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Marco Huck verspricht "Spektakel im Ring"

Weltmeister in Hannover Marco Huck verspricht "Spektakel im Ring"

„Bei mir ist Spektakel im Ring programmiert“: Marco Huck boxt am Sonnabend in der Tui-Arena um den WM-Titel. Im HAZ-Interview spricht er über den Kampf, seine Liebe zu Hannover – und Krokodile.

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Profiboxer Marco Huck bestreitet am Sonnabend in Hannover den 44. Profikampf seiner Karriere.

Hannover. Herr Huck, Sie haben in Ihrer Karriere bislang erst einmal in Hannover gekämpft. Was haben Sie für Erinnerungen an den 3. Juni 2006 in der Tui-Arena?

Sie können sich gar nicht vorstellen, was ich für eine schöne Erinnerung an den Kampf habe. Ich wollte danach immer noch mal wieder in Hannover boxen, aber leider Gottes hat sich das danach lange nicht ergeben – jetzt als Selbstständiger (Huck besitzt seine eigene Vermarktungsfirma „Huck Sports Promotion GmbH“, d. Red.) habe ich es hingekriegt.

Zur Person

Marco Huck wurde als Muamer Hukić in Südserbien geboren. Am vergangenen Freitag feierte er in Hannover, wo er am Sonnabend seine erste Titelverteidigung als Weltmeister des Verbandes IBO im Cruisergewicht bestreitet, seinen 32. Geburtstag. Huck war zunächst Kickboxer, 2004 wechselte er ins Profilager der Boxer. Im Cruisergewicht wurde er 2009 erstmals Weltmeister, den Titel des Verbandes WBO verteidigte er in 13 Kämpfen erfolgreich, bevor er ihn im August 2015 gegen den Polen Krzysztof Głowacki verlor. Ein halbes Jahr später wurde er im kleineren Verband IBO erneut Weltmeister. Hucks Ausflug ins Schwergewicht endete 2012 mit einer umstrittenen Niederlage.

Was war das Besondere damals in Hannover?

Das war mein erster harter Kampf, gegen einen ganz starken Brocken in meiner Anfangszeit. Nuri Seferi, der Gegner, galt damals als „Schweizer Tyson“. Ich habe noch genau in Erinnerung, dass mich das hannoversche Publikum damals zum Erfolg gepeitscht hat (Punktsieg für Huck nach zehn Runden, d. Red.). Dafür war ich unendlich dankbar und zähle auf die Fans auch am Sonnabend.

Halle toll, Publikum toll. Und wie fanden Sie Hannover als Stadt?

Sehr schön. Ich bin als Jugendlicher in Bielefeld aufgewachsen, da war ich sehr oft in Hannover. Ich war auch damals bei der Expo, da habe ich mich in die Stadt verliebt. Danach hat es mich immer wieder nach Hannover verschlagen.

Was können Sie den Boxfans in Hannover Sonnabend gegen Dmytro Kucher für einen Kampf versprechen?

Das ist ein guter Gegner, deshalb hoffe ich, dass viele Leute kommen und mich wieder nach vorne peitschen. Der Gegner ist auch eine K.-o.-Maschine, deshalb bin auf Unterstützung angewiesen.

Die Huck-Woche in Hannover

Im Vorprogramm des WM-Box-Duells zwischen Marco Huck und dem amtierenden Europameister Dmytro Kucher (Ukraine) um den IBO-Titel im Cruisergewicht sind in der Tui-Arena sechs Vorkämpfe angesetzt. Mit dabei ist Hannoveraner Besir Ay. Der 26-Jährige gibt vor heimischer Kulisse sein Debüt im Profilager.
Gestern trainierte Weltmeister Huck morgens mit den Erstligaboxern des BSK Hannover-Seelze, nachmittags schaute er bei den 96-Profis auf dem Trainingsplatz vorbei. Huck ist, wie er der HAZ verriet, Fan von Hertha BSC.
Morgen findet um 13 Uhr ein öffentliches Training in der Galerie Luise statt. Freitag ist das offizielle Wiegen um 12 Uhr im Maritim Airport Hotel in Langenhagen.
RTL überträgt Sonnabend ab 22.30 Uhr live aus Hannover, Karten (20 bis 450 Euro) gibt es im Internet auf tickets.haz.de .

