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Deutsche Schwimmer ohne Medaillenglück

Schwimm-WM Deutsche Schwimmer ohne Medaillenglück

Der vorletzte WM-Tag brachte für die deutschen Schwimmer nichts Zählbares. Die Lagen-Staffel disqualifiziert, Meeuw und Brandt nicht im Finale. Nun soll die Männer-Staffel wie 2009 noch eine Medaille holen. Die abgereiste Britta Steffen will sich bald erklären.

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Helge Meeuw kann sich am Sonntag auf seinen Start in der Lagen-Staffel konzentrieren.

Quelle: dpa

Shanghai. Michael Phelps feierte seinen 25. WM-Titel, keinen Grund zum Jubeln hatten die deutschen Schwimmer. Die Lagen-Staffel der Frauen über 4 x 100 Meter wurde wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert, Dorothea Brandt und Helge Meeuw verpassten am Samstag das Finale in Shanghai nach hoffnungsvollen Vorläufen. Vor dem Schlusstag mit der Medaillenhoffnung der Männer-Lagenstaffel blieb es damit bei der mageren Ausbeute von vier Bronzemedaillen der Beckenschwimmer.

Als Siebte schlugen Jenny Mensing, Sarah Poewe, Sina Sutter und Daniela Schreiber nach 4:00,78 Minuten an, blieben aber ohne Platzierung, weil Poewe bei ihrem Wechsel zu früh ins Wasser sprang. „Wir haben das ’Go’ bekommen, dass wir mutige Wechsel machen dürfen“, sagte Schlussschwimmerin Schreiber. Die USA gewannen in 3:52,36 Minuten und verfehlten den Weltrekord nur um 17/100 Sekunden. Titelverteidiger China wurde Zweiter vor Olympiasieger Australien.

In der Lagen-Staffel der Männer soll Paul Biedermann im Finale als Schlussschwimmer starten. Der zweimalige Bronzemedaillengewinner von Shanghai hat auf seiner Nebenstrecke 100 Meter Freistil einen stärkeren Trainings-Eindruck als die teaminterne Konkurrenz hinterlassen. Damit tritt das Quartett in der selben Aufstellung wie beim WM-Silber 2009 an. Biedermanns Freundin Britta Steffen wird sich bis Montag zu den Gründen für ihren vorzeitige Abreise äußern, hieß es. „Wir haben Kontakt, es geht ihr gut“, sagte Biedermann der ARD.

Äußerst unglücklich verlief für die 27-jährige Dorothea Brandt ihre erste Schwimm-WM überhaupt. Nach zwei Wochen des Wartens auf ihren ersten Einsatz verpasste die Berlinerin in 25,06 Sekunden um 1/100 den Endlauf über 50 Meter Freistil. „Ich habe Fehler gemacht die einem Teenie passieren, die man macht, wenn man zwei Jahre lang kein Rennen geschwommen ist. Ich könnte mich selbst ohrfeigen“, sagte Brandt.

Meeuw kann sich am Sonntag auf seinen Start in der Lagen-Staffel konzentrieren. Allzu traurig war er nicht nach dem Halbfinal-Aus über 50 Meter Rücken zuzuschauen. „Das ist ärgerlich, aber kein Beinbruch. Wir sind alle heiß auf die Lagenstaffel“, sagte Meeuw. Im Vorlauf war er wie Brandt noch deutlich schneller gewesen.

Superstar Phelps schnappte sich sein drittes Gold von Shanghai. Er war über 100 Meter Schmetterling erneut nicht zu schlagen und sicherte sich seinen insgesamt 25. WM-Titel. Der Rekord-Olympiasieger gewann über diese Strecke als Erster dreimal in Serie. „Das ist okay, aber bis Olympia ist noch viel zu tun“, sagte er.

Cesar Cielo schwamm zu seinem zweiten Shanghai-Sieg. Der Olympiasieger aus Brasilien verteidigte seinen Titel über die 50 Meter Freistil. Zuvor hatte Cielo die 50 Meter Schmetterling gewonnen. Die Reaktionen des Publikums waren wieder verhalten: Cielo hatte erst nach einem Freispruch durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS bei der WM starten dürfen. Seine positive Doping-Probe mit einem Furosemid-Befund soll durch Verunreinigungen in einer brasilianischen Apotheke entstanden sein.

Weitere WM-Titel gingen an die Niederländerin Inge Dekker (50 Meter Schmetterling) und die erst 16-jährige Amerikanerin Melissa Franklin. Eine Stunde nach ihrem Sieg über 200 Meter Rücken sicherte sie als Schlusschwimmerin den USA das Staffel-Gold. Die 800 Meter Freistil und damit das erste WM-Gold für die bisher so enttäuschenden Briten holte Rebecca Adlington.

dpa

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