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Laila trainiert viermal die Woche – für Olympia

Neunjährige Turnerin Laila trainiert viermal die Woche – für Olympia

Viermal pro Woche geht Laila zum Turntraining, damit sie später einmal bei den Olympischen Spielen starten kann. Denn das ist ihr Traum. Aber wie bekommt die Neunjährige Sport und Schule unter einen Hut? Ein Text aus der Kinder-HAZ.

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Laila trainiert an vielen Geräten – am liebsten turnt sie aber am Boden.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Wenn Laila Juhrbandt zum Flickflack ansetzt, sieht alles ganz leicht aus. Ein kurzer Anlauf, Absprung, Drehung, ein kurzes Aufkommen mit den Händen, noch eine Drehung und schon steht sie wieder auf ihren Füßen. „Hat alles geklappt“, sagt die neunjährige Nachwuchsturnerin aus Engensen bei Großburgwedel und lacht vergnügt. Funktioniert es nicht so, wie sie es möchte, dann ist das Lächeln etwas verlegen - und Laila beginnt einfach noch einmal von vorn. Übung macht den Meister.

Vier- bis fünfmal pro Woche trainiert Laila im Turn-Zentrum in Badenstedt - wenn man so will, ist es ihr zweites Zuhause. Stufenbarren, Sprungbrett, Schwebebalken und Trampolin gehören zu den Geräten, an denen die Schülerin der Grundschule Thönse gemeinsam mit anderen Mädchen drei bis vier Stunden lang in der Halle übt. Ihr Ziel: „Ich will zu Olympia“, sagt sie selbstbewusst.

Dafür sind aber nicht nur viel Training, sondern auch viel Disziplin nötig. Denn viel Zeit außerhalb der Turnhalle bleibt der Viertklässlerin kaum. „Meistens komme ich aus der Schule, mache direkt Hausaufgaben und esse etwas. Dann geht es schon wieder los zum Training“, sagt die Neunjährige. Fast 40 Kilometer sind es von den Juhrbandts bis nach Hannover. Laila verbringt deshalb viel Zeit im Auto, manchmal auch in der Bahn. Zusätzlich zum Sport besucht die Nachwuchsturnerin noch einmal pro Woche den Klarinettenunterricht. Schafft sie ihre Hausaufgaben vor dem Turnen nicht, muss sie nach dem Training noch mal zurück an den Schreibtisch. „Die Schule geht immer vor“, sagt Mutter Kim. Laila weiß das und strengt sich umso mehr in der Schule an, damit sie weiter zum Turnunterricht kann.

Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer leicht. Sogar einige Lehrer hätten sie schon gefragt, wie sie das schaffe, erzählt Laila. Eine Antwort darauf zu finden, fällt ihr aber nicht schwer. „Es geht, weil es Spaß macht“, sagt sie mit viel Selbstverständlichkeit und zuckt lächelnd mit den Schultern.

Ohne die Liebe zum Turnen ginge es bei der Neunjährigen, deren Heimatverein die TSV Burgdorf ist, ganz sicher nicht. „Man lernt schnell viele neue Sachen“, schwärmt sie über ihren Sport. Ausfallen lassen würde sie ein Training nie. Auch wenn sie zugibt: „Manchmal gibt es Tage, da habe ich nicht so Lust.“ Dass es davon nur sehr wenige gibt, könnte auch an den vielen Vorbildern liegen, die Laila hat. Ihre Mutter turnte auch und näht heute die Turnanzüge für ihre Tochter. Und auch Lailas Geschwister sind alle sportlich. Während ihr Bruder Fußball spielt und schwimmt, haben alle drei Schwestern auch geturnt - oder tun es heute noch. Als kleines Mädchen schaute Laila beim Turntraining zu. „Das fand ich richtig toll und wollte das selber auch machen“, erzählt sie.

Daran hat sich trotz der vielen Zeit, die sie beim Training verbringt, nichts geändert. Mittlerweile fährt Laila auch zu bundesoffenen Wettkämpfen, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Neben dem Training bleiben so eigentlich nur drei Wochen im Jahr, in denen Laila wirklich Ferien hat. Und Freunde? Einmal habe jemand gesagt, dass sie kaum Zeit dafür habe, bei so viel Training. Laila, erzählt ihre Mutter, habe diese Frage aber gar nicht richtig verstanden. „Ich habe doch Glück, ich bin mehrmals pro Woche mit meinen Freunden zusammen beim Training“, lautete die Antwort.

Das Leistungszentrum

Mehr als 30 Mädchen im Alter von 7 bis 16 Jahren trainieren täglich im Leistungszentrum in Badenstedt. 2010 bezog der Niedersächsische Turner-Bund die ehemalige Tennishalle des TV Badenstedt, in dem mittlerweile nicht nur Nachwuchstalente von Turntalentschulen, sondern auch Mädchen des Landes- und des Bundeskaders trainieren. Eine der bekanntesten von ihnen ist die 16-jährige Lina Philipp. Die Turnerin vom VfL Eintracht Hannover trat im Februar beim FIG World 
Challenge Cup in Baku gegen die internationale Konkurrenz an – und gewann auf Anhieb das Finale am Stufenbarren.

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