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Wunderpferd aus Langenhagen ist "Galopper des Jahres"

Preis für Iquitos Wunderpferd aus Langenhagen ist "Galopper des Jahres"

Große Ehre für den Supergalopper aus Hannover: Das Wunderpferd Iquitos hat die Wahl zum Galopper des Jahres gewonnen und rührt seinen Trainer damit zu Tränen.

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Wunderpferd Iquitos hat die Wahl zum Galopper des Jahres gewonnen.
 

Quelle: Dröse

Langenhagen.  Der Hauptdarsteller hatte irgendwann genug, zu viel Rummel. Iquitos zappelte mit Pflegerin Simone Harnischmacher aus dem Absattelring auf der Neuen Bult. Auch der riesige Präsentkorb mit Äpfeln und Möhren war für den Hengst kein Argument, zu chillen. Daher fiel auch das gemeinsame Erinnerungsfoto mit Trainer Hans-Jürgen Gröschel flach. Der 73-Jährige hielt das goldene Schild in der Hand. Die Gravur: „Galopper des Jahres 2016“.

Mit 40,6 Prozent der Wähler-Stimmen gewann Wunderpferd Iquitos die größte Auszeichnung im deutschen Galoppsport. Zum ersten Mal überhaupt geht diese Ehre an ein Pferd aus Hannover. Es ist die älteste Publikumswahl im deutschen Sport.

Erstmals in der Turf-Geschichte fand die Ehrung auch auf der Rennbahn in Langenhagen statt. „Das ist natürlich eine tolle Sache, aber noch eine viel größere Ehre, so ein Pferd bei uns zu beherbergen“, sagte Bult-Chef Gregor Baum.

Für Züchterin Buhmann geht ein Traum in Erfüllung

Iquitos stammt aus Langenhagen, vom Gestüt Evershorst unweit der Rennbahn. Die rüstige Lady Erika Buhmann ist Züchterin des fünfjährigen Superhengstes. „Natürlich träumt man. Ununterbrochen“, sagte die 94-Jährige gerührt. „Und manchmal gehen Träume eben in Erfüllung.“ Auch Werner Gerhold von der Besitzergemeinschaft Mulligan aus Köln war auf der Rennbahn. Nur Jockey Ian Ferguson, der ständige Reiter von Iquitos, fehlte.

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Fotostrecke Langenhagen: Entspannter Saisonstart auf der Neuen Bult

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Der Galopper des Jahres gewann die Wahl vor den Konkurrenten Potemkin (34,4 Prozent) und Protectionist (25,0), der inzwischen als Deckhengst auf der Weide steht.

Da soll Iquitos noch lange nicht hin. Trainer Gröschel hat Großes mit ihm vor. Am 29. Mai steht der erste Saisonstart beim Großen Preis der Badischen Wirtschaft an. Das Rennen hatte Iquitos 2016 gewonnen, der Auftakt einer grandiosen Saison. Nach starken Platzierungen folgte der Sieg beim Großen Preis von Baden, ein Rennen der höchsten Kategorie Gruppe I. Auch für Gröschel der wichtigste Erfolg seiner langen Karriere.

Abenteuerlicher Abschluss beim Japan-Cup in Tokio

Iquitos gewann außerdem die Wertung der eingeführten Champions League. Abenteuerlicher Abschluss des Jahres war die Einladung zum Japan-Cup nach Tokio, wo der kleine Hengst auf Platz sieben galoppierte. Für Gröschel „Erfahrungen, die man nie vergisst“. Nach der Ehrung fühlte er sich „aufgewühlt“. Star-Trainern wie Andreas Wöhler oder Peter Schiergen gehe „das vielleicht nicht so nah, aber mir geht das sehr nah“, sagte Gröschel mit bewegter Stimme und kämpfte mit den Tränen.

Als Trainer im Osten hatte er immer von solchen Erfolgen geträumt. So war er gestern „froh, dass ich nicht aus der Kirche ausgetreten bin. Der liebe Gott hat meine Gebete erhört. Ich bin dem Schicksal sehr dankbar.“

Wo der Weg von Iquitos hinführt, ist noch unklar. Erreicht er die Form vom Vorjahr, sind Starts im Ausland die logische Folge. Ein Traum für Besitzer, Trainer und Züchter: ein Start am 3. Oktober beim Prix de L’Arc de Triomphe in Paris, dem wichtigsten Rennen der Welt.

Von Simon Lange

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