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Warum American Football jetzt so angesagt ist

Der Super Bowl Warum American Football jetzt so angesagt ist

Komplizierte Regeln? Schwere Verletzungen? Egal. Plötzlich begeistert American Football auch hierzulande die Massen. Warum nur? Ein Erklärungsversuch.

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Quelle: Kutter

Thomas Psaier hatte in den vergangenen Tagen eine ausgesprochen schwierige Aufgabe. Der 27-jährige Südtiroler sollte ein Rätsel erklären. Ein Phänomen. Ein Mysterium. Wie, bitte sehr, kann es sein, dass sich jahrzehntelang niemand in Deutschland für American Football zu interessieren schien – und dieser Sport plötzlich hierzulande einen regelrechten Boom auslöst und ein Millionenpublikum mitten in der Nacht vor die TV-Geräte holt?

Psaier ist der richtige Mann für diese Frage. Sein Internetblog „Sideline Reporter“ gilt als wichtigstes deutschsprachiges Medium zum Thema Football. Doch auch ihm fällt die Antwort schwer.

Eigentlich spricht alles gegen American Football

„Ich bin selbst überrascht, dass American Football so viele Deutsche interessiert“, sagt er. Denn eigentlich spreche ja alles gegen diese Sportart: Die komplizierten Regeln, die vielen Werbepausen, die schweren Kopfverletzungen, die sich Spieler zuziehen. Und dennoch werden an diesem Sonntag (23.15 Uhr, live bei Sat.1) mehr als eine Million deutsche TV-Zuschauer bis zum frühen Morgen dranbleiben, wenn im 50. Super Bowl in Santa Clara/Kalifornien die Denver Broncos und die Carolina Panthers um den Titel in der nordamerikanischen Profiliga NFL spielen.

Also noch einmal die Frage: Warum? Frank Buschmann lacht, wenn er sie gestellt bekommt. „Ich halte das auch für die TV-Sensation des Jahrzehnts“, sagt er. Buschmann wird die Partie fürs deutsche Publikum live aus dem Stadion kommentieren. „Mit so einem Boom hat bei uns keiner gerechnet.“ Der Privatsender Sat.1 hatte sich die Fernsehrechte an der NFL vor der Saison für einen lächerlichen Preis von unter einer Million Euro gesichert und in der Vorrunde jeden Sonntag zwei Spiele live übertragen.

TV-Kommentator Buschmann: "Junge Leute haben Affinität zum US-Sport"

Auch da waren bereits mehr als 500.000 TV-Zuschauer am Ball, mehr als bei Übertragungen der Handball-Bundesliga auf Sport1. Buschmann sagt: „Die jungen Leute haben eine Affinität zum US-Sport. Und American Football ist da noch mal spezieller. Da krachen die Spieler volle Lotte mit den Helmen gegeneinander, sie schmeißen sich durch die Gegend, das ist schon ein bisschen martialisch. Das scheint im Moment dem Zeitgeist zu entsprechen.“ Ein weiterer Vorteil der amerikanischsten aller Sportarten: „Jeder hat zumindest schon mal von diesem Super-Mega-Sportevent Super Bowl gehört.“

Super-Mega-Sportevent: Das trifft es ganz gut. Der Super Bowl ist eines der größten Sportereignisse der Welt. Knapp 900 Millionen Menschen werden das wichtigste Footballspiel weltweit verfolgen, allein 120 Millionen in den USA. Heißt: Jeder dritte US-Konsument wird am Sonntag von der Werbebranche erreicht – die hat darauf längst reagiert. Der Super Bowl ist nicht mehr bloß das Duell der beiden besten Footballteams der Welt. Er ist eine Leistungsshow der Musik- und Werbeindustrie.

Lady Gaga singt beim Super Bowl die Nationalhymne

Popstar Lady Gaga wird vor dem Spiel die Nationalhymne singen. In der Halbzeitpause vertreiben Coldplay und Beyoncé den Zuschauern die Wartezeit. Gagen bekommen die Popstars nicht, das ist aber auch gar nicht nötig: Für gewöhnlich schießt am Tag nach dem Super Bowl der CD-Verkauf durch die Decke. Um das vier Stunden lange Spektakel groß und hochauflösend auf der eigenen Couch zu erleben, hat in den USA seit Jahresbeginn beinahe jeder vierte Haushalt einen neuen Fernseher angeschafft.

