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Mehr als nur Kanonenfutter

ESC Wedemark Mehr als nur Kanonenfutter

Der ESC Wedemark legt weiterhin Wert auf die Jugendarbeit, will die Konkurrenz in der Eishockey-Oberliga aber in dieser Saison öfter ärgern.

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Mellendorf. Irgendwann ist es Friedhelm Bögelsack doch alles ein bisschen zu viel geworden. Seit 2008 bildet er mittlerweile den Eishockey-Nachwuchs des ESC Wedemark Scorpions aus, vor wenigen Jahren kam dann auch noch das neu gegründete Männerteam dazu. Kaum ein Tag, an dem Bögelsack seither nicht auf dem Eis gestanden hätte oder in irgendeiner Form für den Mellendorfer Club tätig gewesen wäre. Wenn die Mannschaft heute Abend bei FASS Berlin in ihre zweite Oberliga-Saison startet, dann wird Dieter Reiss als neuer Trainer beim ESC an der Bande stehen. Zumal Bögelsack, der sich wieder auf seine Arbeit in der Jugendabteilung konzentriert, selbst einen anderen, nicht ganz unwichtigen Termin hat. „Fiete“, der Mann mit 188 Länderspieleinsätzen für die ehemalige DDR, wird heute 60.

Aufgabenteilung - das wird immer wichtiger bei einem Verein wie dem ESC, der sich in der dritthöchsten und auf 18 Mannschaften aufgestockten Spielklasse nun etablieren will. Weiter unter dem Vorbehalt, dass die Jugendarbeit dabei Vorrang hat, wie Clubchef Jochen Haselbacher betont. Nach dem Aufstieg hatten die Wedemärker in ihrem ersten Jahr mit ihrem jungen Team noch viel Lehrgeld zahlen müssen; von 18 Pflichtspielen im heimischen Icehouse gewannen sie lediglich eins. „Uns geht es jetzt darum, eine ganze Ecke stabiler zu werden“, sagt Eric Haselbacher. Auch der Sohn des Vorsitzenden ist beim ESC wieder ins Eishockeygeschäft eingestiegen. Nicht nur als Teammanager kümmert er sich um das Drumherum, bei Heimspielen kann man ihn im Icehouse auch wieder als Stadionsprecher erleben.

Trainer Reiss, 1994/1995 selbst für eine Saison bei den Wedemärkern am Puck gewesen und im Juli vom Langenhagener Regionalligisten United North Stars gekommen, geht optimistisch in das erste Punktspielwochenende, zu dem noch das Derby zu Hause gegen die Indians am Sonntag (18.30 Uhr) gehört. „In den vier Wochen auf dem Eis hat sich die Mannschaft von Testspiel zu Testspiel positiv entwickelt“, sagt er. Und Eric Haselbacher hofft, dass weitere Fortschritte folgen und das ESC-Aufgebot dabei die eigenen Fans mitnehmen kann. „Wir haben einen Kader, der lernen muss und sich noch optimieren lässt“, sagt er. „Wichtig ist, dass alle Gas geben und ein Kämpferherz haben - das ist etwas, das von unseren Zuschauern immer honoriert worden ist.“

In der Tabelle weit vorn zu landen, das ist laut dem Teammanager nicht der Anspruch des ESC. „Wir wollen aber auch nicht nach dem ersten Drittel schon 0:5 zurückliegen, sondern so nah an die Spitzenteams herankommen, dass es interessant wird“, sagt Eric Haselbacher. Die aus 23 Spielern bestehende Mannschaft, die ein Durchschnittsalter von fast 24 Jahren hat, soll verhindern, dass der ESC zum Abschluss der Hauptrunde wieder als Tabellenletzter 60 Punkte hinter den Indians liegt. Mit Noah Janisch, Max Bögelsack und Jannis Bahr sind drei 16-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs dabei, Bastian Schirmacher ist nur ein Jahr älter. Einer von acht Neuzugängen ist der 25-jährige US-Amerikaner Brett Beebe, der mit dem Kanadier Michael Budd die zwei Kontingentstellen besetzt.

Die ESC-Infos

Die Neuzugänge: Brett Beebe (Pensacola Ice Flyers), Karan Moallim, Christopher del Castillo (beide Indians), Justin Spenke, Keven Gall, Marvin Knauf, Thomas Pape (alle Scorpions), Simon Peddinghaus (Young Moskitos Essen)

Die Abgänge: Julius Peddinghaus, Jan Bleidorn, Marco Busse (alle United North Stars), Markus Berg (Schiedsrichter beim DEB), Markus Münchberg (tritt beruflich bedingt kürzer), Michael Gundlach, Martin Berg (alle Ziel unbekannt), Michael Gundlach (Bad Kissinger Wölfe)

SC-Spiele bis zum Jahresende:
25. 9.: FASS Berlin – ESC (19.30 Uhr)
27. 9.: ESC – Indians (18.30 Uhr)
2. 10.: ESC – Essen (20 Uhr)
4. 10.: Crocodiles – ESC (19 Uhr)
9. 10: ESC – Harzer Falken (20 Uhr)
11. 10.: Timmendorf – ESC (18 Uhr)
16. 10: Herne – ESC (20 Uhr)
18. 10: ESC – FASS Berlin (18.30 Uhr)
23. 10: ESC – Preußen Berlin (20 Uhr)
25. 10: Hamburger SV – ESC (18.30 Uhr)
30. 10: ESC – Crocodiles (20 Uhr)
1. 11.: Essen – ESC (18.30 Uhr)
13. 11.: Duisburg – ESC (19.30 Uhr)
15. 11.: ESC – Tilburg (18.30 Uhr)
20. 11.: Halle – ESC (20 Uhr)
22. 11.: ESC – Rostock (18.30 Uhr)
27. 11.: ESC – Scorpions (20 Uhr)
29. 11.: Erfurt – ESC (16 Uhr)
4. 12.: Neuwied – ESC (20 Uhr)
6. 12: ESC – Indians (18.30 Uhr)
13. 12: Scorpions – ESC (18.30 Uhr)
18. 12.: Tilburg – ESC (20 Uhr)
26. 12.: ESC – FASS Berlin (18.30 Uhr)
28. 12.: Preußen Berlin – ESC (19.30 Uhr)
30. 12.: ESC – Duisburg (20 Uhr)

Kartenservice: Tickets für Spiele im Mellendorfer Icehouse von 5 bis 
15 Euro können auf der Homepage des ESC (www.wedemark-scorpions.de) bestellt werden.     

Von Dirk Herrmann

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