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Zwischenstopp auf dem Weg nach Rio

Judoka aus Hannover Zwischenstopp auf dem Weg nach Rio

Bei der Judo-WM in Astana wollen Dimitri Peters, Igor Wandtke und André Breitbarth um Medaillen kämpfen. Seit 2011 trainieren die drei Judoka gemeinsam in Hannover. Die WM soll aber nur eine Zwischenstation sein.

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André Breitbarth (v.l.), Igor Wandtke und Dimitri Peters wollen bei der Judo-WM erfolgreich sein und so das Ticket für Olympia lösen.

Quelle: Surrey

Hannover/Astana. Wer über Teamsportarten spricht, der denkt meist an Mannschaftssportarten: Fußball, Handball, Hockey, Volleyball – die Liste ließe sich beliebig erweitern. Nur in den wenigsten Fällen wird darauf aber Judo zu finden sein. Und das ganz zu unrecht, findet Igor Wandtke. „Ohne das Team ginge bei uns nichts“, sagt der 24-Jährige. Gemeinsam mit Dimitri Peters und André Breitbarth trainiert Wandtke im Olympiastützpunkt in Hannover – und will bei der derzeit in Astana stattfindenden Judo-Weltmeisterschaft um Medaillen kämpfen. Während Wandtke am Mittwoch startet, gehen der Olympia-Bronzemedaillengewinner Peters und Breitbarth am Sonnabend auf Medaillenjagd. Insgesamt nominierte der Deutsche Judo-Bund 18 Athleten für die am Montag beginnenden Titelkämpfe in Kasachstans Hauptstadt.

Seit 2011 trainiert das Trio in dieser Formation gemeinsam in Hannover. Auch auf die WM haben sie sich in einem Trainingslager gemeinsam vorbereitet. Vor allem Videoanalysen sollten helfen, sich auf Gegner einzustimmen, mit denen die Judoka in diesem Jahr bereits Probleme gehabt haben. „Im Großen und Ganzen wissen wir, wie man gegen sie kämpft, aber es sind Kleinigkeiten, die dann auf so einem Niveau entscheidend sind“, sagt Peters.

Dass sie als Team zusammenarbeiten, obwohl bei der WM jeder für sich alleine kämpfen muss, ist unabdingbar. Je höher das Niveau, desto wichtiger sei es, mit einem hochklassigen Partner trainieren zu können. Kleine Fehler oder Unsauberkeiten in der Technik können von den Judoka im Kampf besser beurteilt werden, als vom Trainer am Rand der Matten. „Man ist auf den Partner angewiesen“, sagt Wandtke. Und auch abseits von Wettkampf und Training müssen die drei Judoka gut miteinander auskommen. Peters, Wandtke und Breitbarth verbringen viel Zeit miteinander – beinahe mehr als mit ihren Familien, wie sie selbst sagen. Als Einschränkung empfinden sie das aber nicht. „Wenn man weiß, man bereitet sich auf einen Höhepunkt vor, muss man andere Dinge zurückschrauben“, so Peters.

Dieser Höhepunkt ist allerdings nicht die Weltmeisterschaft. Zwar haben sich alle drei ihre Ziele für das Turnier in Kasachstan klar gesteckt. Während Wandtke und Breitbarth mindestens eine Platzierung unter den ersten sieben anstreben, hofft Peters, der bereits die WM-Bronzemedaille erkämpfte, darauf, seine Bestmarke noch toppen zu können. „Je weiter nach vorne es geht, desto besser ist es auch im Kampf gegen die Konkurrenten“, sagt Breitbarth – dabei geht es aber weniger um die internationale Konkurrenz der Weltmeisterschaft. Astana ist vor allem Zwischenschritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio im kommenden Jahr. Zwar will der Bundestrainer Detlef Ultsch die Nominierungen für Brasilien 2016 frühestens im kommenden Februar bekannt geben. Mit einem guten WM-Ergebnis aber haben alle drei Judoka die Möglichkeit, einen großen Schritt Richtung Olympia zu machen.

Wie sich der olympische Traum anfühlt, hat einer der drei bereits 2012 in London erfahren. Dimitri Peters holte damals bei den Spielen die Bronzemedaille. Ein Gewinn, der nicht nur für Wandtke und Breitbarth Motivation ist. „Das ist der Höhepunkt meines Lebens gewesen. Was man dort erlebt hat mit der Medaille und allem drum und dran, das pusht einen und das möchte man nochmal erleben“, sagt Peters. Dafür allerdings müssen Peters, Wandtke und Breitbarth die nationalen Konkurrenten hinter sich lassen – und von Teamspielern zu Einzelkämpfern werden.

Hannovers Judoka in Astana

■ André Breitbarth, 25, startet in der Klasse über 100 Kilogramm für den sFV europa Braunschweig, trainiert aber im Olympiastützpunkt Hannover.

■ Igor Wandtke, 24, gehört zum Judoteam Hannover und startet in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm.

■ Dimitri Peters, 31, gewann Bronze bei Olympia in London 2012. Er tritt in der Klasse bis 100 Kilo für das Judoteam Hannnover an.

Von Sabine Gurol

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