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„Geschäftsführer bei 96 – wäre das was für Sie?“

Interview mit TSV-Burgdorf-Chef Benjamin Chatton „Geschäftsführer bei 96 – wäre das was für Sie?“

Gerüchtehalber könnte auch Benjamin Chatton zu den fünf Kandidaten gehören, die Hannover 96-Boss Martin Kind für den Posten des Geschäftsführers ausgeguckt hat. Doch der Geschäftsführer der TSV-Handballer hält sich bedeckt. Er spricht im Interview lieber über Transfers und Spielerberater.

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Erfolgreich bei der TSV Hannover-Burgdorf: Benjamin Chatton (34 Jahre).

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Herr Chatton, haben Sie gestern Morgen den HAZ-Sportteil aufmerksam gelesen?

Nein, das habe ich nicht, weil ich schon sehr früh beruflich unterwegs war. Aber ich habe einige Anrufe und SMS bekommen. Es haben mich einige darauf angesprochen.

Und, wäre das etwas für Sie, neuer Sportdirektor oder Geschäftsführer beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96?

Sie erwarten jetzt hoffentlich nicht ernsthaft, dass ich das kommentiere.

Auch wenn Sie aus dem Handballgeschäft kommen, so abwegig wäre doch solch ein Posten nicht für Sie.

Egal, ob ich das Ganze jetzt dementiere oder bestätige: Wenn ich antworte, werden meine Worte interpretiert werden. Ich pflege bei Hannover 96 einen inhaltlichen Austausch unter anderem mit Martin Kind (96-Clubchef, d Red.) oder Thorsten Meier (Stadionchef, d. Red.) , aber das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun.

Und dabei haben Sie mit Herrn Kind niemals über einen Job bei 96 gesprochen?

Sorry, noch mal: Das kommentiere ich nicht. Nur so viel: Im Normalfall ist es so, dass die Entscheidungsträger miteinander sprechen und nicht über die Medien.

Okay, würde Sie denn grundsätzlich ein Arbeitsplatz in der Fußball-Bundesliga interessieren?

Das ist etwas ganz anderes. Natürlich ist das denkbar, eine Tätigkeit in der Fußball-Bundesliga ist immer ein Thema und überlegenswert. Genauso will ich aber auch andere Sportarten nicht ausschließen, ich muss schließlich noch einige Jahre arbeiten.

Was reizt Sie besonders?

Das hängt von der Tätigkeit ab. Sportdirektor wäre in einer anderen Sportart sicherlich nicht meine Stärke. In diesem Fall könnte ich eher die Themenfelder Organisation, Vermarktung oder Markenbildung belegen, dies ist auch jetzt mein tägliches Brot. Ich möchte aber betonen, dass ich mich in meinem beruflichen Umfeld sehr wohl fühle.

Bei der TSV Hannover-Burgdorf nimmt man Sie aber hauptsächlich als Sportdirektor wahr.

Das kommt in den Medien so rüber, weil ich meistens zu diesen Themen befragt werde. Aber man kann sagen: Im Handball kommt dieser Arbeitsbereich dazu.

Ist das im Handball-Geschäft so viel einfacher?

Ich denke nicht, aber es ist sicherlich eine andere Branche. Mit Handball bin ich sportlich und beruflich groß geworden, da kenne mich aus, da macht es mir nichts aus, beides zu machen. In einer anderen Sportart würde ich mir das nicht anmaßen.

Sie sind doch aber interessiert am Fußball und auch oft in der HDI-Arena.

Ich bin ein interessierter Zuschauer.

Und auch Fan?

Nein, ich bin kein klassischer Fan. Nennen Sie es Lokalpatriotismus. Natürlich fiebere ich mit den „Roten“ mit, allein schon, weil man die Entscheidungsträger kennt. Und es gibt eine übergreifende Partnerschaft. Unsere Handballspieler sind oft in der Arena, die 96-Profis oft bei uns. Zuletzt waren Leon Andreasen, Artur Sobiech, Edgar Prib und ein paar andere da.

Haben Sie im Handball auch viel mit sogenannten Spielerberatern zu tun?

Ja klar, da nehmen sich die Bereiche Fußball und Handball nicht viel.

Und, finden Sie sie auch so „nervig“, wie 96-Clubchef Kind oft sagt?

Das würde ich anders formulieren. Natürlich gibt es auch bei uns seriöse und weniger seriöse. Vermittler sind jedoch Teil der Branche, somit muss man sich mit ihnen auseinandersetzen. Oft sind sie die gleichen wie beim Fußball. Wenn sie nicht glaubwürdig sind, kommen wir eben nicht ins Geschäft. Insgesamt muss man sagen, dass man von den Beratern auch viele gute Tipps bekommt, wenn es um passende Spieler geht. Sie helfen, Probleme zu lösen. Sie sind ganz einfach Teil des Konstrukts.

Sind Transfers im Handball einfacher über die Bühne zu bringen als im Fußball?

Das kann ich nicht seriös beantworten, ich habe nie einen Transfer im Fußball abgewickelt.

Beim Fußball scheint jeder halbwegs bekannte Spieler inzwischen mehrere Berater zu haben. Außerdem schießen Ablösegehälter und -summen ins Bodenlose.

Natürlich haben Transfers beim Fußball ein ganz anderes Volumen, da fließt viel mehr Geld. Aber der Markt ist auch viel größer. Jeden halbwegs guten Erstligakicker wird man schon irgendwie in der 2. Liga oder anderswo los. Das ist beim Handball viel, viel schwieriger.

 

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