Auf den nagelneuen Geräten laufen dann die teuersten Werbespots des Jahres. 4,3 Millionen Euro kostet ein 30-Sekunden-Fenster bei den US-Sendern CBS und NBC. Das will gut genutzt sein. Der Elektronikriese LG wirbt mit Hollywood-Schauspieler Liam Neeson um Aufmerksamkeit, die Biermarke Bud Light versucht es mit Emmy-Preisträgerin Amy Schumer und Schauspieler Seth Rogen in den Hauptrollen. Der Autohersteller Mini schickt Tennisstar Serena Williams ins Rennen.

In Deutschland keine superteuren Werbespots

In Deutschland sind diese Werbespots nicht zu sehen. Zum Glück für den Sport, findet Thomas Psaier. „Sat.1 nutzt diese Pausen, um Zuschauer per Twitter einzubinden oder vorherige Spielzüge zu erklären, das ist Teil des Erfolgsmodells“, erklärt der Experte.

In der Tat nutzt das vornehmlich junge Publikum die sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter, um sich selbst in Szene zu setzen: Fans schicken Fotos, wie sie verkleidet vor dem TV-Gerät sitzen oder über eine spektakuläre Szene jubeln. „Dass wir das in der Sendung zeigen, kommt gut an“, sagt Buschmann. Psaier glaubt: „Wenn in Deutschland stattdessen auch die ganze Zeit Werbung laufen würde, weiß ich nicht, ob das Format noch so erfolgreich wäre.“

Psaier: Kritische Berichterstattung fehlt im deutschen TV

Psaier vermisst bei den Übertragungen im deutschen TV ohnehin etwas ganz anderes: kritische Berichterstattung. „Die Themen Doping und Gehirnverletzungen werden komplett ignoriert“, klagt er. Dabei rückt gerade das Thema Kopfverletzungen immer mehr in den öffentlichen Diskurs – auch in den USA. Der Zusammenhang zwischen harten Zusammenstößen im American Football und Alzheimer ist längst bewiesen. Davon erzählt auch der Film „Erschütternde Wahrheit“ mit Will Smith, der Ende Dezember in die US-Kinos kam.

„Jede Woche meldet sich ein ehemaliger Ex-Profi und berichtet von schweren Gehirnverletzungen“, sagt Psaier, der Football heute mit anderen Augen sieht. „Ich zucke jedes Mal zusammen, wenn Spieler Helm an Helm gegeneinander knallen.“

NFL umsatzstärkste Liga der Welt

Die NFL hat jahrelang versucht, das Problem zu vertuschen, weil es dem Geschäft schadet. Mit 10 Milliarden Euro ist die NFL die umsatzstärkste Liga der Welt. Auch deshalb konnte es sich die Liga 2013 leisten, die Sammelklage von 18.000 ehemaligen Footballprofis mit einer Schadensersatzzahlung in Höhe von fast 750 Millionen Euro außergerichtlich zu klären. Im Zuge des Verfahrens hat die NFL zugleich eingeräumt, dass ein Drittel aller Footballspieler kognitive Schäden erleidet. Ehemalige Profis zwischen 50 und 59 haben demnach ein 14- bis 23-fach höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, als andere Personen in dieser Altersgruppe.

„Wenn ich die Wahl hätte, würde ich heute nicht noch einmal Football spielen“, sagt Antwaan Randle El, Super-Bowl-Champion mit den Pittsburgh Steelers 2006. Der 36-Jährige, der 2011 seine Karriere beendet hat, klagt über ständige Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Gedächtnisverlust. „Ich habe Probleme, eine Treppe nach unten zu gehen, und meiner Frau erzähle ich ständig die gleichen Dinge“, sagt er.

