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Die ausgezeichnete Talenteschmiede

"Grünes Band" für SC Germania List Die ausgezeichnete Talenteschmiede

Die Rugbysparte des SC Germania List erhält zum vierten Mal seit 1986 das „Grüne Band“. Es ist die erfolgreichste der hannoverschen Rugby-Talenteschmieden. Davon zeugen nicht nur Zahlen – 150 der 300 Mitglieder zählenden Sparte sind unter 18 Jahre –, sondern auch drei deutsche Nachwuchs-Meistertitel seit 2010.

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Rugby macht Spaß: 150 Jungen und Mädchen von Grundschul- bis zu den Abiturjahrgängen spielen und trainieren beim SC Germania List am Mittellandkanal.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Der Sportplatz an der Schneckenburger Straße ist eine grüne Lunge am Mittellandkanal im Norden Hannovers. Auf von Bäumen umsäumten Rasenplätzen des SC Germania List jagen Jungen und Mädchen Bällen hinterher - allerdings sind die Spielgeräte nicht rund, sondern oval. Die Kinder spielen Rugby – mit viel Einsatz, viel Freude und auch einer gewissen Ordnung, die einfach herrschen muss, wenn fünf Gruppen gleichzeitig üben.

Germania List ist die erfolgreichste der hannoverschen Rugby-Talenteschmieden. Davon zeugen nicht nur Zahlen - 150 der 300 Mitglieder zählenden Sparte sind unter 18 Jahre -, sondern auch drei deutsche Nachwuchs-Meistertitel seit 2010. Diese Bilanz ist besser als jene des DSV Hannover 78 (zwei Siege) und des VfR Döhren (einmal Meister). Ein weiteres Mal holten List und Döhren zusammen den nationalen Titel - als Spielgemeinschaft.

Den Trainingseifer der Jungen und Mädchen auf dem Platz am Kanal bremste aber jüngst eine besondere Ehrung. Der SC Germania erhielt zum vierten Mal die Auszeichnung „Grünes Band“, und zu diesem Anlass musste der Nachwuchs natürlich zum Feiern und Fotografieren antreten. „Vier Ehrungen in 30 Jahren - das haben nur wenige Vereine geschafft“, sagte Michael Koch, Niederlassungsleiter Private Kunden der Commerzbank Hannover, lobend. Sein Geldinstitut und der Deutsche Olympischen Sportbund ehren auf diesem Wege die Clubs, die in die Zukunft investieren. „Sie leisten eine außerordentlich verdienstvolle Arbeit“, sagte Koch an Dieter Tacke, den Jugendleiter der Rugby-sparte, und all seine Trainer und Übungsleiter gewandt. Und dieses Lob untermauerte der Scheck über 5000 Euro für den Lister Verein, der auch dank solcher Unterstützung weitere Talente suchen und ausbilden kann.

Beträge im vierstelligen Bereich sind ein Segen für Vereine, die sich dem reinen Amateursport verschrieben haben. Rugby gehört hierzulande in diese Kategorie. National- und Bundesligaspieler absolvieren parallel ein Vollzeitstudium oder arbeiten. Das gilt auch für Leon Faust und Louis Seufferth - die beiden Teenager sind aus der Germania-Jugend hervorgegangen und machen jetzt ihre ersten Schritte in den Männerteams in der 1. und 2. Liga. Faust hat eine Lehre als Fertigungsmechaniker abgeschlossen, Seufferth leistet nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Den beiden jungen Sportlern geht es nicht ums Geldverdienen mit Sport, sondern um Spaß und auch Werte. „Es geht familiär zu, man kennt sich“, sagte Seufferth. Faust ergänzte: „In den Wettkämpfen wird nicht lamentiert, der Schiedsrichter ist eine Respektsperson.“ Rugby sei ein „Gentleman-Sport“, resümierten beide. Deshalb sind sie wie die Teamkollegen auch im blauen Oberhemd und mit Krawatte zur Ehrung ihres Vereins erschienen. Und dabei gibt es auch noch feine Unterschiede: Faust trägt schon Schlips mit Clubwappen, weil er sein Bundesliga-Debüt bereits hinter sich hat. Seufferth trägt noch eine neutrale Krawatte, er spielt derzeit in der Zweiten. Der sofortige Übergang aus der Jugend in die Erste ist bei Germania keine Seltenheit. „Fünf Spieler aus der Meisterjugend haben schon den Sprung geschafft“, sagte Faust. Auch das zeugt von der Qualität der Nachwuchsarbeit.

Und die aktuelle Germania-Jugend freut sich noch über kleine Prämien. Als es nach der Scheckübergabe heißt: „Ein Eis für alle“, ist der Verkaufsstand auf dem Clubgelände in Sekundenschnelle belagert.

Das „Grüne Band“

Sympathie für den Nachwuchs: Mit der Initiative „Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ fördern die Commerzbank AG und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) seit 1986 konsequente Nachwuchsarbeit im Leistungssport, unabhängig von der Vereinsgröße oder der Popularität der Sportart. Dotiert ist die Auszeichnung mit 5000 Euro für jeden Preisträger. Prämiert werden 50 Vereine oder Vereinsabteilungen pro Jahr. Bewerben können sich die Clubs oder Sparten bis Ende März jeden Jahres bei ihren Spitzenverbänden – allerdings nur alle sechs Jahre. Voraussetzung für die Vereine ist, dass sie aktive Talentsuche und -förderung von Jugendlichen sowie aktive Dopingprävention betreiben. Die Bewertungskriterien ergeben sich aus dem Nachwuchsleistungssport-Konzept des DOSB und schließen unter anderem die Trainersituation, die Zusammenarbeit mit Schulen oder Olympiastützpunkten, die Doping-Prävention sowie pädagogische Aspekte der Leistungsförderung mit ein.

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