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Meyer gewinnt „Großen Preis von Isernhagen“

Springreiten Meyer gewinnt „Großen Preis von Isernhagen“

Diese Prüfung und besonders dieses Stechen waren ganz nach dem Geschmack von Hilmar Meyer. Der Springreiter liebt Tempo und Spannung. Und er liebt das Gewinnen. Von allem bot der „Große Preis von Isernhagen“ einiges für den 51-Jährigen vom Reit- und Rennverein Schwarme.

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„Ich habe nicht vor, ihn umoperieren zu lassen“: Hilmar Meyer und sein Salto de Fee brauchten nur 34,73 Sekunden im Stechen von Isernhagen.

Quelle: Sielski

Isernhagen. Und so war Meyer nach dem Triumph mit Salto de Fee im Kampf um das Goldene Pferd rundum zufrieden. „Natürlich gehört auch Glück dazu, aber eine Eva Bitter muss man erst mal besiegen“, sagte er.

Die Titelverteidigerin aus Bad Essen schien nämlich noch unmittelbar vor Meyers Wahnsinnsritt das Maß aller Dinge der vier Hitzetage zu sein. Bitter hatte mit Perigueux bereits das „Championat von Isernhagen“ am Sonnabend gewonnen und schickte sich an, auch den „Großen Preis“ erneut für sich zu entscheiden. Mit ihrem Hengst flog sie in 36,24 Sekunden schier durch das Stechen. An diese Zeit kann keiner heranreichen, das war die einhellige Meinung.

Großen Pferdesport haben rund 3000 Zuschauer beim "Großen Preis von Isernhagen" gesehen. Eindrücke vom Wettbewerbstag.

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Doch man darf halt Meyer niemals unterschätzen. Der Morsumer, der zwei Pferde ins Stechen gebracht hatte, ließ schon mit seinem ersten Auftritt in der Entscheidungsrunde aufhorchen. Als er mit Bjerglunds Cuba einreiten wollte, verlor sein Holsteiner ein Eisen. Ein Hufschmied musste es richten; und als Meyer knapp zehn Minuten erneut einritt, da schien ihn das Missgeschick überhaupt nicht zu belasten. Er suchte die kürzesten Wege, es störte ihn auch nicht, dass die Zweige einer Kastanie ihm ins Gesicht schlugen. Doch ausgerechnet der letzte Sprung des Parcours wurde dem Paar zum Verhängnis. „Ein bisschen hat mich die Eisen-Aktion schon in der Konzentration gestört“, sagte er.

Aber was soll es: Er hatte ja noch ein zweites Eisen im Feuer. Und was für eins: Salto de Fee sprang grandios: 34,73 Sekunden. Welch eine Zeit, und dennoch musste Meyer noch einmal zittern, als Mynou Diedrichsmeier (RV Aller-Weser) mit ihrem Stalido als letzte Teilnehmerin ebenfalls mächtig aufs Tempo drückte. Sie brauchten aber 36,12 Sekunden und verdrängten Bitter immerhin noch auf Rang 3.

Dass Meyer nicht nur ein guter Springreiter ist, bewies er bei der Siegerehrung. Als Turniersprecher Jens Wehrmann ihm und seiner Stute gratulierte, sorgte der Gewinner für ein großes Gelächter. „Vielen Dank“, sagte er, „aber Salto de Fee ist ein Wallach – und ich habe nicht vor, ihn umoperieren zu lassen.“ Es habe sich ausgezahlt, dass er auf die Starts am Sonnabend verzichtet habe. So seien die Pferde frischer gewesen.

Der insgesamt gelungene Abschluss sorgte auch für zufriedene Gesichter bei den Organisatoren. „Der Sonntag war Gott sei Dank nicht so heiß“, sagte RFV-Vorsitzende Elke Gerns-Bätge. „Es sind immerhin 3000 Zuschauer gekommen, und sie haben großen Sport gesehen.“

Die Sympathien gehören der Zweiten

Die Grand-Prix-Prüfungen sind aus dem Dressur-Programm des „Großen Preises von Isernhagen“ seit dem vergangenen Jahr verschwunden. Der Verein will den Nachwuchsreitern der Region mehr Möglichkeiten geben, sich zu zeigen. Doch die Teilnehmerfelder waren gerade in der Dressur sehr klein. In der Intermediaire I – Kür, immerhin eine Zweisterneprüfung der Klasse S, zum Beispiel starteten gestern Mittag gerade einmal vier Reiter. Deren Leistung konnte sich aber sehen lassen: Es gewann Therese Nilshagen vom RSC Osnabrücker Land mit Dante Waltino.

Die Sympathien der meisten Zuschauer aber gehörten der Zweitplatzierten: Lena Waldmann, die Cassitano ritt. Und das hat einen einfachen Grund: Die junge Dressurreiterin des RV Rosencarree ist einst für den Veranstalter RFV Isernhagen geritten – und hat im vergangenen Jahr hier ihren ersten S-Sieg errungen. Inzwischen sind neun weitere hinzugekommen, und Waldmann wird demnächst ihr Goldenes Reitabzeichen erhalten. Der RFV gratulierte mit einer Kandare und geschliffenen Gläsern vorab. Das zählte doch viel mehr als ein erneuter Sieg.

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