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Neuer Schwung auf der Rennbahn

Galopptrainingszentrum Neuer Schwung auf der Rennbahn

Trainerin Melanie Sauer und Jockey Filip Minarik – dieses Duo belebt das Langenhagener Galopptrainingszentrum. Sauer ist seit November 2015 auf der Neuen Bult, Minarik folgte im März. Beim Heimrenntag am 1. Mai stehen sie vor ihrer ersten großen Bewährungsprobe.

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Für die Arbeit mit den Galoppern hat die junge Trainerin Melanie Sauer einen renommierten Jockey gewinnen können – Filip Minarik.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Auch Rennpferde haben Frühlingsgefühle. „Sie wollen laufen, wenn sie nach draußen geführt werden“, sagt Galopptrainerin Melanie Sauer. Und die Vollblüter sind wach und neugierig. Sie blicken interessiert aus den Boxen auf den Stalldurchgang oder ins Freie, so als wollten sie nichts verpassen, was rund um den Stall passiert.

48 Pferde werden von Sauer im Galopptrainingszentrum Langenhagen vorbereitet. Das ist eine bemerkenswerte Zahl, denn die 34-Jährige ist selbst erst im beruflichen Frühling. Sie hat gerade 15 Monate Erfahrung als Trainerin, zunächst arbeitete sie in der französischen Galopp-Hochburg Chantilly. Seit November 2015 ist sie auf der Neuen Bult unter anderem für die Vollblüter aus dem Gestüt Brümmerhof verantwortlich, das dem Präsidenten des Hannoverschen Rennvereins, Gregor Baum, und seiner Frau Julia gehört.

Der neue Schwung, den Sauer mit nach Langenhagen gebracht hat, wird seit März durch eine gehörige Portion Routine ergänzt. Die Trainerin arbeitet seitdem mit dem zweimaligen deutschen Jockeychampion Filip Minarik zusammen. Der 41-jährige gebürtige Tscheche zählt seit einem Jahrzehnt zur Elite der Rennreiter auf den hiesigen Rennbahnen und hat schon elf Siege in der höchsten Kategorie, der Gruppe I, gefeiert. „Er hat eine ruhige Hand und viel Erfahrung“, lobt Sauer. Und Minarik selbst ist auch auf die Zusammenarbeit gespannt. „Wir werden uns zusammenraufen müssen, man darf nicht sofort Topresultate erwarten“, sagt er. Der Jockey stapelt auch noch tief, weil er im Winter an der Schulter operiert wurde. „Es ist jetzt wieder alles in Ordnung“, sagt er.

Das Zusammenraufen von Sauer und Minarik wird sich unter guten Vorzeichen vollziehen. Beide stammen aus pferdeverrückten Familien. Minariks Vater und Bruder saßen selbst im Sattel oder waren Trainer. Minarik selbst ritt einst sogar Rennen für den Dortmunder Coach Norbert Sauer, Melanies Vater. Zudem haben er und die Trainerin dasselbe Ziel: „Wenn unsere Pferde laufen, dann wollen wir auch gewinnen.“

Minarik hatte zudem gute private Gründe für den Wechsel aus dem Traditionsgestüt Schlenderhan nach Langenhagen. „Meine Frau arbeitet in Hannover“, sagt er. Er selbst wohnt nach wie vor in Köln, ist aber zweimal pro Woche auf der Neuen Bult, um mit den Pferden zu arbeiten. So verbringen die Eheleute wieder etwas mehr Zeit miteinander.

Die Voraussetzungen für Erfolge mit den Rennpferden sind gut. Minarik bezeichnet die Trainingsanlage als „eine der besten in Deutschland“. Sauer freut sich vor allem über das geschlossene Rondell, das witterungsunabhängiges Üben ermöglicht. „Im Januar war es doch recht kalt“, sagt die Trainerin.

Die erste große Bewährungsprobe für das Duo Sauer/Minarik steht beim Heimrenntag am 1. Mai an. Das erste Geld gab es am Sonntag in Köln, als Banana Split Dritte im 9. Rennen wurde. Ein kleiner Erfolg, aber auch im Sport gibt es im Frühling selten reiche Ernten.

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