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Froome düpiert die Konkurrenz

Tour de France Froome düpiert die Konkurrenz

In Montpellier überrascht Tour-Spitzenreiter Froome als Sprinter und nimmt seinem Haupt-Konkurrenten Quintana weitere zwölf Sekunden ab. Der Kolumbianer und die Sprinter waren am Mittwoch die großen Verlierer.

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Zeit rausgefahren: Der Gesamtführende Christopher Froome.

Quelle: Kim Ludbrook

Montpellier. Der Gesamtführende Christopher Froome hat zum zweiten Mal bei dieser Tour de France tief in die Trickkiste gegriffen. Der Mann im Gelben Trikot attackierte auf der scheinbar den Sprintern vorbehaltenen Flachetappe nach Montpellier zwölf Kilometer vor dem Ziel und nahm seinen direkten Konkurrenten um den Toursieg zwölf Sekunden ab. Den Tagessieg nach 162,2 Kilometern sicherte sich am Mittwoch Peter Sagan. Der Slowake hatte die Attacke initiiert. Der Weltmeister im Grünen Trikot feierte seinen zweiten Tagessieg und seinen insgesamt sechsten bei der Frankreich-Rundfahrt.

Froome, der nicht nur die anderen Topfavoriten, sondern auch die versammelte Sprinterelite um Alexander Kristoff, Marcel Kittel oder André Greipel genarrt hatte, wurde Zweiter. Der schlaue Brite hatte schon in der vergangenen Woche bei der Abfahrt vom Peyresourde in den Pyrenäen mit einem Angriff überrascht und 23 Sekunden auf den zweifachen Tour-Zweiten und mutmaßlich härtesten Widersacher Nairo Quintana gutgemacht. Froome geht jetzt mit 28 Sekunden Vorsprung auf seinen zweitplatzierten Landsmann Adam Yates auf die womöglich vorentscheidenden Etappen auf den Mont Ventoux und das Zeitfahren am Freitag über 37,5 Kilometer.

Enttäuschung bei Kittel

Die großen Verlierer in Montpellier waren neben Quintana, der die Attacke verschlief, die Sprinter. Die Deutschen Kittel und Greipel hatten sich in Montpellier fest vorgenommen, die bisher schlechte Bilanz mit nur einem Sieg zu verbessern, und versuchten wenigstens noch, den Schaden zu begrenzen. Sie hätten die Ausreißer fast noch gestellt. Am Ende fehlten dennoch sechs Sekunden. Der Dreifachsieger Mark Cavendish spielte diesmal sogar gar keine Rolle. Er fiel schon mehrere Kilometer vor dem Ziel aus der Verfolgergruppe mit Greipel und Kittel an der Spitze zurück - ein technischer Defekt stoppte den starken Briten.

„Es war ein echt krasser Tag. Wir sind richtig schnell gefahren auf der Windkante. Es war wahnsinnig viel Nervosität im Feld und am Ende hat es richtig viel Körner gekostet. Wir haben uns als Mannschaft nicht gefunden“, sagte ein enttäuschter Marcel Kittel im Ziel. „Ich weiß nicht, welches Rad ich im Finale verloren habe“, ärgerte sich der weiter sieglose Greipel. Er hatte bisher bei jedem seiner Tour-Starts seit 2011 mindestens einmal triumphiert.

Keine Rundfahrt der deutschen Sprinter

Der Tagessieger Sagan profitiert davon, dass sich Froome mit einem weiteren Teamkollegen der Attacke kurz vor dem Ziel angeschlossen hatte. Was viele andere Fahrer überraschte, schien der Slowake eingeplant zu haben. „Froome hat mich gar nicht so überrascht. Er war heute den ganzen Tag immer vorne. Er ist sehr stark. Gut, wie es gelaufen ist - ich freue mich sehr, dass ich die Etappe gewinnen konnte“, sagte Sagan.

Die Tour de France 2016 bleibt also weiterhin nicht die Rundfahrt für die deutschen Sprinter. Die nächste Möglichkeit wird sich wohl erst auf der Schlussetappe nach Paris auftun. Froome hingegen ist in diesem Jahr für Überraschungen am Fließband gut. Donnerstag und Freitag will er in seinen Paradedisziplinen seinen Vorsprung weiter ausbauen - das wäre allerdings keine Überraschung.

dpa

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