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Heftiger Unfall von Audi-Pilot Allan McNish in Le Mans

24-Stunden-Rennen Heftiger Unfall von Audi-Pilot Allan McNish in Le Mans

Schrecksekunde beim Langstreckenklassiker in Le Mans: Ein heftiger Unfall von Audi-Pilot Allan McNish ist wie durch ein Wunder für alle wohl glimpflich ausgegangen. Der Schotte krachte mit seinem Wagen bei dem 24-Stunden-Spektakel mit großer Wucht in die Reifenstapel, Teile lösten sich vom Audi R18 TDI und flogen durch die Luft.

Le Mans. Weder Zuschauer hinter einem Schutzzaun noch die Fotografen, die sich direkt hinter dem Reifenstapel aufhielten, wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt.

McNish stieg nach seinem kapitalen Crash ebenfalls unverletzt aus seinem allerdings völlig demolierten Audi R18 TDI aus. „Allan McNish geht es gut“, teilte der Veranstalter via Twitter mit. Als Vorsichtsmaßnahme wolle der Audi-Teamarzt jedoch, dass der Brite im Krankenhaus noch einmal untersucht wird.

„Ich habe mir Sorgen um die Zuschauer hinter dem Zaun gemacht“, meinte McNishs Teammitstreiter Rinaldo Capello bei „Eurosport“: „Natürlich ist es schade, wenn das Rennen so schnell beendet ist, aber das Wichtigste ist, dass McNish auch nichts passiert ist.“ Vor allem, wenn man sich erinnert, dass sich vor 56 Jahren in Le Mans der bis heute schwerste Unfall im Motorsport ereignete: Am 11. Juni 1955 waren nach einem Crash zwischen Mike Hawthorn und Pierre Levegh Teile des Mercedes des Franzosen auf die Haupttribüne geflogen. Über 80 Menschen starben damals, auch Levegh war unter den Opfern.

McNish hatte am Samstag beim Überholen mit seinem Audi den Ferrari von Anthony Beltoise berührt und war dann von der Strecke abgekommen. Die 24 Stunden von Le Mans, bei denen Audi den zehnten Sieg seit 2000 ansteuern will, wurden durch das Safety Car fast eine Stunde neutralisiert. Durch den Ausfall waren die Hoffnungen von Rekordsieger Tom Kristensen auf seinen persönlichen neunten Le-Mans-Erfolg dahin. Der Däne teilte sich den Wagen mit dem Schotten McNish, der kurz nach dem Start bereits von Rang fünf auf Platz vier vorgefahren war, und dem Italiener Rinaldo Capello.

Die Audi-Sieghoffnungen ruhen nach dem Unfall des Autos mit der Startnummer 3 nun auf den Piloten der beiden weiteren Wagen. Nachdem Weltverbandspräsident Jean Todt den Start für die legendären 24 Stunden von Le Mans pünktlich um 15.00 Uhr freigegeben hatte, verteidigte der Franzose Benoît Tréluyer die Pole Position für sein Team mit dem Duisburger André Lotterer und dem Schweizer Marcel Fässler vor seinem Markenrivalen, Vorjahressieger Timo Bernhard.

Der Homburger durfte als erster im Auto mit der Nummer 1 ran. Mit ihm werden DTM-Pilot Mike Rockenfeller (Neuwied) und der Franzose Romain Dumas das Rennen über mehr als 5000 Kilometer bestreiten. Den Start ließ sich selbst Frankreichs Ministerpräsident François Fillon unter den schätzungsweise über 200.000 Zuschauer nicht entgehen.

dpa

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Foto: Der Audi R18 TDI mit Pilot Allan McNish kracht bei den 24 Stunden von Le Mans nach einer Kollision in einen Reifenstapel und überschlägt sich.

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