Regelveränderungen stehen an

Die Liga hat bereits Regeländerungen angekündigt. Kopf-an-Kopf-Duelle werden inzwischen härter bestraft. Randle El ist dennoch skeptisch. „Die Jungs, die in die NFL kommen, werden immer größer und schwerer – die Gehirnerschütterungen werden also auch immer schlimmer“, sagt er. Wohin das am Ende führen soll? „Keine Ahnung“, sagt Randle El. „Aber ich wäre nicht überrascht, wenn es American Football in 20, 25 Jahren nicht mehr in dieser Form gibt.“

Thomas Psaier würde das bedauern, er liebt diese Sportart, das Taktische, die Athletik. Aber auch er sagt: „Derzeit sind Gehirnverletzungen in der Kabine noch kein Thema. Aber die Kultur wird sich verändern. Eltern werden ihre Kinder nicht mehr zum Football schicken.“ Bis dahin dürfte jedoch noch eine ganze Weile vergehen. So lange wird sich die NFL ordentlich weiter feiern – zusammen mit Millionen Super-Bowl-Zuschauern weltweit.

Von Patrick Hoffmann

Zahlen und Fakten rund um den Super Bowl

4 300 000  Euro kostet ein 30-Sekunden-Werbespot während des Super Bowls im US-amerikanischen Fernsehen. Zum Vergleich: Ein ebenso langer Spot während des Formel-1-Rennens in Monaco ist bei RTL schon für 49 500 Euro zu haben.

900 000 000  TV-Zuschauer werden weltweit vor den Geräten sitzen, davon allein 120 Millionen in den USA.

15  Prozent der US-amerikanischen Männer würden laut Umfrage für ein Super-Bowl-Ticket die Geburt des eigenen Kindes schwänzen.

2700  Euro kostet das günstigste Stadionticket für den Super Bowl. Für die teuerste Loge (22 Plätze, Essen und Getränke inklusive) werden 465 000 Euro fällig.

1 300 000 000  Hühnerflügel (Chicken Wings) werden am Super-Bowl-Sonntag in den USA verspeist. Dazu kommen 14 000 Tonnen Chips, 4000 Tonnen Popcorn und 60 000 Tonnen Avocados, aus denen Guacamole-Dip gemacht wird.

17  Personen nehmen durchschnittlich an einer Super-Bowl-Party in den USA teil. Public Viewing wie in Deutschland gibt es nicht.

Dreimal Football in Hannover

Man muss schon ein bisschen suchen, um das Homefield der Hannover Stampeders zu finden. In Anderten, unweit der Schleuse, über den Mittellandkanal und unter einer Brücke hindurch führt der Weg zur Heimspielstätte des ältesten hannoverschen Footballclubs. Das Markanteste an dem Gelände sind gar nicht die gelben Torstangen, ­sondern ein uriger Biergarten, der mit einem ­Piratenschiff und vielen hölzernen Fantasiebauten einer Mischung aus Filmkulisse und Abenteuerspielplatz gleicht. „Bei uns bleiben die Gegner gern noch ein Stündchen nach dem Spiel“, sagt Vereinspräsident Hans-Ulrich Hillegeist. Man ist schon stolz auf die kleine, etwas abgeschiedene Erlebniswelt, auch wenn alle paar Minuten ein Zug auf der Bahnstrecke quasi direkt an der Seitenlinie vorbeidonnert.

Drei Footballclubs gibt es in Hannover, die Stampeders sind der älteste. Bereits 1992 hat man hier mit Football angefangen, ein Dutzend Enthusiasten waren es damals, ein Jahr später folgte das erste Spiel gegen die Isernhagen Colts. Heute spielen die Herren in der Landesliga, bilden Schiedsrichter aus und wollen zur kommenden Saison, die im Frühjahr beginnt, wieder eine Jugendmannschaft anmelden.

Da es hierzulande eine systematische Hinführung zum Football beispielsweise über den Schulsport nicht gibt, kommen die Neuen, die Rookies, oft von anderen Sportarten. „Unser ältester ist 41. Der hat gerade mit Football angefangen, vorher hat er Fitness gemacht und Fußball gespielt“, sagt Carlo Vincenzo Benvenuto, der selbst erst seit vier Jahren dabei ist und es vorher mit Fußball, Judo und Schwimmen versucht hat, ohne damit richtig glücklich zu werden. „Und dann kam ich zum Football, und das war genau mein Ding.“ So wie ihm geht es vielen in Deutschland.

