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Die Onnens aus Hannover kommen!

Höhenflüge als Familiensache Die Onnens aus Hannover kommen!

Die Onnens kommen! In dieser Feststellung birgt sich auch deutschlandweit viel Wertschätzung für die Leichtathletik-Familie aus Hannover. Bei den Hallenmeisterschaften in Leipzig sind sie gleich zu viert im Einsatz – Eike (33 Jahre) und Imke (21) im Hochsprung, Lasse (30) im 60-Meter-Sprint und Mutter Astrid Fredebold-Onnen (59) als Trainerin und Ratgeberin auf der Tribüne.

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 Eike, Imke und Astrid Onnen.

Quelle: von Ditfurth

Hannover. Im Blickpunkt steht natürlich das Hochsprung-Duo, das schon 2015 für ein besonderes Resultat gesorgt hatte. Imke wurde deutsche Meisterin, Eike belegte den 2. Platz – besser geht es kaum. Und dieses Ergebnis möchte das Geschwisterpaar wiederholen – wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen. „Ich möchte schon aufs Treppchen“, sagt die Jüngste der Onnen-Familie, die trotz Beschwerden im Sprungfuß auf ihren Start hofft. Der Titel aber scheint für Marie-Laurence Jungfleisch aus Stuttgart reserviert zu sein, die eine Bestleistung von 1,99 Metern aufweist. Imke Onnen meisterte bisher 1,89 Meter im Freien und 1,87 Meter in der Halle. „Die 1,90 Meter will ich in diesem Jahr auf jeden Fall schaffen“, sagt sie. Und wenn es ein bisschen höher hinaus gehen sollte, dann winkt sogar die Normenerfüllung für die Europameisterschaften in Amsterdam (1,92) oder die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (1,93).

Die Qualifikationen für solche Höhepunkte wären eine frühe Krönung von Imkes Karriere, die eigentlich auf die Spiele 2020 in Tokio ausgerichtet ist. „Ich habe ja noch Zeit“, sagt die Athletin, die erst 2008, mit 14 Jahren, zur Leichtathletik kam. „Vorher habe ich geturnt und war bei den Cheerleadern aktiv“, erzählt sie.

Den Ausschlag, es auch einmal mit dem Hochsprung zu versuchen, gab Bruder Eike. „Es hat mich unheimlich inspiriert, als er 2007 im WM-Finale stand“, sagt Imke und bestreitet zugleich, dass bei den Onnens eine Leichtathletik-Laufbahn eigentlich Pflicht ist. „Unsere Eltern haben uns die Wahl gelassen, ob wir Sport treiben oder lieber ein Musikinstrument spielen wollen“, betont sie. Mutter Astrid, die 1978 deutsche Meisterin im Leichtathletik-Fünfkampf war, und Bruder Eike nicken. „Ich habe Fußball gespielt“, sagt der 33-Jährige. Erst als Jugendlicher ist er zur Leichtathletik gewechselt.

2016 will Eike Onnen nun den Hallen-Meistertitel in die Familie bringen. Mit 2,31 Metern reist er als Jahresbester an. „So hoch bin ich unterm Dach noch nie gesprungen“, sagt der Hochspringer. „Es läuft bisher sehr gut.“ 2,29 Meter (Olympia) und 2,26 (EM) muss er im Freien überqueren, um bei den internationalen Höhepunkten des Jahres dabei sein zu dürfen. Und zumindest bei der EM träumt Onnen von mehr: „Ich war 2015 die Nummer 5 in Europa, also möchte ich um Medaillen mitspringen.“ Zwischen den Wettkämpfen von Eike und Imke in Leipzig liegen gut zwei Stunden – am Sonntag um 12.50 Uhr springen die Frauen, von 15.10 Uhr an fällt die Entscheidung bei den Männern.

„Wir schauen zu und feuern an“, sagen die Geschwister, das gelte natürlich auch für den dritten Onnen im Bunde, Lasse, der schon am Sonnabendnachmittag sprintet. 6,88 Sekunden über 60 Meter ist seine Bestzeit, aufgestellt vor drei Wochen. „Er ist erst mit Ende 20 wieder eingestiegen, da sind seine Leistungen schon stark“, sagt Bruder Eike.

Keine Rolle unter den Geschwistern spielt die Kuriosität, dass sie unterschiedliche Clubtrikots tragen. Lasse läuft für den Heimatverein VfL Eintracht, Eike und Imke haben sich im Januar Hannover 96 angeschlossen. Beide trainieren bis zu zweimal pro Tag, Eike absolviert eine Ausbildung an der Polizeiakademie („Die ist wegen Olympia zurzeit gestreckt“), Imke leistet ein Freiwilliges Soziales Jahr am Sportleistungszentrum – wie auch Sprinterin Anna-Lena Freese. Daher sind sie dankbar über die Unterstützung, die sie von ihrem neuen Club genießen. „Wir fühlen uns sehr wohl bei 96“, sagen beide, betonen aber auch, dass sie dem Stammverein verbunden bleiben. „Wir sind beim VfL  Eintracht groß geworden. Wir sind dort weiterhin Mitglieder und kommen auch noch auf den Sportplatz in der Südstadt – zum Beachvolleyballspielen“, sagt Imke.

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