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Hambüchen verpasst WM-Finale

Turn-Weltmeisterschaften Hambüchen verpasst WM-Finale

Fabian Hambüchen hat nach einem Patzer am Reck das WM-Finale verpasst. Nach dem Auftakt in Nanning kritisierte er die Kampfrichter für die Benotung. Das deutsche Team mit drei WM-Neulingen überraschte positiv und zog auf Platz sechs in den Medaillenkampf ein.

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Fabian Hambüchen hat nach einem Patzer am Reck das WM-Finale verpasst.

Quelle: dpa

Nannig. Fabian Hambüchen war sauer und schimpfte auf die Kampfrichter. Bei den Turn-Weltmeisterschaften in Nanning verpasste der deutsche Vorturner das Finale am Reck. Der 26 Jahre alte Olympia-Zweite patzte beim Adler mit ganzer Drehung, den er nicht in den Handstand brachte, und musste kräftige Punktabzüge hinnehmen. 14,366 Zähler und Platz 22 an seinem Paradegerät waren für den Wetzlarer eine glatte Enttäuschung. Damit erreichte erstmals seit elf Jahren kein deutscher Turner ein WM-Gerätefinale.

„Natürlich kann ich mich heute Abend nicht freuen“, erklärte der Vizeweltmeister und zeigte sich sehr verwundert über die schlechte Benotung durch die Referees. „Den Fehler habe ich gemacht, klar. Aber ein wenig hatte ich schon gehofft, dass es trotzdem reicht. Die Bewertung war vielleicht eine Retourkutsche der Chinesen für London, wo sie möglicherweise etwas benachteiligt waren. Oberkampfrichter war hier schließlich ein Chinese“, mutmaßte Hambüchen.

„Diese Reckwertungen schienen mir etwas unverständlich“, bestätigte schließlich auch Cheftrainer Andreas Hirsch, während Sportdirektor Wolfgang Willam relativierte: „Das ging schon in Ordnung.“

Trösten durfte sich Hambüchen mit dem Einzug in das Mehrkampf-Finale am Donnerstag. „Da will ich es allen jetzt noch mal beweisen, dass ich es am Reck besser kann“, gab er als Parole aus. Nach drei Geräten noch auf Platz drei, warf ihn der Reck-Fehler allerdings zurück, so dass es am Ende nach einem Absteiger am Pauschenpferd mit 87,731 Punkten nur zu Vorkampf-Rang 16 in der unbereinigten Liste - pro Nation dürfen nur zwei Athleten im Finale turnen - reichte. Auch Andreas Toba aus Hannover erreichte 22. den Endkampf. Überragender Turner der zweitägigen Qualifikation war der viermalige Allround-Weltmeister Kohei Uchimura aus Japan mit 92,165 Punkten.

In der Mannschaftswertung überraschte die durch den Kreuzbandriss von Marcel Nguyen und zwei weitere Verletzungsausfälle gehandicapte deutsche Riege mit Platz sechs (348,643) und zog in das Teamfinale ein. «Großes Kompliment für die Truppe. Sie hat sich hier stabil präsentiert“, lobte Hirsch sein Team, in dem sich Youngster Lukas Dauser und Philipp Herder anständig präsentierten. Damit schafften die Deutschen auch den ersten Schritt in Richtung Olympia-Qualifikation, die bei der WM im kommenden Jahr in Glasgow ausgetragen wird. Nur die besten 24 Team von Nanning dürfen dort dabei sein. „Ich bin stolz auf diese Truppe, wir haben toll gefightet“, erklärte Andreas Toba.

Bestes Vorkampf-Team war Titelverteidiger China, der mit fünf WM-Neulingen auf 362,698 Punkte kam und die starken Japaner (361,609 Punkte) auf Rang zwei verwies. Die Deutschen machen sich nun Hoffnungen, im Teamfinale sogar noch ein bisschen besser aufzutrumpfen. „Da gibt es einen anderen Modus, alle drei Turner kommen in die Wertung. Da ist noch einiges möglich“, meinte Hambüchen. Der Vorturner geht davon aus, dass er dann am Dienstag wiederum einen kompletten Mehrkampf turnen wird. „Ich werde alles für das Team geben“, kündigte er an.

dpa

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