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Leichtathletik-Quartett startet bei Staffel-WM

WM auf den Bahamas Leichtathletik-Quartett startet bei Staffel-WM

Es klingt wie ein Traum: Ruth Sophia Spelmeyer und Laura Gläsner sowie Alexander Gladitz und Alexander Juretzko, die schnellsten Sprinter Hannovers, starten bei den Staffel-Weltmeisterschaften auf den Bahamas.

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Laura Gläsner (links) und Ruth Sophia Spelmeyer präsentieren stolz das Nationalmannschafts-T-Shirt.
 

Quelle: abro

Hannover. Ein zweiwöchiges Trainingslager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes auf Teneriffa war die Vorbereitung und vor allem die Grundlage für die Nominierung. Die hatten alle vier angepeilt, doch offiziell kam sie erst kurz vor dem Abflug am Osterwochenende. Edgar Eisenkolb, Trainer des Erfolgsquartetts, Landestrainer und auch Bundestrainer für den Männer-Bereich, konnte seinen Stolz über die Nomierung des schnellen Quartetts aus Hannover nicht verbergen – eine Premiere hierzulande. „In den Achtzigerjahren waren mal drei Frauen aus einem Verein nominiert, aber nur zwei sind gelaufen“, ergänzte Eisenkolb.

Wichtige Etappe zur Heim-EM

Dass seine Langsprinter zu den Besten der Nation gehören, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Vor zwei Jahren wurden Spelmeyer bei den Frauen, Gladitz bei den Männern und Ann-Kathrin Kopf bei der Jugend allesamt deutsche Hallen-Meister. Im vergangenen Jahr sollten Spelmeyer und Gladitz zu den Olympischen Spielen nach Rio mitfahren. Bei Gladitz kam eine langwierige Schambeinentzündung dazwischen. Spelmeyer absolvierte ihren Rio-Start. „Klar, die Olympischen Spiele sind das Größte, was einem Sportler passieren kann. Aber ich lehne mich doch jetzt nicht zurück und sage: Ich war bei Olympia, und das ist nun Endstation“, meint Spelmeyer. Die gebürtige Oldenburgerin, die national noch immer für ihren Heimatverein VfL Oldenburg startet, aber sich nach vielen Jahren in dieser Stadt als Hannoveranerin fühlt, will mehr. „Auch eine Staffel-WM ist etwas Besonderes. Ich habe noch große Ziele. Und das ist ein wichtiger Schritt.“ Ihr Fokus liegt auf der EM 2018 in Berlin. „Bei einer EM im eigenen Land vorn mitzulaufen – das ist auch ein Traum.“

Gläsner hat schon WM-Bronze

Den hegt auch Laura Gläsner nach der riesigen Steigerung in diesem Jahr. Ihr Nationaltrikot neben dem weiteren Outfit hatte sie schon vor der Hallen-EM in Belgrad bekommen. Aber Bundestrainer Toni Leister hatte ihr damals nur die Rolle der Ersatzläuferin übertragen. Jetzt führt allerdings kein Weg mehr an der 21-Jährigen vom VfL Eintracht Hannover vorbei. „Vor drei Jahren war ich schon bei der U20-WM in Eugene dabei. Damals bin ich in die 4x400-Meter-Staffel gerutscht, weil sich eine Läuferin verletzt hatte. Wir haben damals Bronze geholt.“

Sie weiß schon, wie sich Erfolg anfühlt. „Aber bei den Frauen ist das noch mal was ganz anderes.“ Dafür nimmt die angehende Polizistin, die aus Helmstedt stammt, auch ihren ganz persönlichen Stress auf sich: „Dass ich nicht Ostern mit der Familie feiern kann, ist nicht so schlimm. Aber im Studium muss ich einen Tag nach der Rückkehr Klausuren schreiben“, sagt sie. Da wird in der Zeit zwischen den Trainingseinheiten das Hotel, der Liegestuhl am Pool oder auch das Stadion zum Büffeln genutzt.

Während das deutsche Frauen-Quartett zumindest das B-Finale anpeilt, backen die Männer etwas kleinere Brötchen. „Aber besser als der Weltranglistenplatz 21, den wir am Ende des vergangenen Jahres belegt haben, sollte es schon werden“, sagt Eisenkolb. Allein die Rückkehr von Alexander Gladitz (Hannover 96), im Vorjahr die deutsche Nummer eins, sorgt dafür. Er hatte seine internationale Karriere bei der EM 2016 in Amsterdam unterbrechen müssen: Die Schambeinentzündung machte auch alle Hoffnungen auf Rio zunichte. Bis Dezember hat er pausiert. „Jetzt sind alle Beschwerden weg und Alex ist wirklich in guter Verfassung“, sagt sein Coach.

Doppelter Alexander

Und erstmals ist auch Trainingskollege Alexander Juretzko (VfL Eintracht), zur Unterscheidung der doppelten Alexanders nur „Juri“ gerufen, dabei. Beim früheren Bundestrainer hatte er einen schweren Stand. Doch beim neuen, Edgar Eisenkolb, zählt nicht der Heimvorteil. Juretzko hat sich sportlich durchgesetzt. „Im Trainingslager haben alle am Ende Testläufe allein gegen die Uhr absolviert. Und Juri war der Drittschnellste“, sagt Eisenkolb. So kann auch Juretzko neben Gladitz auf den Lauf mit dem Bundesadler auf der Brust hoffen. Auch da geht ein Traum in Erfüllung.

Von Matthias Abromeit

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