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Eike Onnen ist wieder 
auf der Höhe

Hannoveraner startet bei WM in Peking Eike Onnen ist wieder 
auf der Höhe

Hochspringer Eike Onnen aus Hannover geht am Freitag bei der Leichtathletik-WM in Peking an den Start. Sein Ziel lautet, es ins Finale der besten Zwölf zu schaffen, die sich dann am Sonntag messen. Aufhören will der 33-Jährige frühestens 2016 - nach der ersten Olympiateilnahme.

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Eike Onnen aus Hannover will bei der WM in Peking hoch hinaus.

Quelle: dpa

Hannover. „Ich bin wohl ein Asien-Spezialist.“ Eike Onnen muss selbst etwas lächeln, als er auf eine Besonderheit seiner Leichtathletik-Karriere angesprochen wird. Auch die dritte Weltmeisterschaft führt den Hochspringer von der LG  Hannover auf den größten Kontinent der Erde. 2007 startete er in Osaka (Japan), 2011 nahm er in Daegu (Südkorea) teil, und am Freitag tritt er für die deutsche Mannschaft bei den Titelkämpfen in Peking an, die am vergangenen Wochenende begonnen haben.

Onnen und Peking – in dieser Hinsicht schließt sich ein Kreis, Der Hannoveraner hatte sich für die Olympischen Spiele 2008 in der chinesischen Hauptstadt qualifiziert, musste dann aber den Wettkampf wegen einer Verletzung absagen. „Die jetzige Teilnahme ist aber kein Ersatz für damals“, betonte er.

Vielmehr ist der vierte internationale Start – Onnen war zudem 2012 bei der Europameisterschaft in Helsinki dabei – eine Überraschung auch für den Sportler selbst. „Eigentlich wollten wir das Augenmerk auf die Olympiasaison legen“, sagten der Athlet und Astrid Fredebold-Onnen, Mutter und Trainerin. 2015 sollte ein Durchgangsjahr werden. Doch dann passte der Saisoneinstieg mit Sprüngen deutlich über 2,20 Metern, und es folgte Ende Juni eine Woche mit drei Wettkämpfen, in denen der Hochspringer 2,32 und zweimal 2,30 Meter meisterte.

Im Winter zehn Kilogramm abgenommen

Dieser Dreifachcoup gelang Onnen mit 33 Jahren in einem Alter, in dem viele seiner Konkurrenten schon den Belastungen des jahrelangen Trainings Tribut gezollt haben. 2013 und 2014 hatte der Hochspringer seine Ausbildung an der Polizeiakademie begonnen, dabei auch Sportarten betrieben, die ihm Gewichts- und Muskelzuwachs brachten, der für hohe Sprünge ungünstig war. „Ich habe aber im Winter etwa zehn Kilogramm abgenommen“, sagte Onnen. Und diese Leichtigkeit zahlt sich über der Hochsprunglatte aus.

Der Hannoveraner sagt auch, dass er dank der beiden vergangenen Jahre mit anderen Reizen „freier im Kopf“ sei und „mehr Ruhe und Gelassenheit“ habe. Das Auf und Ab in der Sportlerlaufbahn ist ohnehin nichts Neues: Vor der ersten WM-Teilnahme schien seine Karriere schon im Ansatz erstickt zu sein, als er sich 2004 den Knöchel brach und alle Bänder riss. Doch Onnen überwand die Verletzung und flog im Mai 2007 in Garbsen über 2,34 Meter, bis heute seine beste Höhe.

Nach der Verletzung 2008 und der verpassten Olympiateilnahme folgte 2010 ein Wechsel nach Köln. Doch im Rheinland lief es mit einem anderen Trainer und anderen Methoden überhaupt nicht, es folgte die Rückkehr nach Hannover und die WM-Teilnahme 2011 in Daegu.

Ziel ist das Finale der besten Zwölf

Der Hannoveraner wirkte entspannt vor dem Abflug. Er greift erst zum Ende der Weltmeisterschaft ein – am Freitag in der Hochsprung-Qualifikation (3.45 Uhr MESZ) und am Sonntag im Finale (12.30 Uhr MESZ), wenn er unter die besten Zwölf kommt. „Diesen Platz habe ich im Visier, weil ich derzeit Zwölfter in der Weltrangliste bin“, sagte Onnen. Und er freut sich, dass bei der WM auch ein zweiter Deutscher dabei ist – der zwölf Jahre jüngere Leverkusener Mateusz Przybylko, Vertreter der Hochsprung-Generation nach Onnen.

Aufs Altenteil indes wird sich der Hannoveraner erst frühestens nach 2016 begeben, davor steht die Hoffnung auf Rio de Janeiro, die erste Olympiateilnahme. Es wäre die Krönung für das sportliche Familiengespann, zumal die Mutter dieses Mal die Daumen vor dem Fernsehgerät drücken muss. Aber in Rio möchte sie zu gern live dabei sein – wenn der Sohn die Teilnahme schafft.

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