Der letzte Boxkampf in Hannover war Arthur Abrahams durchaus umstrittener Punktsieg gegen den Briten Martin Murray im November 2015 vor 6000 Zuschauern.

Ich hoffe, dass noch ein paar mehr Leute kommen, wenn ich boxe, und dass es dann richtig krachen kann.

Das heißt, es wird wieder ein typischer Huck-Kampf?

(lacht) Es wird auf jeden Fall ein sehr spannender Kampf. Die Leute wissen ja, wenn ich im Ring bin, dann ist ein Spektakel programmiert.

Sie haben mal gesagt: „Wenn ich gut trainiere, kann mich keiner schlagen.“ Haben Sie gut trainiert?

Definitiv. Ich bin top vorbereitet.

Geben Sie mal einen Einblick: Wie sieht das Training eines Boxers vor einem WM-Kampf aus?

Dreimal die Woche ist Sparring. Man trainiert zweimal am Tag, morgens um 10.30 Uhr geht es los, und am späten Nachmittag so gegen 17.30 Uhr noch mal eine Stunde. Morgens entweder laufen oder fünf, sechs Runden am Sandsack. Auslockern, Massage, erholen – und wie gesagt: viel laufen.

Laufen Sie gern?

Nein, gar nicht. Laufen hasse ich eigentlich, aber daran führt nun einmal kein Weg vorbei. Ich denke dann immer an meinen ältesten Onkel, der sagt immer zu mir: „Junge, immer wenn es am schwersten fällt, vergiss nicht, das muss gemacht werden, und dann wird es einfacher.“

Auf wie viele Kilometer kommen Sie in der Vorbereitung für einen Kampf?

Ach, ich habe vor Kurzem mal darüber nachgedacht. Ich bin jetzt zwölf Jahre Profi, und wenn ich alles zusammenrechne, bin ich bestimmt einmal um die Erde gerannt.

Nach dem gewonnenen Kampf in Halle im Februar gegen Ihren alten Widersacher Ola Afolabi haben Sie von einer zweiten Karriere gesprochen, die begonnen hat. Empfinden Sie das heute auch noch so?

Hundertprozentig.

Sie haben mittlerweile zwei Kinder. Hat sich der Blick aufs Boxen für Sie durch die Vaterrolle verändert?

Zwei Kinder, dann auch noch zwei Söhne, das ist etwas Wunderbares. Beide lieben schon den Boxsport, das gefällt mir sehr. Später können sie dann erzählen, „Mein Vater war der und der“ – das ist etwas sehr Schönes.

Haben die Kinder nicht Angst, dass der Papa verprügelt nach Hause kommt?

Nein, die nicht. Sie wissen ja, genau wie meine Frau: Wenn ich gut trainiert bin, dann klappt das alles.

Sie haben 43 Kämpfe gemacht, 39 davon gewonnen, drei Niederlagen, ein Unentschieden. Lernt man als Boxer aus Niederlagen mehr als aus Siegen?

Alle Niederlagen, die ich kassiert habe, waren praktisch selbst verschuldet. Im Kampf gegen Alexander Powetkin (Schwergewichts-WM 2012, Punktniederlage, d. Red.) haben die mich richtig verarscht, aber die anderen Kämpfe, die ich verloren habe, da muss ich mich an die eigene Nase fassen, weil die Niederlagen nicht hätten sein müssen.

Eine letzte Frage: Mögen Sie eigentlich Krokodile?

Hmh. Ich weiß nicht, warum ich sie nicht mögen sollte.

Nun ja, Ihr Kampfname ist Käpt’n Huck, und der Käpt’n Hook in Buch und Film hat mit einem Krokodil keine so guten Erfahrungen gemacht.

Na ja, das ist nur eine alte Geschichte, das hier ist die Realität und Gegenwart. Alles, was ich mit meinen Augen sehen kann, davor fürchte ich mich nicht.

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