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Deutsche Motorrad-Rennfahrer Bradl und Folger siegen bei WM

Historischer Tag Deutsche Motorrad-Rennfahrer Bradl und Folger siegen bei WM

Erstmals seit 20 Jahren haben zwei deutsche Motorrad-Rennfahrer Klassensiege bei einem WM-Lauf errungen. Bradl feierte in Silverstone bereits seinen vierten Saisonerfolg in der Moto2. Folger trug sich erstmals in eine Grand-Prix-Siegerliste ein.

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Stefan Bradl.

Quelle: dpa

Silverstone. Stefan Bradl und Jonas Folger haben am Sonntag im Dauerregen von Silverstone ein Stück Motorrad-WM-Geschichte geschrieben. Erstmals seit 20 Jahren wurde die deutsche Hymne zweimal bei einem WM-Lauf gespielt. Nachdem zunächst Bradl in der Moto2 seinen vierten Saisonerfolg bejubelt hatte, trug sich in der 125-Kubikzentimeter-Klasse Folger erstmals in die Siegerlisten ein. Er ist mit seinen 17 Jahren auch der bislang jüngste deutsche Grand-Prix-Gewinner.

Casey Stoner aus Australien übernahm mit seinem dritten Platz hintereinander in der „Königsklasse“ MotoGP auf Honda die WM-Führung, da Weltmeister Jorge Lorenzo (Spanien/Yamaha) nach einem Sturz ausgeschieden war.

Der „Vettel-Finger“ noch in Schräglage deutete die Gefühlslage von Stefan Bradl bereits an. Als der Zahlinger sein Motorrad nach seinem Erfolg abgestellt hatte, brachen alle Dämme. Sekundenlang stützte er sich gedankenverloren auf seine Kalex, griff sich dann an den Helm und schüttelte immer wieder den Kopf. Der Erfolg war für den 21-Jährigen eine Premiere: Nie zuvor hatte Bradl ein Regenrennen gewonnen.

„Mir fehlen die Worte. Es war wohl das stärkste Rennen meiner Laufbahn“, sagte er. Das sei „ein unglaublich gutes Gefühl“. Erstmals in dieser Saison von Startplatz drei und nicht von der Pole Position ins Rennen gegangen, zeigte er, dass auch diesmal der Sieg nur über ihn führen würde. Bereits vor der ersten Kurve eroberte er die Führung. Nur zweimal gab er diese an Konkurrenten ab, die aber wegen der kontinuierlich hohen Geschwindigkeit Bradls im Ziel das Nachsehen hatten.

Das „Uhrwerk aus Zahling“ spulte trotz widriger Bedingungen sein Pensum herunter. Allerdings nicht ganz ohne Schrecksekunden: Sowohl in der Anfangsphase als auch fünf Runden vor dem Ende brach sein Motorrad an exakt der gleichen Stelle aus. Im Stile eines Routiniers gelang es Bradl aber, die Maschine wieder unter Kontrolle zu bringen.

Der Bradl-Sieg motivierte auch Jonas Folger. Der Bayer hatte bereits im Warm up mit der besten Zeit angedeutet, dass er sich im Regen wohlfühlt. Allerdings stürzte er dort. Das war der letzte Weckruf. Von Position fünf kommend, war er bereits zu Beginn der zweiten Runde in Führung. Die war lange Zeit hart umkämpft, denn sein Team-Kollege Johann Zarco ließ den 17-Jährigen nicht davonziehen. Erst auf den letzten fünf Runden erarbeitete sich Folger den entscheidenden Vorsprung, der es ihm sogar erlaubte, nur auf dem Hinterrad fahrend die Ziellinie zu überqueren.

„Ich kann das Ganze noch gar nicht glauben“, sagte Folger nach seinem Erfolg. „Das war absolut schwierig, weil nach dem Sturz im Warm up die Fahrwerkseinstellung noch mal etwas geändert wurde und sie fast zu hart war. Ich bin sehr oft gerutscht. Jetzt bin ich nur noch glücklich.“ Wegen seines Alters bekam er keinen Siegersekt, stattdessen trank er einen Energy-Drink.

Sandro Cortese aus Berkheim betrieb als Siebter Schadensbegrenzung, verlor aber seinen zweiten Platz in der WM-Gesamtwertung an Folger. Dieser hat noch 35 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Nicolas Terol.

dpa

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