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IAAF will bei russischen Leichtathleten "hart bleiben"

Doping-Skandal IAAF will bei russischen Leichtathleten "hart bleiben"

Die russische Leichtathletik kommt nicht so schnell aus dem Dopingsumpf heraus. IAAF-Präsident Sebastian Coe sagt zum erhofften Wandel in Russland: „Enttäuschung ist das richtige Wort.“

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IAAF-Präsident Sebastian Coe.

Quelle: Lauren Hurley/PA Wire/dpa

London. Für Russland wird es so schnell keine Rückkehr auf die internationale Leichtathletik-Bühne geben - und schon gar nicht bei den Weltmeisterschaften im August in London. Sebastian Coe, Präsident des Weltverbandes IAAF, bescheinigte dem Land bei der Aufarbeitung des Doping-Skandals nur „kleine Fortschritte“. „Wir werden hart bleiben. Wir sehen einfach nicht ein, warum keine größeren Fortschritte möglich sind“, sagte der 60 Jahre alte Brite bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in London.

Die Taskforce des Weltverbandes, welche die Entwicklung in Russland überwachen soll, habe in ihrem neuen Bericht dem IAAF-Council von zahlreichen Mängeln berichtet, unter anderem bei Dopingtests und der Beschäftigung von belasteten Trainern. Die Vorgaben von sechs Meilensteinen an den russischen Leichtathletik-Verband RUSAF seien noch nicht erfüllt, sagte Taskforce-Mitglied Geoff Gardener (Norfolkinsel). Das Council geht davon aus, dass dies in diesem Jahr nicht mehr möglich sein wird. Coe betonte, dass die Führungsspitze des Weltverbandes „enttäuscht und besorgt“ sei, und sagte über die in Ungnade gefallenen Russen: „Es liegt an ihnen, wann sie zurückkehren können. Wir haben eine Verantwortung für alle Athleten auf der Welt.“ 

Nach dem von der IAAF ausgesprochenen Bann für die Leichtathletik-Großnation hatte an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro lediglich die russische Weitspringerin Darja Klischina teilnehmen dürfen. Im vergangenen Jahr war außerdem noch Whistleblowerin und Mittelstreckenläuferin Julia Stepanowa ein Startrecht zuerkannt worden.

Die Taskforce kritisierte auch die Berufung von Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa zur Präsidentin der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA. Die Weltrekordlerin hatte für Whistleblower eine lebenslange Sperre gefordert und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA kritisiert. „Es ist schwierig, wie dies helfen soll, um den gewünschten Wandel in Russlands Leichtathletik zu erreichen, oder ein offenes Umfeld für Whistleblower zu schaffen“, sagte der Taskforce-Vorsitzende Rune Andersen aus Norwegen der amerikanischen Nachrichtenagentur AP. Der nächste Report wird für die Council-Sitzung vor der WM in London erwartet.

Bereits im Februar hatte sich die IAAF bei der Aufarbeitung des Doping-Skandals kompromisslos gezeigt und angekündigt, dass die Suspendierung der Russen nicht vor der WM aufgehoben werde. Der im November 2015 verhängte Bann gegen Russland wegen systematischen Dopings ende erst, wenn die RUSADA wieder unabhängig und korrekt ihre Arbeit aufnehmen könne.

Die IAAF hat bislang allerdings zehn russischen Athleten ein Sonderstartrecht für die Weltmeisterschaften im August in London erteilt. Um unter neutraler Fahne antreten zu können, müssen diese Doping-Kontrollen nachweisen, die sie außerhalb des Anti-Doping-Systems ihres Landes absolviert haben.

Mitte März hatte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) Sergej Portugalow, den einstigen Chefmediziner der russischen Leichtathleten, wegen Dopingvergehen lebenslang gesperrt.

Von Ulrike John

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