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Was erwarten Sie von der "Neuen Nacht", Herr Niermann?

"Die Strecke sieht aus wie ein Hotdog" Was erwarten Sie von der "Neuen Nacht", Herr Niermann?

Der ehemalige Radprofi Grischa Niermann ist sportlicher Leiter der "Neuen Nacht von Hannover". Vor dem Rennen am 26. Juli spricht er über die Besonderheiten der Strecke, das Essen vor dem Rennen und die eigene Fitness.

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Grischa Niermann ist sportlicher Leiter der "Neuen Nacht von Hannover".

Quelle: Frey

Herr Niermann, am 26. Juli steigt in Hannover die neue Nacht von Hannover, ein Radsportevent, das eigentlich schon weg vom Fenster war. Sie sind Sportlicher Leiter der Veranstaltung, was können die Besucher erwarten?
Die Besucher erwartet auf alle Fälle eine tolle Veranstaltung. Wir wollen an die Tradition der alten Nacht anknüpfen, die ja Tausende von Besuchern angelockt hat. Anders wird sicher das Drumherum. Das Team um Stefanie Eichel hat sich ein Rahmenprogramm ausgedacht, in dem es einiges Neues gibt.

Die Nacht von Hannover ist ja gleich im Anschluss an die Tour de France. Ist das nicht wahnsinnig anstrengend für die Fahrer?
Ach, die anderthalb Stunden können sie auch noch fahren. Die Besucher wollen ja die Profis, die sie auf dem Bildschirm gesehen haben, einmal in echt erleben.

Sie sind mehrfach sowohl bei der Tour als auch bei der Nacht von Hannover gestartet. Hätten Sie nochmals Lust auf die Tour? Oder die Nacht?
Ich selbst? Nein, ich würde nicht mitfahren wollen.

Sie haben auch einmal gesagt, bei den Anstiegen innerhalb der Tour tat es einfach nur noch weh.
Ja, das stimmt …

Nun gibt es ja in Hannover glücklicherweise nicht so viele Berge.
Nein, gibt es nicht, aber das ist anders anstrengend. Bei dem Kurs auf dem Friedrichswall gibt es mehrere 180-Grad-Kurven. Da muss man alle 400 Meter wieder antreten und abbremsen. Man hat also viel mehr Antritte. Und das ist schon anstrengend.

Verliert man eigentlich mal die Übersicht nach so vielen Runden?
Nein, dazu gibt es doch die Anzeigentafeln.

Aber die Radfahrer haben doch immer den Kopf unten.
Ach, ab und an heben die den auch. (lacht)

Denkt man eigentlich über das Unfallrisiko nach?
Wenn man das tut, hat man schon verloren. Das muss man ausblenden.

Was isst man eigentlich vor so einem Rennen?
Vor oder bei der Tour de France auf alle Fälle genügend Kohlehydrate. Auch Eiweiß und Fett sind wichtig, damit der Körper sich erholt. Aber ich denke, für Hannover würde eine Bratwurst reichen. Oder besser gesagt, ein Hotdog, weil der Name so schön passt. Die Strecke in Hannover sieht aus wie ein Hotdog.

2010 haben Sie einmal gesagt, Sie führen rund 35 000 Kilometer pro Jahr. Wie viele sind es heute?
So 17 000 bis 18 000 Kilometer sind es schon. Ich bin auch relativ fit und fahre im Trainingslager (des niederländischen Nachwuchsteams) beispielsweise mit dem Rad statt mit dem Auto mit.

Sie trainieren Niederländer, zu Hause sind Sie aber in Gehrden. Sind Sie eigentlich oft daheim?
Ich würde sagen, ich bin so oft unterwegs wie damals zu meiner Profizeit – 180 bis 200 Tage im Jahr.

Fahren Sie eigentlich auch privat Fahrrad?
Zweimal die Woche 70 bis 100 Kilometer sind es schon. Ich fahre auch mit Freunden, aber ich habe keine Ambitionen mehr, einen Wettkampf zu fahren.

Sie sind ja jetzt auch aus Gehrden nach Hannover mit dem Rad gefahren. Was für ein Fahrrad haben Sie denn?
Ich habe bestimmt zehn, zwölf Räder im Keller. Ich bin auch Testfahrer für Giant, sodass ich immer neue bekomme. Aber ich habe auch ein altes Stadtrad, mit dem ich durch Gehrden fahre.

Lieben Ihre Kinder auch das Radfahren?
Meine Söhne, die jetzt neun und zwölf Jahre alt sind, sind da nicht so ambitioniert. Und ich bin nicht derjenige, der sie antreibt. Die spielen lieber Fußball. Sie sollen das tun, was sie wollen. Sie werden gefördert, aber ohne Druck, Profis werden zu müssen.

Interview: Heike Schmidt

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