Mittlerweile ist er nicht nur Spieler, sondern auch einer der vier Coaches, die die Mannschaft auf die für Laien unüberschaubar vielen Spielzüge, Lauf-, Block- und Passwege einstellen. Viele Neue seien überrascht, wie viel Theorie zu diesem Sport dazugehöre, sagt Benvenuto und schlägt einen dicken Ordner auf, das „Playbook“, ohne dessen Kenntnis nichts geht im Football, das ebenso viel Strategiespiel wie Vollkontaktsport ist und das deshalb in den hiesigen Ligen ebenso geeignet für kleine Dünne ist wie für große Dicke. „Wir haben für jeden eine Verwendung“, sagt der Spielertrainer. Wer Football in Hannover probieren möchte, hat drei Möglichkeiten:

-   Die Stampeders: Die Spieler laden am 13. Februar um 13 Uhr zum Schnuppertraining, hier Tryouts genannt, in die Sporthalle Am Mühlenweg 2, 30629 Hannover. Alle Infos und weitere Trainingszeiten: www.stampeders.de.

-   Die Arminia Spartans: Der Verein, gegründet 2007, spielt in der Regionalliga und hat zudem zwei Jugendmannschaften am Start. Ein offenes Training für Interessierte beginnt am kommenden Dienstag um 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Soccer & Racket Park, Lavaterhof 1, 30519 Hannover. Alle weiteren Trainingszeiten und Infos: www.arminia-spartans.de.

-    Die Hannover Grizzlies: Der Verein ging 2008 als Nachfolgeverein aus den Musketeers hervor. Neben einer Herrenmannschaft (Verbandsliga) einer A- und einer B-Jugendmannschaft treten die Grizzlies auch mit einer Damenmannschaft in der 2. Bundesliga an. Tryouts gibt es am 13. Februar in der Grundschule Ahlem, Richard-Lattorf-Straße 4-6 (Jugendliche ab 13 Uhr, Damen ab 15 Uhr, Herren ab 17 Uhr). Alle Trainingszeiten und weitere Infos: www.hannover-grizzlies.de.  

  

Das Football-Glossar

Keine Ahnung von American Football? Kein Problem. Fernsehkommentator Frank Buschmann erklärt die wichtigsten Begriffe und Regeln.

Spielprinzip: Die angreifende Mannschaft versucht, den Ball möglichst weit nach vorne zu tragen – am besten bis in die Endzone. Die Offensive hat dabei vier Versuche (Downs), um mindestens zehn Yards (gut neun Meter) Raumgewinn für einen neuen ersten Versuch zu erzielen. Die Defensive versucht, den Raumgewinn zu verhindern.

