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Hannoveraner führt Faustballer als Trainer zum Weltmeistertitel

Faustball-WM Hannoveraner führt Faustballer als Trainer zum Weltmeistertitel

Der Hannoveraner Olaf Neuenfeld führt die deutschen Faustballer als Bundestrainer zum zehnten WM-Titel. Dafür bekam er das, was auch bei den Fußballern nach einem Sieg Tradition ist: eine Bierdusche.

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Bundestrainer Olaf Neuenfeld (links) feiert in Pasching mit seinem Spieler Fabian Sagstetter und dem Weltmeisterpokal.

Quelle: DFBL

Hannover. Manchmal sind Faustballer doch wie Fußballer: Als alles gelaufen, Medaillen und Pokale übergeben waren bei der Faustball-Weltmeisterschaft in Österreich, da gab es von den Siegern die obligatorische Bierdusche für ihren Trainer. Und der, der im Paschinger Waldstadion von Spielern und Tausenden mitgereisten Fans gefeiert wurde, war ein Hannoveraner: Bundestrainer Olaf Neuenfeld.

Hier, bei der Turnerschaft von 1852, feierte Neuenfeld als Aktiver einst deutsche Meisterschaften, Europa- und Weltpokalsiege. Mit der Nationalmannschaft holte er 1995 den Weltmeistertitel. Das war der neunte und für lange Zeit letzte WM-Gewinn für die zuvor über Jahrzehnte fast unschlagbare Faustballnation – bis zum Sonntag.

Nach 16 Jahren feierte Deutschland nun den zehnten und wohl überraschendsten Titel. Denn das junge Team des Hannoveraners um den erst 19-jährigen Angreifer Patrick Thomas hatte in Österreich keiner auf der Rechnung. Erst recht nicht, nachdem es in der Zwischenrunde deutliche Niederlagen gegen Brasilien und die Schweiz gegeben hatte. Doch dann kam das Spiel gegen Gastgeber und Titelverteidiger Österreich – und Neuenfeld griff in die Trickkiste: Er brachte den großen Titelfavoriten durch ungewöhnliches Stellungsspiel und Spielerwechsel aus dem Konzept. Mit 3:1 gewann Deutschland, und plötzlich lief es nahezu von alleine. Nach Siegen gegen Chile im Viertel- und gegen Brasilien im Halbfinale stand das Team im Finale erneut Österreich gegenüber.

7500 Zuschauer im Stadion, frenetische Österreich-Fans, das ungewohnte Flutlicht und eine Live-Übertragung im Sportfernsehen – das junge deutsche Team brachte all das nicht aus dem Konzept. Als die Partie nach gutem Start zu kippen drohte, Österreich den 2:2-Satzausgleich schaffte, da zog der Trainer dem Favoriten erneut mit personellen Wechseln den Zahn. „Die taktischen Maßnahmen des Trainers waren perfekt, haben immer sofort gezündet“, sagte Nationalspieler Fabian Sagstetter, dessen Mannschaft sich die nächsten beiden Sätze und damit den WM-Titel sicherte – und Neuenfeld eine Bierdusche verschaffte.

Auch einen Tag nach dem Titel fehlten dem Coach noch fast die Worte: „Dass so eine junge und unerfahrene Mannschaft solch eine Leistung in den letzten beiden Spielen abrufen kann, macht mich sprachlos – und stolz auf die Jungs“, sagte Neuenfeld vor der Rückfahrt nach Hannover, wo er im Hauptberuf bei einem Unternehmen für Krankenpflegeprodukte arbeitet.

Im Grunde hatte der WM-Titel sogar noch zwei weitere hannoversche Säulen: Der langjährige Nationalspieler Martin Becker gehörte in Österreich zum Trainerstab. Und Kapitän Sascha Ball spielte vor seinem Wechsel nach Berlin lange Jahre für den TK Hannover in der Bundesliga.

Jan Beckmann

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