2 beim 1. FC Heidenheim), der VfL Wolfsburg (2:3 bei RB Leipzig) und der SC Freiburg durch das 2:3 am Sonntag beim Drittligisten SpVgg Unterhaching sind bereits gescheitert.

Mijo Tunjic stellte den Hachinger Sieg mit gleich zwei verwandelten Foulelfmetern (47./87.) sicher, die dem neuen SC-Coach Marcus Sorg den Pflichtspieleinstand gründlich verdarben. „Das ist eine Niederlage, die richtig wehtut“, klagte der Freiburger Trainer.

„Das ist bitter. Das war eine total unnötige Niederlage“, meinte auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler nach dem bitteren K.o. bei Zweiliga-Aufsteiger Dynamo Dresden. 3:0 führte die Werkself, ehe die Gastgeber eine fulminante Aufholjagd zum 3:3 starteten und Alexander Schnetzler in der Schlussphase der Verlängerung der 4:3-Siegtreffer gelang. „Ich bin hier im falschen Film“, meinte Bayer-Stürmer Stefan Kießling. Neu-Trainer Robin Dutt kündigte ungemütliche Tage an, die Sachsen hingegen feierten. „Nach dem 0:3 habe ich eigentlich nicht mehr dran geglaubt“, gab Dynamo-Trainer Ralf Loose zu. Siegtorschütze Schnetzler schwärmte: „Das ist alles unfassbar.“

Von schweren Ausschreitungen überschattet wurde der 3:0-Sieg des 1. FC Kaiserslautern beim ehemaligen DDR-Rekordmeister BFC Dynamo. Hunderte Rowdys stürmten in Berlin den Gästeblock, wo es zu Schlägereien kam. Erst die Polizei konnte die Fan-Gruppen trennen. 18 Polizisten wurden verletzt, 50 Ermittlungsverfahren gegen Hooligans eingeleitet. „Die sollen sich doch im Wald kloppen. Solche Idioten wollen wir hier nicht haben. Sie haben uns einen Bärendienst erwiesen“, sagte BFC-Kapitän Amadeus Wallschläger.

Nicht besser als Leverkusen erging es dem VfL Wolfsburg, der beim viertklassigen Club aus Leipzig patzte. „Wenn man so schlecht gegen einen Viertligisten spielt, stimmt etwas nicht. Tatsache ist, dass das wahrscheinlich Konsequenzen hat“, sagte Trainer Felix Magath. Überragender Spieler der Leipziger beim 3:2-Erfolg war Dreifach-Torschütze Daniel Frahn. „Ein entscheidendes Tor hätte ich mir vielleicht erträumt, aber nicht gleich drei“, sagte der Stürmer.

Auch Werder Bremen erlebte sein Pokal-Desaster. Innerhalb von 100 Sekunden drehte der 1. FC Heidenheim durch die Treffer von Christian Sauter und Marc Schnatterer die Partie gegen die Hanseaten und zog mit dem 2:1-Erfolg in die nächste Runde ein. „Materiell und vom Image her ist das ein großer Schaden für den Verein“, sagte Geschäftsführer Klaus Allofs. „Wenn wir so weiterspielen, wird es keine bessere Saison als die vergangene“, befürchtete Kapitän Clemens Fritz.

Nur knapp an Riesenblamagen vorbei schrammten 1899 Hoffenheim gegen den Sechstligisten Germania Windeck und der FSV Mainz 05 gegen den Fünftligisten SVN Zweibrücken. Fabian Johnson (98.) und Ryan Babel (116.) schossen 1899 erst in der Verlängerung zu einem 3:1 und ersparten dem neuen Trainer Holger Stanislawski so ein bitteres Aus bei seinem Pflichtspiel-Debüt. Petar Sliskovic (95.) und Sami Allagui (115.) erlösten Mainz beim 2:1-Erfolg ebenfalls erst im Nachsitzen.

Gerade noch einmal davongekommen ist auch Bundesliga-Aufsteiger FC Augsburg, der sich in der letzten Minute der Verlängerung durch einen Kopfballtreffer von Jonas de Roeck den 2:1-Erfolg beim Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen sicherte. Zdravko Kuzmanovic rettete dem VfB Stuttgart den 2:1-Erfolg beim SV Wehen Wiesbaden. Dabei musste Neuzugang Ermin Bicakcic, der das 1:0 für den VfB erzielte, mit einer schweren Knieverletzung ausgewechselt werden.

Ohne große Mühe zogen dagegen der 1. FC Köln (3:0 beim SC Wiedenbrück), Hertha BSC (4:0 bei ZFC Meuselwitz), Hannover 96 (6:0 bei Anker Wismar), Borussia Mönchengladbach (3:1 in Regensburg), der 1. FC Nürnberg (5:1 in Bielefeld) und Meister Borussia Dortmund (3:0 in Sandhausen) in die nächste Runde ein. Der Hamburger SV zitterte sich zu einem 2:1 beim VfB Oldenburg. Zweitliga-Club Fortuna Düsseldorf gewann 3:0 bei Hessen Kassel. Die Zweitligisten 1. FC Union Berlin, Energie Cottbus und der FC St. Pauli verabschiedeten sich dagegen bei Regionalligateams aus dem Wettbewerb.

Die meisten Treffer in der ersten Runde gelangen Cupverteidiger FC Schalke 04 beim 11:1 gegen Siebtligist FC Teningen. Der Niederländer Klaas Jan Huntelaar traf dabei viermal. Der SC Paderborn und die SpVgg Greuther Fürth feierten jeweils 10:0-Schützenfeste. Gleich viermal war der Fürther Sercan Sararer gegen die junge Elf des Sechstligisten Eimsbütteler TV erfolgreich.

dpa

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