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Lisicki bezwingt Paris-Siegerin Li Na in Wimbledon

Damen gewinnen, Herren verlieren Lisicki bezwingt Paris-Siegerin Li Na in Wimbledon

Die deutschen Herren erleben beim Rasenturnier in Wimbledon ein Debakel. Erstmals seit 1987 erreichte kein DTB-Profi die dritte Runde. Die deutschen Damen trumpfen dagegen auf. Nach Andrea Petkovic erreichten auch Julia Görges und Sabine Lisicki die dritte Runde.

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Sabine Lisicki hat in Wimbledon gegen Li Na gewonnen.

Quelle: dpa

Die Herren mit dem schlechtesten Abschneiden seit 24 Jahren - die Damen im Dreierpack in Runde drei: In Wimbledon lässt nur das „schwache Geschlecht“ die deutschen Fans jubeln. Während Sabine Lisicki, Julia Görges und Andrea Petkovic mit tollem Power-Tennis überzeugten, scheiterte der Bayreuther Florian Mayer am Donnerstag als letzter deutscher Profi. 6:1, 3:6, 2:6, 2:6 hieß es am Ende gegen den Belgier Xavier Malisse - das schlechteste Abschneiden seit 1987 war perfekt. „Wenn Mitte der ersten Woche kein Deutscher mehr dabei ist, ist das natürlich enttäuschend“, bilanzierte der frustrierte Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen.

Die deutschen Damen setzten hingegen ihren Höhenflug fort. Für die Überraschung des Tages sorgte dabei die Berliner Lisicki. Nach der Abwehr von zwei Matchbällen warf die 21-Jährige sensationell French-Open-Siegerin Li Na mit 3:6, 6:4, 8:6 aus dem Turnier und könnte allmählich zum Geheimtipp werden. „Das ist einfach nur Wahnsinn. Jetzt ist alles möglich“, jubelte Lisicki. Direkt nach dem Sieg ging sie vor Freude auf die Knie, vergoss Tränen des Glücks und wurde von den Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert.

Zuvor hatte ihre Fed-Cup-Kollegin Görges beim 7:6 (12:10), 6:2 über die Französin Mathilde Johansson ihr neues Selbstbewusstsein demonstriert und einen Tag nach dem Zweitrundensieg von Petkovic den Aufwärtstrend im einstigen Boom-Land von Steffi Graf bestätigt. „Die Mädchen sind wirklich eine tolle Visitenkarte für den Deutschen Tennis Bund“, sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels.

Ganz anders fällt das Fazit für die Herren aus. „Das ist natürlich ein sehr, sehr schwaches Gesamtbild“, gab Mayer zu. Vor 24 Jahren hatte es als Letzte Titelverteidiger Boris Becker, Eric Jelen und Andreas Maurer in Runde zwei erwischt. Diesmal lag es an Deutschlands Nummer 1 Mayer, das Debakel zu verhindern. Doch kraftlos, mutlos, ideenlos ging der 27-Jährige nach gewonnenem ersten Satz zu Werke. „Es ist eine meiner schlimmsten Niederlagen. Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Das war einfach kläglich versagt“, resümierte Mayer geschockt. Fast symbolträchtig, dass es Sekunden nach dem Matchball kurz zu regnen begann. Der Himmel weinte mit.

Desaströse Bilanz bei den Herren

Für 13 Herren war damit spätestens nach Runde zwei Schluss. Keiner hätte mit einer derart desaströsen Bilanz gerechnet. Erst recht nicht, seit die DTB-Profis um Turniersieger Philipp Kohlschreiber noch vor elf Tagen in Halle groß aufgetrumpft hatten. „Das ist bitter. Umso mehr nach den guten Ergebnissen in Halle“, sagte Kühnen.

Jubel herrschte hingegen bei den deutschen Fed-Cup-Assen. Vor allem Lisicki wurde für ihren Überraschungscoup über Li Na gefeiert. Zehn Tage nach ihrem Turniersieg von Birmingham sah die Deutsche schon wie die Verliererin aus. Doch weder zwei Matchbälle für Li Na beim Stand von 3:5 noch ein Break zum 5:6 konnten die Rasen-Spezialistin noch stoppen. Lisicki war heiß gelaufen. Immer wieder feuerte sie sich an, beeindruckte mit kraftvollem Spiel und rang die Weltranglisten-Vierten aus China schließlich nach 2:11 Stunden nieder.

Vor zwei Jahren hatte sie an der Church Road das Viertelfinale erreicht. Diesmal scheint noch mehr möglich. „Das ist einfach toll“, stammelte Lisicki. Ihre Gegnerin in der dritten Runde ist wieder eine Asiatin. Sie trifft am Samstag auf die Japanerin Misaki Doi.

Görges war derweil froh, dass sie auch beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres die zweite Runde überstanden hat: „Das freut mich natürlich.“ Im Tiebreak des ersten Satzes musste sie einen Tag nach dem 6:3, 6:0-Auftakterfolg über die Spanierin Anabel Medina-Garrigues aber Schwerstarbeit leisten. Erst nach Abwehr von drei Satzbällen nutzte die Weltranglisten-16. ihrerseits die sechste Chance zum Satzgewinn. „Letztendlich bin ich ruhiggeblieben und habe mein Spiel gespielt“, sagte Görges. In der dritten Runde trifft sie am Samstag auf die an Nummer 24 gesetzte Slowakin Dominika Cibulkova.

Görges’ Fed-Cup-Freundin Petkovic konnte sich unterdessen von ihrer Hängepartie gegen die Kanadierin Stephanie Dubois erholen. Der Ärger über die Warterei am Vortag, als sie vor dem 6:3, 4:6, 6:3-Sieg „fast ausgerastet“ wäre, war da schon vergessen. „Damit muss ich lernen umzugehen“, sagte die 23-Jährige. Für sie geht es am Freitag gegen die russische Linkshänderin Xenia Perwak weiter.

dpa

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