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Becker will den Sieg im "Wohnzimmer"

Trainer von Novak Djokovic Becker will den Sieg im "Wohnzimmer"

Als Trainer von Djokovic ist Becker in diesem Jahr in Wimbledon. Den Serben will er in seinem "Wohnzimmer" zum Erfolg führen, bei den Damen sieht er Sabine Lisicki und Angelique Kerber als Hoffnungsschimmer.

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Wimbledon ist sein "Wohnzimmer" - Novak Djokovic mit Trainer Boris Becker.

Quelle: dpa

London. Boris Becker hatte es prophezeit, und Angelique Kerber enttäuschte den Altmeister nicht: Nach ihrer erfolgreichen dritten Runde misst sich die beste deutsche Tennisspielerin am Montag im Achtelfinal-Showdown mit Maria Scharapowa - und sie hat "nichts zu verlieren".

Sabine Lisicki hinkt hingegen noch hinterher. Die letztjährige Finalistin will nach dem Regen-Abbruch am Samstag ihren Satzvorteil nutzen und gegen die frühere Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic ebenfalls in die Runde der letzten 16 einziehen.

"Das sind die Hoffnungsschimmer. Ich bin froh, dass wir sie haben. Dann findet Tennis in Deutschland auch in der zweiten Woche statt", sagte Djokovic-Coach Becker auch mit Blick auf Andrea Petkovic, die jedoch in der dritten Runde ebenso scheiterte wie Serena Williams. Als erste und dritte Partie auf Court Nummer 1 sind Lisicki und Kerber angesetzt. Bei 6:4, 1:1 fängt die Berlinerin gegen Ivanovic wieder an.

Allen Unkenrufen um ihre Formkrise zum Trotz entschied sie den ersten Satz am verregneten Samstag für sich. Im Londoner Schmuddelwetter war Kerber mit einem 3:6, 6:3, 6:2 gegen die letztjährige Halbfinalistin Kirsten Flipkens aus Belgien weitergekommen und erwartet gegen die French-Open-Siegerin Scharapowa nun "ein interessantes Match".

Fünfmal haben sich die beiden bislang duelliert, nur einmal hieß die Siegerin Kerber. Noch nie standen sich die beiden allerdings auf Rasen gegenüber. Wie schwer es ist, an ihr vorbeizukommen, stellte die russische Tennis-Diva in Paris unter Beweis, als sie sich mehrfach im dritten Satz durchbiss.

"Die Angie macht das einfach, ratzfatz", meinte Andrea Petkovic trotz ihres 3:6, 4:6-Drittrunden-Aus gegen die kanadische Newcomerin Eugenie Bouchard launisch bei Sky und lobte ihre Freundin: "Die Angelika hält die deutsche Fahne hoch." Nicht auf Court 1, sondern auf dem Centre Court, in seinem "Wohnzimmer", wird Becker unterdessen in der Spieler-Box sitzen.

Der topgesetzte 27-jährige Djokovic ist in seinem Achtelfinale gegen den gefährlichen Franzosen Jo-Wilfried Tsonga gefordert. "In der Players' Box saß ich noch nie, von daher ist das auch etwas Neues für mich", erklärte Becker. Erstmals tritt der dreimalige Wimbledon-Sieger als Coach des Serben an der Church Road auf - da kommen all die schönen Momente zurück, die vielen Erinnerungen an die Matches, mit denen er einst die Zuschauer fesselte.

Unvergessen wie er als 17-Jähriger im Sommer 1985 zum wohl berühmtesten Wimbledon-Sieger aller Zeiten aufstieg. Die Zeiten zurückdrehen, das möchte Becker nicht. "Oh nein! Ich bin froh, dass ich nicht mehr spielen muss", sagte er. "Das war ne tolle Zeit, sehr schön und sehr emotional. Was man vergisst, sind die schlaflosen Nächte, sind die vielen Trainingseinheiten, die Verletzungen, die Enttäuschungen". Der Trainerjob mache ihm Spaß. Noch immer sei Tennis seine "große Liebe", seine "Leidenschaft". "Der Job fängt eigentlich an, wenn man die Augen aufmacht morgens."

Die Trainingszeiten, das Wetter, das Wohlbefinden des ehrgeizigen Profis mit dem begnadeten Talent: Darum kümmert sich Becker. Das vereinbarte Ziel ist ein siebter Grand-Slam-Titel für Djokovic, am liebsten natürlich schon am kommenden Sonntag in Beckers "Wohnzimmer". Während sich Serena Williams nach einem 6:1, 3:6, 4:6 gegen die Französin Alizé Cornet früh vom Final-Traum verabschieden musste, mischt Lisicki noch mit. Seit ihrem Durchmarsch bis ins Wimbledon-Finale vor zwölf Monaten weist sie nur einmal drei Siege in Serie auf.

Doch an der Church Road hat sie schon oft bewiesen, dass sie es kann. 2009 und 2012 stand Lisicki im Viertel-, 2011 im Halbfinale. Bei jeder Gelegenheit betonte sie in diesen Tagen, wie sehr sie Wimbledon liebe und wie die Anlage sie zu einer besseren Tennisspielerin verzaubert. Becker traf die Berlinerin mehrmals auf dem Trainingsgelände. "Man sieht wieder ihr Lächeln, ihr gutes Gefühl ist da, das muss man sagen", schilderte Becker. "Aber langt das? War die Zeit, ihre Form zu finden, nicht zu kurz?"

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