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Eliteeinheit schützt Tour de France

Radsport Eliteeinheit schützt Tour de France

Ein Radrennen unter strengen Sicherheitsmaßnahmen: Erstmals in ihrer langen Geschichte wird die Tour de France in diesem Jahr von einer Eliteeinheit der französischen Polizei beschützt. Außerdem sollen 23.000 Polizisten das Event begleiten.

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Die Spezialeinheit GIGN (u.r.) wird die diesjährige Tour de France begleiten.

Quelle: dpa

Paris. Die Elitetruppe GIGN werde das Radrennen auf der gesamten Strecke begleiten, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Dienstag in Paris. Die Spezialkräfte der GIGN würden entlang der Strecke stationiert, "bereit, sofort einzuschreiten, wenn nötig", sagte Cazeneuve.

"Jeder weiß, dass die Tour de France in diesem Jahr in einem speziellen Rahmen stattfindet." Damit erwähnte Cazeneuve die besondere Sicherheitslage in Frankreich seit den Pariser Terroranschlägen vom 13. November 2015, bei denen 130 Menschen getötet wurden.

Beamte der Spezialeinheit waren im vergangenen Jahr eingesetzt worden, als sich zwei Terroristen nach ihrem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in einer Druckerei verschanzt hatten.

23.000 Polizisten auf 3500 Kilometer

Bei dem bedeutendsten Radrennens der Welt sollen außerdem mindestens 23.000 Polizisten eingesetzt werden, um die Radprofis und das Publikum vom 2. bis zum 24. Juli auf mehr als 3500 Kilometern zu schützen. Ziel sei es, die Sicherheit zu gewährleisten, ohne den festlichen Charakter des Traditionsrennens zu stören, sagte Cazeneuve.

Nach der Anschlagsserie des vergangenen Jahres warnen die Behörden in Frankreich regelmäßig vor hoher Terrorgefahr. Auch für die am 10. Juni beginnende Fußball-Europameisterschaft sind strenge Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.

Mit den beiden sportlichen Großveranstaltungen hatte die Regierung eine weitere Verlängerung des Ausnahmezustands um zwei Monate gerechtfertigt. Er gilt nun bis Ende Juli und gibt den Behörden Sonderrechte. Sie können beispielsweise Menschen ohne Richterbeschluss unter Hausarrest stellen.

Die 103. Tour beginnt am 2 Juli am Mont-Saint-Michel in der Normandie und endet am 24. Juli auf den Champs Elysées in Paris.

dpa/afp/RND

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