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Gfl Hannover verzichtet auf die Aufstiegschance

Geld reicht nicht aus Gfl Hannover verzichtet auf die Aufstiegschance

Es gibt viel Grund zum Feiern bei der GfL Hannover. Die Volleyballerinnen des Vereins haben die beste Spielzeit seit Jahren absolviert. Trotzdem verzichtet die Gfl Hannover auf die Aufstiegschance in die 2.Liga, weil das Geld nicht reicht. 

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29.1.2017 , Volleyball , GfL Hannover (Damen) 

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Nach zwei Jahren, in denen sich die Mannschaft eher im unteren Tabellenbereich der 3. Liga aufgehalten hatte, gelang nun schon am vorletzten Spieltag dieser Saison die Sicherung des zweiten Platzes. Und dieser Rang eröffnet der GfL unvermutete Perspektiven mit der Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga - eigentlich.

Das große Aber benennt Trainer Michael Meyer. „Uns fehlt das Geld für einen etwaigen Aufstieg“, sagte der 60-Jährige, der seit 30 Jahren im Volleyballsport tätig ist. Auf 75 000 Euro beziffert Meyer allein die Kosten für die sogenannte Grundstruktur. Weitere Posten würden den Saisonetat auf eine „niedrige sechsstellige Summe“ (Meyer) anwachsen lassen. In einem solchen Budget sind noch nicht einmal Profispielerinnen eingeplant, die es in den Spitzenmannschaften der 2. Liga durchaus gibt. „Wir würden selbst bei einem Aufstieg weiter mit Amateuren planen“, sagte Meyer. „Die GfL ist ein breitensportlich aufgestellter Verein.“

Ein weiteres Problem stellt sich im Aufstiegsfall für die hannoverschen Volleyballerinnen bei der Benennung der Spielstätte. Im Augenblick finden die Begegnungen um Punkte in der neuen Halle der Freien Waldorfschule am Maschsee statt. „Es ist der einzige Ort mit einem farblich abgesetzten Volleyballfeld“, sagte Meyer. Die Halle am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ist aber nicht zweitligatauglich, weil die Tribüne fehlt. Die GfL müsste in einem solchen Falle umziehen an Orte, die „nachgerüstet“ werden mit einem farbigen Spielfeld. Denkbar wären Spiele in der neuen Sporthalle in der Birkenstraße, der Heimstatt der Bundesliga-Basketballerinnen des TK Hannover. Oder auch Auftritte in der Unihalle am Moritzwinkel. „Da hat schon der 1. VC Hannover zu seinen Bundesligazeiten gespielt“, sagte Meyer. Das liegt aber vier Jahrzehnte zurück.

Die passende Halle ist aber nicht das einzige Puzzlestück, um Zweitliga-Volleyball in Hannover zu ermöglichen. „Wir hoffen schon, dass wir in zwei Jahren entsprechende Strukturen schaffen können“, sagte Meyer. Dazu gehört auch die Akquise von Sponsoren, um ein Budget in sechsstelliger Höhe stemmen zu können. Diese Aufgabe ist aber ambitioniert, wie Meyer einräumt, angesichts der hannoverschen Sportlandschaft mit einem Fußball-Proficlub und einem Handball-Erstligisten. „Uns fehlt ein Volleyball-Verrückter, der sich bei uns engagiert“, sagte Meyer augenzwinkernd. „Und wir sollten die Kräfte in Hannover bündeln.“ Helfen könnte die künftig klare Position der GfL als Nummer 1 der Region im Frauen-Volleyball. Der SC Langenhagen, bisher ebenfalls Drittligist, steigt ab.

Vorerst aber freut sich Meyer über die Entwicklung seines Teams. „Wir hatten uns zu Saisonbeginn den vierten Platz vorgenommen angesichts vier starker Neuzugänge“, sagte der Trainer. Er verspricht aber zugleich, dass trotz der unerwarteten Steigerung mit der Vizemeisterschaft die GfL im letzten Saisonspiel noch einmal alles geben wird. Es findet am 8. April in der Waldorfschule gegen Langenhagen statt. „Das ist immerhin ein Derby“, sagte Meyer.

Auf einen sportlichen Leckerbissen im Herbst freuen sich die Frauen der GfL ebenfalls. Am 8. Oktober findet in der Tui-Arena der Supercup der Männer und Frauen statt. „Wir haben unsere Hilfe für dieses Turnier angeboten“, sagte Meyer. Die Mannschaft könne sich eine Tätigkeit dicht am Spielfeld vorstellen. „Wir kennen die Abläufe aus der eigenen Wettkampf-Erfahrung und wissen auch, was die Topathleten für Wünsche haben“, ergänzte der Coach.

Ob es allerdings mit der Tuchfühlung zu den Assen klappt, hängt vom Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) ab. „Der NVWW organisiert, wir sind bereit“, sagte Meyer.

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