Touchdown: Der Ball wird in die gegnerische Endzone getragen, oder ein Spieler fängt den Ball dort. Das Team erhält dafür sechs Punkte. Im Normalfall folgt ein Extrakick, der einen weiteren Punkt bringt. In Ausnahmefällen kommt es zur Two Point Conversion. Der Ball muss dann mit einem Spielzug erneut in die Endzone gebracht werden. Wenn das klappt, gibt es zwei Punkte.
Fieldgoal: Der Ball wird aus ruhender Position mit dem Fuß zwischen die Torstangen geschossen, die hinter der Endzone stehen. Das bringt drei Punkte.
Quarterback: Er ist der Spielgestalter. Spielt Pässe, setzt Läufer ein oder läuft selbst mit dem Ball.
Receiver: Sie sind im Regelfall die Passempfänger. Sie müssen bestimmte Routen laufen und gut fangen können.
Offensive Line: Die kräftigen Jungs sollen verhindern, dass die gegnerische Verteidigung den eigenen Quarterback erwischt. Sie sollen ihm Zeit für den Pass oder Raum für den Lauf verschaffen.
Defensive Line: Diese dicken Jungs wollen ran an den Quarterback des Gegners. Reißen sie ihn zu Boden, ist es ein Sack. Beim Blitz stürzt sich die ganze Truppe auf den Quarterback!
Interception: Der Pass des Quarterbacks landet in den Händen des Gegners, bevor der Ball den Boden berührt hat. Mit anderen Worten: Ballverlust.
Fumble: Ein Spieler hat den Ball unter Kontrolle, verliert ihn dann aber an den Gegner. Auch hier: Ballverlust.
Flaggen: Die gelbe Flagge fliegt auf das Feld, wenn ein Regelverstoß vorliegt. Der Angriff wird zunächst zu Ende gespielt, danach wird die Strafe bekannt gegeben und – ähnlich wie die Vorteilsregel im Fußball – bei Bedarf ausgesetzt. Die rote Flagge fliegt, wenn einer der beiden Trainer einen Spielzug per Videobeweis untersuchen lassen möchte.
Line of Scrimmage: Imaginäre Linie, an der sich die Mannschaften aufstellen, um den nächsten Spielzug zu starten.
Two-Minute-Warning: Zwei Minuten vor Ende des zweiten und vierten Viertels signalisieren die Schiedsrichter das baldige Ende. Die Partie wird unterbrochen. Hilft, Werbespots zu platzieren.     

Carlo Vincenzo Benvenuto von den Stampeders erklärt die Football-Kleidung

Der große, auffällige Gitterhelm ist das Markenzeichen der ganzen Sportart. Zwar spielen die deutschen Ligen nach den etwas strengeren Zweikampfregeln des College-Football, aber der Kopf ist fest verpackt. Dem Gegner in das Gitter, die Face Mask, zu greifen, ist eines der schwersten Vergehen, weil es zu bösen Nackenverletzungen führen kann. Das Gitter ist nicht klappbar; verschiedene Varianten bieten je nach Spielposition stärkeren Schutz oder freiere Sicht, an den Ohren sind kleine Löcher, die Innenseite ist mit vielen Pads gefüttert, damit der Helm nicht wackelt. Ein Mundschutz ist Pflicht.

Die Besonderheiten gehen schon bei der Unterhose los. Sie ist gepolstert, am Steiß, an den Hüften und Oberschenkeln, und es gibt vorn noch eine Extratasche, um die Genitalien vor Schlägen, Belastung und Verletzungen zu schützen. Man kann sie nutzen, muss man aber nicht.

Über der Unterhose kommt das „Gamepant“ , die Spielhose, wieder mit Schonern an Oberschenkeln und Hüfte, dazu auch Polster an den Knien. Wenn man weniger läuft und in der „Line“ mehr Körperkontakt hat, kann man auch noch extra Knieschoner dazunehmen. Carlo nimmt Handballschützer dafür. Manche Spieler haben ein kleines Handtuch, das „Field Towel“, in der Hose, um sich zwischendurch Hände und Arme trocken zu reiben.

Was den Footballspieler wie die Action-Figur „He-Man“ aussehen lässt, ist das „Shoulderpad“ . Ein Oberkörperpanzer, wichtiges Schutzutensil neben dem Helm. Es wird unter dem Trikot verschnallt, schützt Brust, Rücken und Schultern, ist bei Linern, also den Bullen in der Mitte, oder Running Backs etwas größer, beim Quarterback und den Receivern kleiner, weil sie fürs Werfen und Fangen mehr Bewegungsfreiheit brauchen. Das Gewicht ist preisabhängig, je leichter, desto teurer.

Die  Handschuhe sind bei den Line-Spielern an den Fingerkuppen verstärkt, bei den Fängern lässt eine gummiartige Beschichtung an der Handinnenfläche den Ball fast kleben.

Das Schuhwerk darf keine Schraubstollen haben. Viele Spieler nehmen Fußballschuhe. Der spezielle Footballschuh unterscheidet sich an einer Stelle: Vorn an der Sohle ist ein Noppen mehr, der die Standsicherheit auf rutschigem Geläuf weiter festigt. Schuhe sind allerdings keine Pflicht. Es gibt sogar einige Kicker, die am liebsten barfuß gegen das Ei treten.

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