Mit insgesamt 14 000 Besuchern in der AWD-Hall waren die drei Vorstellungen der Tournee „Body Talk“ restlos ausverkauft. Und das Publikum bestaunte die Darbietungen der Sportler und Artisten, die eindrucksvoll zeigten, dass Turnen schon lange nichts mehr mit Freiübungen aus der Kaiserzeit gemein hat. Anastasia Gorbatyuk und Alexander Barleben wirkten schon vom Körperbau (sie zierlich, er einen Kopf größer und kraftvoll) wie ein Eislaufpaar und verschmolzen während ihrer anmutigen Darbietung zu einer nahezu perfekten Einheit.
Die Sportakrobaten standen für den besinnlichen Teil des von Regisseurin Heidi Aguilar kurzweilig komponierten Programms, in dem aber auch mächtig Tempo gemacht wurde – beispielsweise von dänischen Springinsfelden mit Salti auf einem Sofa. Für die richtige Einstimmung sorgten an beiden Tagen drei Gruppen aus Niedersachsen – der VfL Hannover mit „Annas Sternentraum“, der SV Holm-Seppensen aus der Nordheide mit seiner „Kaperfahrt“ und die TSG Ahlten mit einer Hommage an die vergangene Kindheit.
Ein „Dauerbrenner“ beim „Feuerwerk“ wurde indes schmerzlich vermisst: Klaus Stelter von der Showgroup des Niedersächsischen Turnerbundes erlitt bei der Generalprobe einen Achillessehnenriss und kann bei der 23. Auflage erstmals nicht aktiv mitwirken. Doch der 43-jährige Hannoveraner hilft nun im Hintergrund mit, soweit es seine Verletzung zulässt.
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