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Deutsches Freiwasser-Trio gewinnt Gold

Schwimm-WM Deutsches Freiwasser-Trio gewinnt Gold

Gold für Deutschland - und das ohne Thomas Lurz! Am sechsten WM-Tag erklingt bei der Schwimm-WM in Kasan erstmals die deutsche Hymne. Die Beckenschwimmer jubeln auf der Tribüne mit, der Rekordchampion freut sich zu Hause. Eine Sorge schwamm bei Weltmeisterin Härle aber mit.

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Rob Muffels, Isabelle Haerle und Christian Reichert haben in Kasan Gold im Teamrennen über 5 Kilometer gewonnen.

Quelle: Martin Schutt/dpa

Kasan. Mit der Goldmedaille in der Hand wagte Isabelle Härle einen kecken Blick zu den hinter ihr stehenden Weltmeister-Kollegen. "Ich hatte wieder ein bisschen Angst vor denen", scherzte die Freiwasserschwimmerin und lachte zusammen mit ihren "Männern" Christian Reichert und Rob Muffels, "nicht, dass da beim Schwimmen mal jemand nach hinten kommt und mir eine über die Rübe gibt." Auch ohne den zurückgetretenen Rekordchampion Thomas Lurz war das deutsche Trio im Team-Rennen über fünf Kilometer zu schnell für die Konkurrenz.

Nach Bronze 2011 und Gold 2013 gab es am Donnerstag bei der WM in Kasan wieder den Titel - der erste für die deutsche Mannschaft bei den bis dahin 18 Wettbewerben in Russland. "Super Ergebnis, toll für das Team", übermittelte Lurz aus der Würzburger Heimat. "Wir haben schon mit einer Medaille spekuliert. Dass es Gold wird, ist ein Hammer-Ding. Sie haben das Ding optimal gerockt", schwärmte Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz. Als am WM-Fluss Kasanka dann das erste Mal die deutsche Hymne erklang, zückte auch Leistungssportdirektor Lutz Buschkow sein Smartphone und filmte "an einem sehr schönen Tag" mit.

"Deutschland, Deutschland" schallte es aus der Delegation mit vielen Beckenschwimmern, die eine Nationalfahne hochhielten und jede Menge Fotos knipsten. Zuvor hatten allerdings auch sie nach dem Vollspeed-Auftritt von Härle, Reichert und Muffels zunächst bangend auf die Anzeigetafel blicken müssen. Nacheinander waren die Teams mit je zwei Männern und einer Frau auf die fünf Kilometer gestartet. Nachdem die Deutschen mit Startnummer 14 und einer Topzeit von 55:14,4 Minuten angeschlagen hatten, ging jeder im Team nach dem Blick auf die Trainerstoppuhren von Gold aus. Aber selbst Bundestrainer Lurz war "etwas hibbelig". "Das ist immer ein bisschen nervenaufreibend", gestand auch Härle. Erst zwölf Minuten nach dem eigenen Anschlag war das Gold offiziell, weil die Zeit der Brasilianer nicht auftauchte. Silber teilten sich die Südamerikaner mit 16,8 Sekunden Rückstand zusammen mit Holland.

"Zweimal Weltmeister in Folge zu werden ist ein Riesending. Wir sind einfach überglücklich", erklärte Frontschwimmer Reichert, der den Sieg nicht über den von 2013 mit Lurz heben wollte. "Es war eine super Teamleistung mit ihm und jetzt ohne ihn. Die Frau ist die Entscheidende." Dass Härle, die im Gegensatz zu Reichert das Olympia-Ticket über zehn Kilometer löste, folgen konnte, lag nicht nur an eigener Stärke, sondern auch an Mittelsmann Muffels. "Viel schneller hätte Isi nicht schwimmen können", erklärte der 20-Jährige. Wohl wahr! "Das war nach einer dreiviertel Runde schon mehr als am Limit", schilderte Härle. Trotzdem machte sie auch in Runde zwei und bis zum Ziel viel Dampf. Und hatte dabei auch den dritten Rang von der EM in Berlin im Hinterkopf.

"Ich bin erleichtert, letztes Jahr war es nicht so optimal und ich weiß, dass es an mir lag", erinnerte sich Härle ungern. "Ich hatte echt Schiss, dass es diesmal wieder in die Hose geht, auch wenn man bei einem dritten Platz bei der EM nicht von "in die Hose gehen" reden kann. Aber es war super, dass es zu Gold gereicht hat." Nach Silber von Muffels und Bronze von Finnia Wunram über fünf Kilometer war es die dritte deutsche Medaille in Russland - im Freiwasser soll am Samstag über 25 Kilometer weiteres Edelmetall folgen.

dpa

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