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"Hoffnungsträger" Klinsmann sorgt für gute Stimmung

Debüt "Hoffnungsträger" Klinsmann sorgt für gute Stimmung

Jürgen Klinsmann sorgt bei seinem Debüt als amerikanischer Fußball-Nationaltrainer für ein gutes Gefühl. Das 1:1 gegen den Erzrivalen Mexiko bei der Premiere des 47-Jährigen als Trainer der amerikanischen Fußball-Auswahl war keine spielerische oder taktische Offenbarung, vor einem verpatzten Debüt bewahrte ihn das Tor von Robbie Rogers zum Ausgleich in der 73. Minute.

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Jürgen Klinsmann sorgt bei seinem Debüt als amerikanischer Fußball-Nationaltrainer für ein gutes Gefühl.

Quelle: dpa

Philadelphia. Jürgen Klinsmanns blaues Polohemd war so durchgeschwitzt, als hätte der einstige Toptorjäger selbst gespielt. Das 1:1 gegen den Erzrivalen Mexiko bei der Premiere des 47-Jährigen als Trainer der amerikanischen Fußball-Auswahl war keine spielerische oder taktische Offenbarung, vor einem verpatzten Debüt bewahrte ihn das Tor von Robbie Rogers zum Ausgleich in der 73. Minute. Aber nach den 90 Minuten von Philadelphia feierten ihn die 30 138 Fans, seine Spieler lobten ihn, und Klinsmann selbst sprach nach dem Schlusspfiff am Mittwochabend von „einem schönen Gefühl“.

Der „Hoffnungsträger“, wie die „Philadelphia News“ über Klinsmann schrieb, zeigte sich wie einst an der Seitenlinie der deutschen Fußballelf und bei Bayern München engagiert und emotional, kommunizierte oft mit seinem Assistenten Martin Vazquez und spornte die Spieler, darunter Steve Cherundolo von Hannover 96, der durchspielte, immer wieder mit „Come on, come on“-Rufen an. „Wir können zufrieden mit unserer Vorstellung sein“, sagte der Wahl-Kalifornier. „Wir wollten eine Leistung mit viel Energie und Engagement abliefern und haben in diesen 90 Minuten viel gelernt.“

Nach nur drei gemeinsamen Trainingseinheiten äußerten sich die amerikanischen Profis fast schon euphorisch über den neuen Chef. „Ich habe es genossen, für Jürgen zu spielen. Er hat viel Vertrauen in uns, und das stärkt unser Selbstbewusstsein“ sagte Torschütze Rogers. „Jürgen hat uns gesagt, dass wir einfach Spaß haben sollen – so etwas hört man nicht oft, schon gar nicht, wenn jemand sein Debüt gibt“, ergänzte der 21-jährige Brek Shea, wie Rogers (24) und Juan Agudelo (18) eingewechselt.

Dieses Terzett steht stellvertretend für das Kapitel Klinsmann, in dem verstärkt auf die Jugend gesetzt werden soll. „Wir Spieler reagieren oft frustriert, wenn was nicht klappt, aber Klinsmann hat die Woche dafür gesorgt, dass die Einstellung positiv ist“, sagte der ehemalige Münchener Bundesliga-Profi Landon Donovan. Allerdings war zu Beginn der Partie nichts von Klinsmanns „auf Angriffsfußball orientierter“ Fußball-Philosophie zu sehen. Der TV-Sender ESPN hatte sogar den „Anfang der mutigen, neuen Welt des Jürgen Klinsmann“ prophezeit – doch der Schwabe bot mit Edson Buddle vom deutschen Zweitligisten FC Ingolstadt zunächst nur einen echten Stürmer auf. Dass die Amerikaner bis zur Halbzeit keinen einzigen Torschuss aufwiesen, war nicht verwunderlich – dem Mittelfeld mit den Bundesligaprofis Michael Bradley (Mönchengladbach) und Jermaine Jones (Schalke) fehlte jegliche Kreativität.

Die Mexikaner, die die USA am 25. Juni im Goldcup-Finale noch mit 4:2 besiegt hatten, kontrollierten Partie und Gegner und gingen auch ohne ihren Toptorjäger Javier Hernandez von Manchester United durch einen sehenswerten Seitfallzieher von Oribe Peralta mit 1:0 in Führung (17. Minute). Klinsmann sprach „von einem Tor aus dem Nichts“. Nach dem Wechsel waren die Gastgeber die bessere Mannschaft und hätten den Sieg verdient gehabt.

Der nächste Test steht am 2. September in Carson gegen Costa Rica an, vier Tage später kommen die USA zum Länderspiel nach Belgien. Wer dann zum Kader gehört, lässt der Coach bewusst offen. „Jürgen hat uns gesagt, dass er jedes Mal die beste Elf aufbieten will. Jeder Spieler muss ihm halt zeigen, dass er bleiben will“, sagte Donovan. Um den Kampf um die Stammplätze bildlich zu machen, hat Klinsmann sogar die Spielernamen von den Trikots entfernen und die Jerseys der Startelf von 1 bis 11 sowie die der Reservisten von 12 bis 18 durchnummerieren lassen – „als kleines Signal dafür, dass man um die Nummern kämpfen muss“, betonte er.

Heiko Oldörp

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