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Judoka aus Hannover belegen WM-Plätze 3 und 5

WM in Astana Judoka aus Hannover belegen WM-Plätze 3 und 5

Es war ein versöhnlicher Abschluss, den sich das deutsche Judo-Team bei den Weltmeisterschaften in Kasachstan selbst bescherte: Zwei bronzene und eine Silbermedaille errangen die Judoka aus Hannover – Dimitri Peters und André Breitbarth – am abschließenden Wettkampfwochenende in Astana.

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Erfolgreich im Kampf um den 3. Platz: Dimitri Peters (weißer Anzug) aus Hannover sicherte sich mit einem Sieg gegen den Tschechen Lukas Krpalek die Bronzemedaille.

Quelle: Maxim Shipenkov/dpa

Astana. Am Freitag hatte bereits Luise Malzahn in der Klasse bis 78 Kilogramm die Bronzemedaille geholt.

Erfreulich verlief der WM-Abschluss vor allem aus hannoverscher Sicht. Der Olympia-Dritte Dimitri Peters sicherte sich in der Klasse bis 100 Kilogramm die Bronzemedaille. André Breitbarth, der gemeinsam mit Peters im Olympiastützpunkt Hannover trainiert, erreichte einen guten 5. Platz in der Klasse über 100 Kilogramm.

Peters kämpfte sich souverän durch seine Duelle und scheiterte nach einem weitestgehend ausgeglichenen Kampf erst gegen den späteren Titelgewinner Ryunosuke Haga aus Japan. Im Kampf um die Bronzemedaille traf der 31-Jährige auf den Titelverteidiger Lukas Krpalek aus Tschechien. Ein Konter, der ihm eine volle Wertung brachte, reichte schließlich zwei Minuten vor Schluss, um die Bronzemedaille zu erringen. „Das war der letzte Kampf des Tages und ich wollte alles auf eine Karte setzen“, sagte Peters nach dem Mattenduell. Sein Gegner sei „nicht in Bestform gewesen, das habe ich ausgenutzt.“

An der Bronzemedaille knapp vorbei schrammte dagegen André Breitbarth. Der 25-Jährige musste sich im Kampf um den 3. Platz dem Sieger der Europaspiele Adam Okruashvili aus Georgien geschlagen geben. „In einem Medaillenkampf zu stehen und zu verlieren ist immer ärgerlich“, schrieb Breitbarth auf seiner Facebook-Seite. Dennoch wertete er den 5. Platz in seiner Klasse durchaus als Erfolg. „Damit hätte ich vor der Weltmeisterschaft nicht gerechnet“, sagte der Braunschweiger, der in Hannover trainiert und im Vorfeld einen Platz unter den besten sieben Kämpfern angestrebt hatte.

Die beste Platzierung für die deutschen Judoka sicherte sich aber Karl-Richard Frey. Der 24 Jahre alte Leverkusener, der wie Peters in der Wettkampf-
klasse bis 100 Kilogramm antrat, kämpfte sich souverän bis ins Finale vor und weckte im deutschen Judo-Team die Hoffnung auf den ersten WM-Titel seit zwölf Jahren. Im Finale unterlag Frey aber ebenfalls dem Japaner Ryunosuke Haga. „Das Ergebnis ist in Ordnung. Jetzt, wo ich so nah dran war, den Titel zu gewinnen, ärgert es mich, dass es nicht geklappt hat“, sagte Vizeweltmeister Frey nach dem Kampf.

Trotz des verpassten WM-Titels und des schwachen Beginns in den ersten WM-Tagen, in denen auch der Hannoveraner Igor Wandtke in der Klasse bis 73 Kilogramm bereits in der Vorrunde ausschied, konnte man im deutschen Team zufrieden mit der Medaillenausbeute sein. Insgesamt viermal Edelmetall können die Judoka von der Olympia-Generalprobe mit nach Hause nehmen – zwei Medaillen mehr, als vom Deutschen Judobund vorgegeben. Sogar eine fünfte Medaille war in Reichweite. Doch während die Frauenmannschaft im abschließenden Teamwettbewerb aus dem Kampf um den 3. Platz siegreich gegen Gegner Mongolei hervorging (3:2), unterlag das Männerteam im kleinen Finale 1:4 gegen die Mannschaft aus Georgien.

Der Chef des Deutschen Judobundes, Peter Frese, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und lobte vor allem die deutschen Schwergewichte Peters und Frey: „Sie haben mich beide sehr positiv überrascht.“ Der Fokus liegt nun auf den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016. Mit vier Medaillen im internationalen Vergleich scheinen die deutschen Judoka bereit für Brasilien.     

Von Sabine Gurol

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