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Das sind die Renntalente der Neuen Bult

Hannoverscher Rennverein Das sind die Renntalente der Neuen Bult

Am Sonntag steht auf der Rennbahn an der Neuen Bult der Renntag der Landwirtschaft an, zu dem mehr als 10.000 Besucher erwartet werden. Der gastgebende Hannoversche Rennverein ist inzwischen aber mehr als nur ein Ausrichter. Er bringt viele talentierte Pferde hervor.

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Hier laufen sie: Auf der Rennbahn an der Neuen Bult sind die Talente zu Hause.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Die Neue Bult ist eine Reise wert. Auf der Rennbahn in Langenhagen wird Galoppsport mit gutklassigen Rennen (bis Gruppe II) und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm geboten – das gilt auch für diesen Sonntag mit dem Renntag der Landwirtschaft (Beginn um 12.30 Uhr), zu dem wieder mehr als 10 000 Besucher erwartet werden. Auch namhafte Trainer und Jockeys aus Deutschland, Frankreich und von den britischen Inseln schätzen die Bedingungen in Langenhagen so sehr, dass sie dort regelmäßig zu Gast sind.

Der Hannoversche Rennverein (HRV) ist aber im vergangenen Jahrzehnt nicht nur zu einem gefragten Gastgeber geworden. Von der Neuen Bult, genauer aus dem benachbarten Trainingszentrum, kommen hoch talentierte Pferde, die gerade in jüngster Zeit einige große Galopprennen gewonnen haben. So setzte sich vor Kurzem der vierjährige Hengst Iquitos im Großen Preis von Baden durch. Der Vierbeiner gehört einer kleinen Besitzergemeinschaft, die in Langenhagen mit Hans-Jürgen Gröschel einen erfahrenen und geradlinigen Trainer gefunden hat. Der 73-Jährige garantiert nicht nur eine individuelle Vorbereitung, er tüftelt auch akribisch an der richtigen Renntaktik. Iquitos stammt zudem aus Langenhagen, er wurde im Gestüt Evershorst geboren, das der Familie Buhmann gehört. Die Buhmanns sind auch Züchter und Besitzer der Stute Lustige, das Pferd schaffte 1955 ein seltenes Double mit den Siegen im Deutschen Derby und dem Preis der Diana.

Doch nicht nur die Namen Gröschel und Buhmann stehen für Triumphe von Vollblütern aus Langenhagen. Die Trainer Christian Sprengel und Paul Harley machten das Kölner Oppenheim-Union-Rennen (Gruppe II) zuletzt zu einer hannoverschen Angelegenheit. Und das Gestüt Brümmerhof, das vom HRV-Präsidenten Gregor Baum betrieben wird, stand 2011 im Rampenlicht. Da gewann die Stute Danedream den Prix de l’Arc de Triomphe in Paris. Wir stellen die großen Sieger von der Neuen Bult vor.

Das sind die fünf Trümpfe von der Neuen Bult

Iquitos machte seinen Trainer fast sprachlos. „Ich habe so gebrüllt, dass ich heiser bin“, krächzte Hans-Jürgen Gröschel nach dem Sieg des Vierjährigen und seines Jockeys Ian Ferguson im Großen Preis von Baden. Das Rennen hat das höchste Prestige hierzulande gemeinsam mit dem Deutschen Derby. Und Gröschel freute sich so sehr über den späten Gruppe-I-Treffer in seiner Karriere, dass er wohl doch über 2017 hinaus als Galoppcoach
tätig sein will. Zu dieser Erfolgsgeschichte gehört auch eine wundersame Heilung. „Iquitos hatte im Herbst 2015 eine Darmverschlingung“, sagte Gröschel. Nur ein schnelles Eingreifen des Veterinärs und eine umgehende Operation in der Tierärztlichen Hochschule retteten das Leben des Vollblüters.

Kaldera hat einen langen Atem. Die gute Kondition spielte die fünfjährige Stute beim Deutschen St. Leger 2014 in Dortmund aus, sie gewann dieses klassische Zuchtrennen (Gruppe III) über 2800 Meter. Kaldera gehört einer Besitzergemein-
schaft um den früheren Fußballprofi von Hannover 96, Mike Hanke, und den Bad Harzburger Spielerberater Lars-Wilhelm Baumgarten. Trainiert wurde sie damals von Paul Harley. Zuletzt überzeugte die Stute im Juli 2015 mit einem 3. Rang beim Großen Hansa-Preis in Hamburg.

Danedreams Züchter lassen ihre Pferde auf der Neuen Bult vorbereiten. Die acht Jahre alte Stute stammt aus dem Gestüt Brümmerhof, das den Eheleuten Gregor und Julia Baum gehört. Noch als Zweijährige war sie so schmächtig, dass sie ein Möbelhausbesitzer aus Baden für 9000 Euro erwerben konnte. Trainer Peter Schiergen formte Danedream in Köln dann zum erfolgreichsten deutschen Rennpferd aller Zeiten mit einer Gewinnsumme von 3,6 Millionen Euro. Sie siegte 2011 und 2012 bei den wichtigsten europäischen Rennen, dem Prix de l’Arc de Triomphe in Paris und den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in Ascot sowie im Großen Preis von 
Baden und im Großen Preis von Berlin. Heute steht sie als Mutterstute in England.

Shimrano stammt wie Danedream aus dem Gestüt Brümmerhof, wurde im Gegensatz zu der Erfolgsstute aber in Langenhagen zum Rennpferd geformt. Trainer Paul Harley feierte Ende 2014 mit dem noch Zweijährigen ein vielversprechendes Debüt auf der Neuen Bult und machte ihn im Frühjahr 2015 zum Siegpferd. Der Hengst gewann das Oppenheim-Union-Rennen in Köln und avancierte wie 
ein Jahr später Boscaccio aus demselben Trainingsquartier zum 
Derbyfavoriten. Doch auch Shimrano war dieser Rolle nicht gewachsen und wurde Elfter.

Boscaccio galt bis zum Juli als das neue Wunderpferd auf der Neuen Bult. Der Dreijährige, der einer kleinen Besitzergemeinschaft um den Hamburger Rainer Hupe gehört, wurde von Christian Sprengel in den ersten vier Rennen seines Lebens zu vier Siegen geführt. Vor allem die überlegene Vorstellung im Oppenheim-Union-Rennen in Köln machte Boscaccio zum Derbyfavoriten. Doch am Renntag in Hamburg-Horn passte das tiefe Geläuf nicht, der Hengst wurde Achter.c

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